Wir bewegen uns in der Masse und sind doch unerkannt. Ein Gesicht unter Vielen, ein Schicksal nur unter Tausenden. Es strömt die Straßen entlang. Unendliche Seelen, die all ihren Gedanken nachhängen. Und jede einzelne Idee, die die Sekunde so gebiert, hat ihre eigene Wertigkeit. Es muss genau so sein, wie es nun mal einmal ist. Ob wir in der Masse baden, oder in der Einsamkeit im Innern verewigt durch sie hindurcheilen, gefangen im eigenen Schicksal der verhangenen Seele. Es ist dunkel, es ist hell. Phasenweise färbt sich unser Leben nun mal einmal ein. Wir können es nicht ändern, nur manchmal ertragen, manchmal hinnehmen und manchmal einfach nur aushalten.

Wir bekommen alles zu eigener Zeit in diesem Leben serviert. Mal ist es schön und schickt uns auf Höheflüge weit ab an den Horizont eines Himmels. Ein anderes Mal ist es die dunkle Hölle, die uns in Trauer und auch Selbstmitleid am Grund der Seele kettet. Wann wir Eines oder das Andere bekommen, können wir uns selten nur aussuchen. Das Leben und das Schicksal, es spielt mit uns. Wie Marionetten werden wir durch die Zufälle gesteuert und bekommen Erlösung als auch Verdammung zu eigener Zeit präsentiert.

So fühlen wir uns oft fremdgesteuert. Manipuliert. Hin und hergeschickt durch die Trubel eines Lebens. Ohnmächtig können und dürfen wir beobachten, was uns diesmal wieder begegnen wird. Und so sehr wir uns auch wehren wollen, wir können es nicht. Nur schweigend hinnehmen, was wir da geliefert bekommen.

Spielbälle höherer Mächte, so scheinen wir zu sein. Manchmal ist es unfair und selten auch gerecht. Im Blick auf das Ganze erhält es sogar manchen Sinn. Denn wir erst viel später verstehen dürfen. Wir aber wandern weiter in der Masse an Menschen über den Spielball einer Welt. Auf der Bühne des Lebens tragen wir unsere Masken, um die Schwere unserer Last vor Anderen zu verstecken. Aber manchmal auch, wenn ein Jemand uns auf unserem Lebensweg begleitet, teilen wir das Gepäck des Lebens mit ihm. Und manchmal sogar, wird es leichter dadurch.


Nismion LeVieth

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.

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