Unschuld im tiefen Wald

Wie die zarte Rose ihre Blütenblätter pellend offenbart, so nur bietest du zaghaft Dein Inneres an. Auf dass sich jemand Deiner Knospe vorsichtig nähere und ihr die Aufmerksamkeit schenkt, die sie alleine verdient. Denn so schüchtern du bist, genau so verletzlich bist Du auch. Deswegen nur, versteckt die Unschuld sich Read more…

Kreaturen des Innern

Die Wesen Deines Inneren, sie kennen Dich. Sie wissen um Dich und Deine Existenz. Und so urgewaltig wie sie auftreten, so klein und nichtig, sind sie nur ohne Dich. Du gibst Ihnen Macht. Du erschaffst sie. Du erfüllst sie alleine mit Leben.

Auf der einsamen Wanderung in das Innere, wirst Du sie treffen. Sie werden Dich nicht angreifen, nicht bedrohen. Sich nur zeigen als Manifest Deines Innern. Denn sie wollen gesehen und erkannt werden. Dies ist von Nöten, damit Du Dich selber vollkommen erkennst. Sie sind die Wanderer der Schablonen, die das Außen für Dich erschaffen hat. Die Spuren von Masken, die Du in der Welt trägst. Denn im Innern leben sie als Deine Rollen, unbewusst, nur ewig fort. (mehr …)

Die Kämpfer in den Schatten

Im Dickicht der eigenen Zweifel findet ein Kampf statt. Die Dämonen der Schwäche kichern geifernd über jedes gute Gefühl. Sie wispern und flüstern Worte des Selbstzweifels und kennen genau die Punkte, die berührt und aktiviert werden müssen. Augenscheinlich wird physisch kein Arm erhoben, aber rein im Gedanken findet die wildeste Schlacht hier statt. Die Krieger der eigenen Tiefe erheben sich, müde und doch nur kampfbereit. Sie tragen die Schwerter der Erfahrung, die Schilde der guten Erinnerung. Und sie reiten auf dem Ross der reinen Hoffnung. Es sind nur Einzelne, die das Königreich des Selbstes gegen die Übermacht der Dämonen verteidigen. Und doch, da geben sie einfach nicht auf. Egal, welche Wunde man ihnen auch zufügt. Sie sind übersät mit Narben eines harten Lebens und doch geben sie niemals auf. Im Schrei der eigenen Verzweiflung stürmen sie vorwärts. Sie können und wollen nicht glauben, dass die Dunkelheit obsiegen soll. So stellen sie sich dem Kampf. Immer und immer wieder. Und anders als die Dämonen, die jedes Mal neu erstehen, stehen sie für sich selbst als auch für das Reich des eigenen Inneren. (mehr …)

Die Macht der Stille

Lärm, egal welches Ursprungs, beherbergt die ureigene Macht, uns abzulenken. Uns mit gewaltiger Macht zu umspülen, wegzuspülen, von dem leisen Zentrum unseres eigenen Innern. Denn jeder Ton, ob nun fremd oder von uns selbst ausgelöst, gleicht dem ersten Stein einer Lawine. Einmal losgetreten, folgt die Resonanz in uns selbst als auch in Fremdkörpern. Andere Menschen, die unsere „Laute“ auffangen und drauf reagieren. Ein gesundes Miteinander, ein Austausch der Kommunikation genannt wird. Falsch ist daran nichts, denn so sind wir nun mal erschaffen worden. Im Austausch, in eben der Kommunikation, bilden wir uns weiter. Erhalten Gedankenanregungen, Ideen oder Anstöße, die wieder kleinste Explosionen in unserem Innern hervorrufen und sich so neue Konstrukte an Vorstellungen, Träume und Visionen bilden können. Wie der besagte Stein in den See geworfen wird und Schwingungen auslöst, die sich über die ganze Oberfläche ziehen, genau so wirkt ein Ton, ein Augenblick des Sehens, des Fühlens, fremder Herkunft. Er verzerrt das klare Selbstbild, da Einflüsse das Gesamtbild umformen und nur noch unklar erkennen lassen, was nur wir alleine sind. (mehr …)