Wenn das Leben vorbeistreicht

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Tagein und Tagaus, zu jeder Sekunde rein, da lebt das Menschlein. Es tut und macht, lässt und dann doch schafft. Ein reges Treiben, im trägen Reigen. Ein Hin und Her und dann noch viel mehr. So geht es zurück und weiter und hoch und runter. Immer weiter und ohne Halt oder Pause. Angst zu verprassen? Zu verpassen? Zu vermissen? Die weiße Fahne zu hissen? Kaum…

Wir Menschen laufen von Punkt zu Punkt, von Ort zu Ort, Hort zu Hort. Eilen von Termin zu Termin. Von Aufgabe zu Aufgabe. Von Tag zu Tag im Alltagstrott. Von Arbeitstag zu Arbeitstag. Von Last zu Last. Aber wann, da leben wir? Wann laben wir? Hier? Dort? Jetzt?

Wann nehmen wir uns den Moment? Die Sekunde Auszeit? Um zu genießen, zu erleben? Zu erfühlen? Sich selber vom Grund zu erheben? Wann machen wir den Stop? Den Halt? Die Bremse? Versinken an den Grund der Themse? Bevor uns trifft die Sense? Der Tod sich selber einlädt und uns den Schlussstrich alternativlos präsentiert? Wann? Ja Wann?

So formen sich kurze als auch lange Sätze. Finden Sinn und Zweck alleine. Präsentieren und offenbaren, was längst nur wusstest. Alles endet. Ob gewollt oder nicht. Die Frage stellt sich rein, kleines Menschlein, wann willst wirklich lebendig sein? Wann Dich vom Grund erheben? Die Flügel breiten. Und aufsteigen in die tiefen Weiten? Wann willst die Erlösung selber sein? Für das Selbst des Rein? Dich selber finden? Nicht nur verschwinden? Hinter List und Trug? Von dem endlosen Sog? Der Dich an den Grund kettet. Verhindert, dass Dich selber rettest?

Zu viel, dass im Leben vorbeistreicht. Ablenkt und gefangen nimmt. Und ablenkt von dem, das wirklich zählt. Zu viel, dass einen von eigener Bestimmung fernhält. Vielleicht nicht mal in böser Absicht? Vielleicht ohne Zweck und Sinn als rein Unverständnis des wahren Gehaltes. So verpasst die Chancen des eigenen freisten Seins. So gibt’s auf, bevor versuchen konntest. So verbleibst blind obwohl das Sehen so einfach wäre. So ungefährlich wie der erste Atemzug nach dem Auftauchen aus dem Nirgendwo des Nicht Seins, des nicht Identifizierens, des nicht sein Wollens, was das innere für das Selbst bereit hält.

So verbleibst blind und geschwind findet dich der Jahren Mörder. Die Zeit. Und ehe dich versiehst bist ein gewesen, nicht ein sein oder werden. Und ehe warst, vergehst und warst niemals. So finden die Worte ihren Sinn zwischen den Zeilen, dem, was nicht gesagt gesprochen wurde. Musst nur verstehen, begreifen, was wissen magst und begreifen kannst. Alles ergibt sich Dir wenn Du bereit des Seins Dich schuldig machst.

So bin ich nur Medium verdrehter Geist der Wörter umformt, in Beziehung setzt, bis Botschaft sich doch noch präsentiert. Dem Spiele untertan, die Ketten sich selber drehen und Gedanken ein neues Spiel zeichnen. Auf dass umdenken kannst, darfst, ermöglich werden wird. Denn im Unsinn sich noch immer der Sinn abzeichnet, das Wort alleine Signal hier ist. So ende ich hier, was begonnen wurde und gebe Dir alleine die Zukunft Dir, dass möglich machst, was schon immer nur war.

Die Frage ist und bleibt. Wo willst du in hunderten Jahren sein? Willst sehen und beobachten, was der Erde verbleibt. Willst vermissen und bereuen, was niemals gewesen. Was verpasst, verprasst hast an Lebens Zeit. Willst die ewige Hölle antreten, die Dich verdammt, was Du hast sein gelassen in Massen des Seins.

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