Kein Bereich wird so breitgetreten, wie der Narzissmus. Sicher haben die meisten wenigstens schon beiläufig gehört, dass es den positiven Narzissmus gibt. Die negative Bedeutung ist sicher auch den Meisten schon ein Begriff.

Aber wann wird aus positiven Narzissmus die narzistische Persönlichkeitsstörung?

Wann wird es zur Krankheit, die einen Psychiater Besuch unabdingbar macht?

Und wieso besteht bei der Erkrankung ebenso eine Suizidgefahr, wie bei vielen anderen? Das grandiose Ich Gefühl sollte das doch verhindern? Oder ist das gerade einer der Auslöser.

Aber der Reihe nach. Antworten bekommen Sie.

Dafür stehe ich mit meinem Namen. Fangen wir an.

 

Wer also war Narziss ( man beachte die Schreibweise, ein häufiger Fehler, es heisst Narzissmus nicht Narzismus)?

Hier ein paar übersetzte Auszüge von Ovid Metarmophoses – 5. Narcissus und Echo (3,339 – 510)

Die Übersetzung ist von Gottwein.

Ich ziehe Ihnen nur einige Textpassagen heraus, die für das Verständnis des Mythos um Narzissus interessant sind. Wer den ganzen Text lesen will, folge meinem Link. Aber Achtung, ist etwas komplizierter und schwerer zu verstehen, als mein eigenes verqueres Geschreibsel. ,-)

dumque sitim sedare cupit, sitis altera crevit,dumque bibit, visae correptus imagine formaespem sine corpore amat, corpus putat esse, quod umbra est.

adstupet ipse sibi vultuque inmotus eodem

haeret, ut e Pario formatum marmore signum;

Während den Durst zu löschen er strebt, wird anderer Durst wach;Denn im Trinken vom Schein des gesehenen Bildes bezaubert,Liebt er einen Wahn: er hält für Körper, was Schatten.

Sich anstaunt er selbst, und starr mit dem selbigen Blicke

Ist er gebannt wie ein Bild aus parischem Marmor gefertigt;

420

spectat humi positus geminum, sua lumina, siduset dignos Baccho, dignos et Apolline crinesinpubesque genas et eburnea colla decusque

oris et in niveo mixtum candore ruborem,

cunctaque miratur, quibus est mirabilis ipse:

Liegend betrachtet er stets gleichwie zwei Sterne die Augen,Schaut mit Entzücken das Haar, das Apollons würdig und Bacchus’,Schaut den elfenen Hals und die Glätte der bartlosen Wangen

Und des Antlitzes Reiz und in schneeiger Weiße die Röte;

Alles bewundert er selbst, was wert ihn macht der Bewundrung;

425

se cupit inprudens et, qui probat, ipse probatur,dumque petit, petitur, pariterque accendit et ardet.inrita fallaci quotiens dedit oscula fonti,

in mediis quotiens visum captantia collum

bracchia mersit aquis nec se deprendit in illis!

Sich ersehnt er betört; der preist, wird selber gepriesen,Der da strebet, erstrebt, und zugleich entzündet und brennt er.Wie oft naht er umsonst mit Küssen der trügenden Quelle!

Wie oft mitten hinein, den gesehenen Hals zu ergreifen,

Taucht er die Arm’ in die Flut und fasst sich nicht in den Wellen!

430

quid videat, nescit; sed quod videt, uritur illo,atque oculos idem, qui decipit, incitat error.credule, quid frustra simulacra fugacia captas?

quod petis, est nusquam; quod amas, avertere, perdes!

ista repercussae, quam cernis, imaginis umbra est:

Unkund, was er erblickt, glüht für das Erblickte der Jüngling:Der sein Auge betrügt, der Wahn auch hält es gefesselt.Was, Leichtgläubiger, strebst du vergebens nach flüchtigem Scheinbild?

Nirgends ist, was du begehrst; sieh weg, und es flieht das Geliebte;

Schatten ist, was du gewahrst, vom widergespiegelten Bilde!

Mal verständlich zusammengefasst ist der Handlungsstrang solcher:

Narzissus verschmäht die ihn anbetende Echo, diese “verflucht” ihn darauf. Ihr Wunsch wird erhört und Narzissus verliebt sich in seine Spiegelbild.

