„Wir müssen …“

Wie dem Innern unseres menschlichen Körpers der Takt des Herzens unterliegt, genau so, pressen wir uns in Termine, Aufgaben und Pflichten. Wir müssen erledigen. Wir müssen erschaffen, wir müssen schaffen. „Muss“ ist das eine Wort, das uns keine Freiheit der Wahl überlässt. Ein Wort, in jedem dritten Satz, benutzt, missbraucht und aufgezwängt.

Es ist so, dass dem Freidenker zu der Formulierung „müssen“ als Erstes auf der Zunge liegt: „Ich muss nichts.

Denn in der Akzeptanz dieses kleinen Wortes, das Sätze füllt, Mahnungen bekräftigt, hat das Ich sich dem Zwang des „Sollens“ unterworfen.

Es ist nur eine Wahl an Worten, die dennoch nie zufällig geschieht. wer das Wort muss benutzt, der gibt sich selber ein kleines Gefängnis oder erschafft in anderem Denken die Gitterstäbe dazu.

„Nichts muss, alles kann.“ Genau das ist die Einstellung, der Weg zu denken, dem auch ich mich unterworfen habe. Die Freiheit jeder Zeit Potential zu erkennen, zu bilden oder auch erst zu erschaffen. Befreit man seine Gedankengänge, gibt ihm die Möglichkeit jeder Zeit alles zu werden, nichts zu müssen, rein zu können, nun … Flügel können und dürfen wachsen. Wie das junge Vögelchen erst im Schubsen aus dem Nest gezwungen ist, die Flügel auszubreiten, so kann es auch Ihnen ergehen.

Denn leider obliegt dem Ganzen ein Hauch an Ironie. Der Wille frei zu sein, der Mythos Freiheit aller Möglichkeiten, gebiert nun doch ein muss. Einen Zwang, jeder Zeit nur frei sein zu wollen. Freiheit, die einen Zwang gebiert und Zwang, der Freiheit behütet.

Unterwirft man sich nur dem muss im denken, im glauben, so versteckt sich die Freiheit. Wählt man die Freiheit, so bleibt einem nichts Anderes übrig, als auch das muss anzunehmen, das der Wille zur Freiheit mit sich bringt.

Also wählte man weder die Freiheit, noch das muss. Einfach nur das kann und weder Zwang noch Freiheit beschränken, behindern oder engen ein.

Ein kleines Wirrwar, das ebenso auf glück, den eigenen Pfad anzuwenden ist. „Nichts muss, alles kann.

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Der Professor

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.