Warum hunderte von Wörtern abtippen und eine Geschichte formen? Warum tausende an Zeilen aneinander reihen um ein Buch zu erstellen? Geht es um das Geld? Um den Ruhm? Möchte man zeigen, was man kann, es endlich jemandem und auch sich selber beweisen?

Der finanzielle Aspekt

Wer schreibt, der tut es nicht des Geldes wegen. Und doch ist es all zu oft so, dass es nur deswegen geschieht. Einzel Erfolgsgeschichten (Harry Potter, Twilight), erwecken im neuen Schreiberling den Wunsch, es ebenso zu machen. Man hört Namen, wie Stephen King und Wolfgang Hohlbein und gibt sich als Neuanfänger so einem Traum hin.

Es ist ganz sicher nicht falsch, an etwas zu glauben, von etwas zu träumen, dass doch auch utopisch erscheint. Es motiviert und spornt an. Wer es aber nur deswegen macht, der wird sich ganz einfach an der schweren Kost verschlucken. Als Schriftsteller von seinem Können zu leben, ist ein großer Traum. Auch einer der Meinen. Aber die Realität ist, dass es nur die wenigsten können. Ich habe Zahlen von 0,1 Prozent gesehen, als ich es recherchierte. Niemand sollte aufgeben, wenn er stark genug an sich glaubt.

Ich sehe es nur so:

Wer des Geldes und des Ruhmes wegen schreibt, der ist zum Scheitern verurteilt, spätestens wenn es mal zur Schaffenskrise kommt. Wer das Schreiben an sich nicht liebt, dem werden die nie endenen Seitenzahlen und die Wörter die sich über die hunderte ziehen, zu mühsam vorkommen. Wie ein Kaugummi, dass am Anfang noch süss schmeckt, werden sie nach kurzer Zeit lau, zäh und geschmacklos.

Die Steine der Veröffentlichung

Man glaubt dem Traum. Man schreibt sein Buch, sucht sich einen Verlag und veröffentlicht es ganz einfach. Die einzige Entscheidung dabei ist, ob man es selber finanziert oder den Verlag durch professionellerer Weise die Vermarktung überlässt.

Erstens, ist es unwahrscheinlich schwer, seine Füße in einen Verlag hinein zu bekommen. Vor allem, wenn es einer der Großen ist. Um so größer und so bekannter der Verlag, um so weniger nimmt er Kenntnis von dem kleinen neuen Schriftsteller, der sich da an ihn wendet. Denn jeder neuer Schriftsteller bedeutet Arbeit und ein gewisses Maß an Risiko. Der Verlag ist bereit zu investieren, eine Auflage zu drucken, die Werbetrommel zu rühren, alleine auf die Vermutung hin, dass das neue Buch ein Verkaufsschlager wird. Keinen interessier bei hundert eingehenden Manuskripten, die alle gesichtet werden, ob da ein Potential versteckt ist. Ein paar Seiten werden gelesen, die über die Entscheidung bestimmen. Fesselt es, kann es was werden, so besteht vielleicht eine Chance. Aber in einer Zeit, wo alles schon so gut wie geschrieben wurde, wie will man da noch auffallen?

Der zweite Aspekt ist das Vertrauen. Woher weiss ich als schreibende Seele, dass mein Manuskript, der Gedanke nicht gestohlen wird? Dass ich nicht zur Vorkasse gebeten werde und im Nachhinein nur draufzahle?

Und am Schluss noch als Quergedanke. Ein gedrucktes Buch, ob Eigenverlag oder nicht, bedeutet noch lange nicht, dass es auch irgendwer wahrnimmt. Die Kritiker, die Medien, werden sich nicht dafür interessieren, wenn es nicht dementsprechen angepriesen wird. Auf Buchmessen, Lesungen und dergleichen.

Warum also Schreiben?

Es liegt einem so viel im Weg, unüberwindbare Hindernisse, wenn man es so nennen will. Mir persönlich geht und ging es nie um Geld. Es ist das Schreiben an sich, was mir liegt und ich auch liebe.

Für mich steht damit nur eine Frage zu Gesicht. Wie veröffentlichen?

Ich habe hier meine Seite und ich bin mir noch nicht sicher, aber ich tendiere dazu, mein Buch so zu präsentieren. Ohne Verlag, ohne Druck, einfach auf meiner Seite, mit den entsprechenden Kapiteln als Kategorien. In Zeiten von I-Pad und allerlei möglichen Schnickschnacks, für das mobile Internet, ist es nur eine Entwicklung der ich folge in Richtung der E-Books, die ganze Bücher umfassen.

Und im Endeffekt muss ich ganz einfach nichts daran verdienen. Darum ging es nie. Deswegen spare ich mir die Mühsal, nur um meinen Namen auf einem gebundenen Band lesen zu können und werde in nächster Zeit, Monat für Monat ein neues Kapitel veröffentlichen. Und widme mich verstärkt einfach der Kunst des Schaffens durch Wörter. Eine Macht, so einfach und manchmal auch fließend. Träume erschaffend und zerstörend.

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Categories: Schreiben

Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."

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