385

perstat et alternae deceptus imagine vocis‘huc coeamus’ ait, nullique libentius umquamresponsura sono ‘coeamus’ rettulit Echo

et verbis favet ipsa suis egressaque silva

ibat, ut iniceret sperato bracchia collo;

Jetzt? bleibet er stehn; getäuscht von des Zweigesprächs Bilde,Sagt er: “Vereinen wir uns!” und Echo, die keinem der TöneAntwort gäbe so gern, lässt: “Einen wir uns!” sich vernehmen,

Und sie selber entzückt ihr Wort, und sie tritt aus dem Walde,

Um den ersehneten Hals die liebenden Arme zu schlingen.

390

ille fugit fugiensque ‘manus conplexibus aufer!ante’ ait ‘emoriar, quam sit tibi copia nostri’;rettulit illa nihil nisi ’sit tibi copia nostri!’

spreta latet silvis pudibundaque frondibus ora

protegit et solis ex illo vivit in antris;

Aber er flieht und entreißet im Fliehn der Umschlingung die Hände:“Eher”, so ruft er, “den Tod, als dass du mir nahtest in Liebe!”Echo erwiderte nichts denn: “Dass du mir nahtest in Liebe!”

Sie, die Verschmähte, birgt sich im Wald, mit Laub das verschämte

Antlitz deckend, und lebt fortan in entlegenen Höhlen.

395

sed tamen haeret amor crescitque dolore repulsae;extenuant vigiles corpus miserabile curaeadducitque cutem macies et in aera sucus

corporis omnis abit; vox tantum atque ossa supersunt:

vox manet, ossa ferunt lapidis traxisse figuram.

Aber die Liebe verbleibt und wächst vom Schmerz der Verachtung.Wachende Sorge verzehrt den kläglich vergehenden Körper;Siechtum macht einschrumpfen die Haut, und die Säfte des Leibes

Schwinden gesamt in die Luft. Nur Stimme ist übrig und Knochen.

Stimme verbleibt; zu Gestein – so sagen sie – wurden die Knochen.

400

inde latet silvis nulloque in monte videtur,omnibus auditur: sonus est, qui vivit in illa.Sic hanc, sic alias undis aut montibus ortas

luserat hic nymphas, sic coetus ante viriles;

inde manus aliquis despectus ad aethera tollens

Seitdem birgt sie der Wald, und nie im Gebirge gesehen,Wird sie von allen gehört. Als Schall nur lebt sie beständig.So war diese von ihm, so andere Nymphen der Wellen

Oder der Berge verhöhnt, so früher die männliche Scharen.

Endlich die Hände gestreckt zum Himmel begann ein Verschmähter

405

’sic amet ipse licet, sic non potiatur amato!’dixerat: adsensit precibus Rhamnusia iustis. “So mag lieben er selbst, so nie das Geliebte besitzen!”Seinem gerechten Gebet stimmt zu die rhamnusische Göttin.

Natürlich endet das im Tode unseres Helden, der draufhin über den Tod hinaus verflucht zu sein scheint.

500

‘heu frustra dilecte puer!’ totidemque remisitverba locus, dictoque vale ‘vale’ inquit et Echo.ille caput viridi fessum submisit in herba,

lumina mors clausit domini mirantia formam:

tum quoque se, postquam est inferna sede receptus,

“Ach, du Knabe, geliebt umsonst”, – gleich viele der WorteHallte der Ort – “leb wohl!” “Leb wohl!” auch redete Echo.Kraftlos ließ er das Haupt nun sinken auf grünendem Rasen;

Tod umnachtet den Blick, der bewundert des Blickenden Schönheit.

Da auch noch, wie er längst dem Reich der Toten gehörte,

505

in Stygia spectabat aqua. planxere sororesnaides et sectos fratri posuere capillos,planxerunt dryades; plangentibus adsonat Echo.

iamque rogum quassasque faces feretrumque parabant:

nusquam corpus erat; croceum pro corpore florem

Schaut er sich selbst in der stygischen Flut. Die Naiaden, die Schwestern,Trauern und weihen dem Bruder vom Haupt Haarlocken; es trauernAuch die Dryaden um ihn: beistimmt den Trauernden Echo.

Scheiter besorgte man schon und schwingende Fackel und Bahre:

Da war nirgends der Leib. Für den Leib ist sichtbar ein Blümlein

510
inveniunt foliis medium cingentibus albis. Safrangelb, um die Mitte besetzt mit schneeigen Blättern.

