Vampir

Das Tagebuch des Urvampirs Kain

Nach Euren Begriffen bin ich eine Legende. Ich liebe es, dieses Wort auszusprechen. Es hat einen Zauber, eine Macht in sich, die stärker ist als ein reiner Mythos. Aber auch das bin ich. Das zum Leben erwachte Zeichen eines Glaubens, der nicht belegbar ist. Ihr glaubt an die Sterblichkeit, die Endlichkeit jedes lebenden Wesens. Auch ich glaube daran. Doch ich… 

Kains Reise zum Abyss [About]

Ich habe gerade ein neues Projekt eröffnet. Eine neue Idee der reinen Kreativität, der ich in Zukunft folgen werde, die ich wachsen und gedeihen lassen werde. Und zwar eine Online Story, um die ich eine Community wachsen lassen will. Ein Projekt, in dem jeder Leser an der Geschichte Einfluss nehmen kann. In dem er z.B. kommentiert, welche Richtung er in der Geschichte gerne hätte und ich versuche sie dann einzubauen, den Lenker in gewünschte Richtung umzureißen. Es beginnt mit der Idee um Kain, eine Person, einen Charakter, den ich bereits in Legends of Kain und Elise Blutgräfin habe Form gegeben. Wenn man so will, ist dies eine inoffizielle Fortsetzung. aber mit ganz eigener Geschichte. Ohne was Anderes vorher gelesen haben zu müssen, kann man ihr folgen. Natürlich ist das Thema Vampire aber ich werde auch in jede weitere Mythologie eintauchen, diese Freiheit gibt mir die Geschichte und die Idee dahinter.

Ursprungstheorien – Psychischer Vampire

Es existieren viele verschiedene Theorien über den Ursprung. Diese Theorien und oder Erinnerungen haben auch zur Gründung verschiedener Häuser beigetragen. Andere sind nur spekulativ und werden nicht wirklich von uns aktzeptiert. Einige Kreise in der Vampirgemeinschaft glauben das diese Ursprungstheorien lediglich mentale Maturbation seien, weil sie nicht nachgewiesen werden können. Nichtsdestotrotz sind hier einige dieser Theorien in alphabethischer Reihenfolge und nicht in der Reihenfolge ihrer Aktzeptanz.

Bloodshot

Er sprang auf das nächste Dach und konnte sich in letzter Sekunde am Kamin
festkrallen, bevor er gestürzt wäre. Kein angenehmes Missgeschick.
Vor allem, da es dem Anschein nach, sein letztes gewesen wäre. Es ging mehrere
hundert Meter in die Tiefe und endete dort auf Kopfsteinpflaster.
Er suchte sich einen festen Stand auf der Höhe des Schrägdaches und kauerte sich
hinter den Kamin. Ein Blick daran vorbei, noch waren sie nicht zu sehen.
Er ließ das Magazin aus der Waffe gleiten und schob ein Neues nach. Kurz den
Bolzen zurückgezogen und sie war wieder einsatzbereit. Er fühlte sich mit der Waffe
sicher. Aber er war sich auch im Klaren darüber, dass es nur Einbildung war.
Dieser ganze Auftrag war der größte Fehler seines Lebens gewesen.

Blutdurst in Ewigkeit

Sie kommen. … Nicht, dass es ungewöhnlich wäre. Es passiert einfach zu oft und sie kommen immer wieder. Nicht die Gleichen, immer Andere. Aber eines haben sie alle gemeinsam. … Ihr Ende.

Sie betreten den Hauseingang, leise und schleichend mit gezogenen Waffen. Sie sprechen kein Wort, kein Flüstern. Selbst ihre Atmung unterdrücken sie. Doch es ist unnütz, auch wenn sie es glauben. Die zehn Stockwerke, die ich mich über ihnen befinde, trennen meine Sinne doch nicht von ihnen. Ich höre selbst hier ihr Herz, das Strömen, das mich so sehr ruft. Es drängt mich und nagt an mir, sie zu nehmen. Ein paar Sekunden nur und es wäre mein. Die Gier würde verstummen, …für eine kurze Zeit.

Blutroter Moment

Die Nacht ist mein Gefährte. Ich bewege mich in ihr und mit ihr und sie durchströmt meine ganze Existenz. Das schwärzeste Schwarz ist mein Sein, mein Ursprung, der Kern meines Innersten. Nein, ich bin nicht verloren, wie Du dies nun annehmen magst. Ich bedaure es nicht mal, kenne es nicht anders. Es ist so, es war so, schon immer. Ein immer, das bereits seit Jahrhunderten andauert.

Wie sich die Jahrhunderte drehen und Jahre abspielen, so bleibt die Welt für sich davon unberührt. Sicher, die Oberfläche ändert sich im Strom der Gezeiten, passt sich an und verändert sich, aber bleibt im Groben doch gleich. So, wie auch ich es tue. Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Ich beobachte, schmiege mich an, an den Fluss der Menschen, der über diese Welt nur streift. Aber auch ich nur, bleibe doch immer gleich. Das Einzige, das mich kettet und bindet als auch verpflichtet, ist nur das Blut. Der Durst danach, die Suche, die Jagd und dann das erfüllende Trinken. Ich bin ein Jäger, ein Raubtier, der ewig Durstende und werde niemals gänzlich satt. Auch das bedaure ich nicht, denn es gehört zu mir, ist auch ein Teil meines Seins.