So viel zu dem Mythos im Hintergrund. Was zeigen uns aber diese Auszüge schon? Im Narzissmus dreht es sich um die Liebe zum eigenen Körper, dem eigenen Selbst. Wird es so übersteigert wie bei Narzissus, der zu seiner Entschuldigung immerhin einen Fluch als Ausrede hat, so geht das in den Bereich der psychischen Krankheiten.

Was ist also der positive Narzissmus? Sollten Sie jetzt denken, dass Sie ihn nicht besitzen, so muss ich Sie leider enttäuschen, jeder Mensch besitzt ihn. Er ist die Quelle für unser Selbstbewusstsein, das Wissen um die eigenen Stärken. Ganz einfach formuliert, kein Chef würde seine Position behalten, wenn er nicht wenigstens eine narzistische Veranlagung hat. Er weiss, wo es lang geht und trifft Entscheidungen, da er weiss er kann sich auf sich verlassen und seine Intelligenz steigt ihm zur Hilfe. Er diskutiert nicht, er sagt wo es lang geht.

Positiver Narzissmus ist einfach formuliert ein gesundes Wissen um die eigenen Stärken, ein gesundes Verhältnis zum eigenen Selbst und auch Selbstliebe. Ja, gucken Sie mich nicht so vorwurfsvoll an. Auch Selbstliebe.

Hier ein Zitat von Arbeitsblätter.stangl-taller zum Thema Selbstliebe:

Selbstliebe ist das uneingeschränkte Annehmen seiner selbst in Form einer bedingungslosen Liebe und ist eine wichtige Voraussetzung für die Beziehungen zu anderen Menschen und zur Welt. Selbstliebe lässt sich auch klar vom Egoismus oder Narzissmus abgrenzen, denn während ein Egoist nur an sich selbst denkt und dabei über Leichen geht, ist ein sich selbst liebender Mensch stets darum bemüht, sein Ich, seine Wünsche und Bedürfnisse mit seinem Umfeld in Einklang zu bringen.

Wieder mal verständlich formuliert. Können Sie sich nicht selber lieben, können Sie auch niemanden anders lieben. Ein gesundes Wissen um das eigene Selbst ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Objekt – Beziehung jegwelcher Art auch immer.

Nächstenliebe, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, das können Sie getrost in die Tonne kloppen, wenn keine Selbstliebe existiert, da es dann nur Mittel zum Zweck ist und auf ausbeuterische Weise benutzt wird.

Aber weiter im Text. Wenn es also gesund ist, sich selber zu lieben. Wo ist denn dabei die mögliche Krankheit?

Wie bei vielen Dingen liegt das Augenmerk auf der Dosierung. Übersteigerte Selbstliebe, der jede Grundlage fehlt, die dazu führt, dass das eigene Selbst über die Personen im Umfeld gestellt wird, dass eine grandiose Besonderheit empfunden wird, schon alleine durch die bloße Existenz, ist krankhaft.

Zur Persönlichkeitsstörung wird es, wenn krankhaft versucht wird, dieses grandiose Gefühl beizubehalten, in dem andere Menschn runtergemacht werden. Ergo: Um so kleiner die Menschen in der Umgebung, um so größer die eigene Person.

Die ganze Persönlichkeit ist von dieser Sucht nach Eigenliebe so infiziert, dass kein anderes Wissen mehr möglich ist, außer es bestätigt wieder Überlegenheit. Alles was getan und gedacht wird, ist darauf ausgelegt, diese Grandiosität beizubehalten und zu stärken.

Dem Individuum ist dies aber nicht bewusst. Es ist nicht zur Einsicht fähig, denn das bedroht verständlicherweise das gesamte Selbstbild. Wird es aber gezwungen das einzusehen, so ist ein Absturz vorprogrammiert. Das ganze System stürzt ein. Erzwungene Einsicht könnte z.B. das Scheitern der Ehe sein, eine Frau verlässt diese erkrankte Person, die das nicht versteht. Wird sie gezwungen nachzudenken, erkennt sie möglicherweise, dass da etwas nicht stimmt, vielleicht aus Liebe, anfangs möglicherweise nur eine Ahnung, so fängt das Selbstbild an zu bröckeln. Sie mögen das für eine gute Entwicklung halten, aber das birgt grosse Gefahr.

Diese Person ist nicht ohne Grund so, es liegen ein paar Entwicklungstufen in der Vergangenheit, die das herbeigeführt haben. Sieht die narzistische Person jetzt, dass das eigene Selbstbild nur auf Lügen und Trug aufgebaut ist. Erkennt sie, wie sie alles manipuliert, ausnutzt, jeden Menschen automatisch um den Finger dreht, so ist die ganze Persönlichkeitstsruktur in Gefahr. Ein gemächliches Lernen, z. B. in psychologischer Begleitung, über den wirklichen Wert der eigenen Person, das naturelle Verstehen der eigenen Stärken und auch Schwächen, kann über Jahre hinaus die Gesundung herbeiführen. Wobei dies aber ein sehr schwerer Prozess ist, der viel Willen und Verständnis, auch von der Umwelt erfordert.

Rapides Erkennen der Wirklichkeit außerhalb der narzistischen Persönlichkeit hat zur Folge, dass die Persönlichkeit nicht mit dieser Wirklichkeit umgehen kann. Das eigene Selbst, dass eigentlich arm, schwächlich hinter der Maske der Grandiosität verborgen liegt, liegt offen und ist vom Erkrankten fühl und wahrnehmbar. Die Folge? Die tiefsten Depressionen, Selbstmordversuche, da das nicht vereinbar ist mit der ganzen Struktur.

Wenn das überlebt wird, so erfolgt zwangsweise früher oder später eine Einweisung in eine psychatrische Heilanstalt.

Nicht schlecht, möge man denken, könnte der Person doch endlich geholfen werden. Aber die Gefahr darin ist, dass der Aufenthalt dort eher zur Folge hat, dass die narzistische PS wieder in ihr altes Muster zurückfällt als endlich Richtung Heilung zu gehen.

Warum?

Menschen in ihren Krisenmomenten, die den letzten Schritt gehen wollen, es unter Umständen schon gemacht habe, denen jeder Sinn im Leben abhanden gekommen ist, fehlt es an Selbstbewusstsein. Ihr Selbst ist aus was für Umständen auch immer so weit, dass es nicht mehr funktioniert.

Wie begegnen Psychologen solchen Persönlichkeiten in der Klinik? Man bedenke, diese haben die Verantwortung dafür zu sorgen, dass der Erkrankte schnellstmöglich wieder herauskommt, sei es die Klinikleitung, die ihnen im Nacken sitzt, die Krankenkasse, die hinterherhängt, wie lange das noch dauert. Längerer Aufenthalt höhere Kosten für die Krankenkasse. Andererseits müssen die Psychologen aber auch dafür sorgen, dass so eine Persönlichkeit wieder stark genug wird, dass sie draussen wieder Fuss fassen kann, mit oder ohne Therapie, Psychopharmaka, und nicht einen Suizidversuch unternimmt, der diesmal “erfolgreich” ist.

Welche Schiene fahren die meisten Psychologen also? Sie versuchen dem Verzweifelten die eigenen Stärken aufzuzeigen. Das verletzte, zerstörte Selbstbewusstsein wieder aufzubauen.

Und genau da liegt der Hund begraben.

Dem selbstmordgefährdeten Narzisten wird an seinem Ego gekitzelt, genau da, wo es ihm gut tut, wo er es gewohnt ist. Eine überraschende Heilung setzt ein, der Erkrankte wird wieder selbstbewusst, wieder charmant, durch das wieder aktivierte Krankheitsbild erhält er seine Abwehrmechanismen zurück und wickelt sehr wahrscheinlich alle um den Finger. Und er verlässt die Klinik, mit dem Rat zur Therapie. Das wird er natürlcih nicht. Und der Narzist steht wieder bis zur nächsten Krise, die nicht mehr so leicht stattfinden wird, denn nochmal passiert nicht genau das gleiche wie vorher.

Die Diagnose aus der Klinik. Es hätte erkannt werden können als narzistische Persönlichkeitsstörung. Sicher, aber so einfach ist das nicht. Man denke an die rasche Heilung. Da schließt ein Psychologe eher auf eine depressive Phase aufgrund der Trennung. Aber entscheidend ist der Faktor der Abwehrmechanismen. Ein Narzist kann Rollen annehmen, bewusst oder unbewusst, um sich selber zu schützen, das Selbst.

Er wird dem Psychologen eine Heilung wie aus dem Bilderbuch, den Lehrbüchern vorspielen. Warum das nicht auffällt? Weil es echt ist. Der Erkrankte vollzieht diese Heilung wirklich, wenn er auch eigentlich nicht daran erkrankt ist. Er glaubt daran und fühlt es authentisch. Aber in Wirklichkeit ist es nicht real.