Die Legende Dracula

Wir kennen diesen Namen. Wer sich mit Vampiren beschäftigt, für das Thema an sich, interessiert, der kommt um diesen simplen Namen nicht drumherum. Aber anders als bei Kain, ist es mit Dracula so, dass es unendlich an Verweisen, Mythen und fast auch Legenden gibt. Für Viele ist es sogar der erste Vampir überhaupt. Widmen wir uns einem weiteren Thema, dass ich ebenso in meiner Saga verewigt habe.

Er sagte – Vampir

Er sagte, dass er mich liebte. Das war mir nichts Neues. Männer behaupten so etwas doch öfter. Sei es als Entschuldigung, als Mittel um unsereins ins Bett zu bekommen. Wir akzeptieren es, wenn wir auch die Antwort zu genau kennen. Was bei ihm anders war? Er sprach es nicht aus.

Gepfählte Liebe

Diese roten Lippen. Sinnlich, zart, wie ein Versprechen, das unausgesprochen dennoch so verheißungsvoll  und bezaubernd ist. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, wenn ich auch weiß, dass sie nur die Maske des Todes vollenden. Schöner war der Tod noch nie. Dabei ist es nicht der Tod an sich, der so zur Vollendung poliert mich gefangen hält. Es ist diese Schönheit, die wie ein Diamant ihn verziert. Er ist ihrer unwürdig und doch hält er sie gefangen.

Eine Wette

Es war ein stressiger Tag gewesen. 10 Stunden, von denen ich nur acht bezahlt
bekommen werde. Aber das bin ich gewohnt und im Grunde stört es mich auch nicht
mehr. Das einzige was zählt, ist, dass ich endlich Feierabend hatte und das
Wochenende anstand, wo ich so einiges geplant habe. Es würde schön werden und
auch mein wirklicher Lohn, der sich abseits des bloßen Geldes befindet.
Es war alles gleich verlaufen. Die Alarmanlage ließ sich wie immer scharf stellen.
Der Pförtner an der Einfahrt schlief mit gesenktem Kopf vor dem plärrenden
Fernseher, wie immer.

Hoffnung

Er sprach von Verdammung, von der Dunkelheit und den Schatten, in denen wir uns
verstecken müssten. Er sprach von Leid, Trauer und Sehnsüchten, die dieser Fluch
mit sich brachte. Ich fragte ihn, wie lange er schon lebte. Über 200 Jahre, sagte er.
200 Jahre, in denen er die Menschen leben und sterben sah. Immer und immer
wieder.
Ich fragte ihn, was dazwischen gewesen sei.
„Das unbedeutende Aufbäumen vergänglicher Zeit,“ sagte er.

Alte Liebe – Showdown

Der Wind fegte nur leicht über den ausgetrockneten Boden. Vereinzelt hoben sich
graue Blätter, die der Tod dieser Wüste bis an die Grenzen brachte, in die Höhe.
Tänzelnd und wirbelnd verschwanden sie in der weiten Wüstenlandschaft, bevor sie
sich mit dem scharfen Sand vermischten. Schüsse peitschten durch die Nacht,
begleitet vom Hellen Aufflackern des Mündungsfeuers und nur für einen Moment
erhellte Mienen. Die letzte Gegenwehr einer Stadt, die gegen das Übel kämpfte. Er
sah sie fallen, erstickte Schreie, die das endende Leben abzeichneten. Wild
fuchtelten die Überlebenden mit ihren Revolvern herum. Suchten die Umgebung ab,
bevor sie sie in die Halfter zurückgleiten ließen. Sie waren nervös. Sie hatten die
Geschichten gehört. Vom schnellen Tod, der die Zeiten überdauerte. Das machte
ihnen Angst, wie auch jedem Anderen.

Die Story

„Ich brauche aber einen Namen. Sonst wird das nichts. Dann hätte ich es mir
genauso gut auch alles aus den Fingern saugen können.“
Es war zum Verzweifeln. Ich saß in meinem Hotelzimmer und zerbrach mir den
Kopf darüber, was ich machen sollte. Eine Geschichte, ein Interview, musste ich bis
Montag abliefern. Sonst konnte ich mir einen neuen Job suchen. Ich war durch die
Clubs gezogen. Hatte Musiker und wirklich jede Bardame angesprochen. Aber
keiner wollte mit mir reden. Und wenn doch, ergab sich nur eine fadenscheinige
Geschichte, die zwar mitreißend war, aber sonst auch nichts.

Im Bann der Verführung

12. Februar – 23:27 Uhr

Mein lieber Jonas,
ich hätte es nicht tun sollen. Unser Kodex, unsere Leitsätze verbieten es uns. Aber
ich konnte nicht anders.
Ich kam von einem Vortrag, für den ich extra in diese Stadt reisen musste. Du weißt
das, denn auf Deine Anordnung hin, tat ich es schließlich. Ebenso weißt Du auch,
dass ich mich erst weigerte. Was bringen uns die Erkenntnisse, die die moderne
Wissenschaft erlangt? Näher an die Geheimnisse, die wir hüten und bewachen,
kommen sie doch nicht. Und genau wie ich erwartet hatte, wurden nur Mythen und
Legenden erzählt. Märchen frisch aufbereitet. Ich werde Dir alles erzählen, genau
berichten, wenn ich zurück bin.
Aber etwas war anders. Ein Anderes war auch dort. Eine junge Frau, voll der
blühenden Jugend. Es waren einige da, so wäre sie mir eigentlich nicht weiter
aufgefallen. Vertreter dieser Jugend, die nur die Suche nach diesen Geheimnissen
zum Lebensziel haben. Unwissend und zu naiv. Und in diesem Bereich, später als
Beute oder Opfer zu betrachten.