Hier noch die Diagnose-Kriterien nach ICD – 10 Zitat vom geliebten Wikipedia:

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 nur unter der Rubrik Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (F 60.8) aufgeführt, jedoch nicht weiter charakterisiert, obwohl sie als Persönlichkeitsdiagnose häufig gebraucht wird.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

A. Die allgemeinen Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung (F60) müssen erfüllt sein.

B. Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen vorhanden sein:

(Anmerkung des Übersetzers: Die folgende Auflistung entspricht im englischen Original (bis auf allergeringste Abweichungen) wörtlich dem entsprechenden Text der DSM-IV.

  1. hat ein grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit (übertreibt etwa Leistungen und Talente, erwartet ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden)
  2. ist stark eingenommen von Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Brillanz, Schönheit oder idealer Liebe
  3. glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder hochgestellten Menschen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder mit diesen verkehren zu müssen
  4. benötigt exzessive Bewunderung
  5. legt ein Anspruchsdenken an den Tag, d. h. hat übertriebene Erwartungen auf eine besonders günstige Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen
  6. ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, d. h. zieht Nutzen aus Anderen, um eigene Ziele zu erreichen
  7. zeigt einen Mangel an Empathie: ist nicht bereit, die Gefühle oder Bedürfnisse anderer zu erkennen / anzuerkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren
  8. ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn / sie
  9. zeigt arrogante, hochmütige Verhaltensweisen oder Ansichten

Und hier ein Zitat von psychosoziale Gesundheit:

Gott-Vater verzeiht – ein Narzisst nie…

Narzissten pochen nicht nur unverbesserlich auf ihr Recht, sie können auch Kränkungen nur schwer verzeihen, falls überhaupt.

Tatsächlich können auch psychologische Persönlichkeitstests beweisen, dass Narzissten nicht nur schneller als andere beleidigt oder gekränkt sind, sondern in der Tat auch nicht verzeihen können. Unabhängig von der Schwere des Unrechts und davon, ob sich die „Täter“ entschuldigen, bleiben sie meist unversöhnlich.

Und wenn sie verzeihen, dann nur unter der Bedingung der Wiedergutmachung: Das ihnen angetane Unrecht muss in irgendeiner Form vergolten werden. Für sie steht das eigene „Recht“ im Vordergrund. Zwischenmenschliche Kompromisse, Respekt für den anderen, Loyalität oder Fairness sind nicht ihre Sache. Sie sind nicht bereit, den „Tätern“ ihre Schuld „einfach so zu erlassen“.

Dass sie sich damit selber den größten Schaden zufügen, zeigt die psychosomatische Stress-Forschung. Sie hat nachgewiesen, dass Feindseligkeit und Nicht-verzeihen-Können nicht nur anstrengend, sondern auch auf der seelischen Schiene schließlich organisch riskant bis gefährlich sind, vor allem für Herz-Kreislauf und seelische Stabilität. Verzeihen dagegen entlastet.

Aus A. Huber (PSYCHOLOGIE HEUTE 8 (2005) 17. Die Untersuchungen der Sozialpsychologen R. Baummeister u. Mitarbeiter zitierend, z. B. im Journal of Personality and Social Psychology 6/2004).

In wie weit unsere moderne Zeit jetzt die Entwicklung solcher Persönlichkeiten fördert, sei einfach mal dahin gestellt. Fakt ist, dass dazu erzogen wird, sich selber nach Leistung, Stellung, Vermögen zu bewerten und auch wertzuschätzen. Aber dies hat nichts mit dem realen Wert einer Person zu tun. Die Erziehung, das Anspruchsdenken der Eltern, der Leistungsdruck unter dem Heranwachsende immer früher stehen ist sicher mit ausschlaggebend für die Entwicklung solch einer “erkrankten” Persönlichkeit. Nichtsdestotrotz kann man solchen Persönlichkeiten eine steile Karriere hervorsagen, wenn sie auch als “Chefs” nicht unbedingt die angenehmsten sein mögen, so lange nicht die Gefahr einer Krise besteht sind sie charmant, bestimmend und sie wanken nicht, auch in schwierigen Phasen.

Und irgendwer muss ja die Rolle des “Arschlochs” übernehmen.

Wie dem auch sei. Wenigstens am Rande möchte ich noch auf den direkten Zusammenhang von Borderline und Narzissmus hinweisen. Darauf eingehen werde ich in einem extra Artikel, da das hier wahrscheinlich den Rahmen sprengt.

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."