Guter Mensch – Böser Mensch. Sehr leichtfertig urteilen die Menschen über andere. Aber lassen sich Menschen wirklich so einfach einteilen, eingrenzen und in einen Rahmen packen? Man weiss nie alles über einen Anderen. Und sagt so ein vorschnelles Urteil nicht eher etwas über den Urteilenden aus? Lässt sich nicht eher er selber in die Aufteilung packen, wenn er so vorschnell bereit ist, Chancen zu verbauen und abzuurteilen?

Das Urteil
Menschen machen das wirklich sehr gerne und oft. Mal eben schnell geurteilt und in eine Schiene, Schublade gepackt, aus der Derjenige dann nur noch mit Mühe herauskommt. Wenn denn überhaupt. Meine rheorische Frage ist dazu einfach:

Muss das wirklich immer sein? Kann man nicht einfach akzeptieren, wie jemand ist, ohne ihn vollkommen einschätzen zu müssen? Schubladendenken vereinfacht und macht es leicht, nicht hinter die Schale des Äußeren zu gucken. Und da Menschen nun mal immer das leichteste, das offensichtlichste annehmen und schlucken, so ist es wohl verständlich. Aber akzeptieren kann ich es persönlich nicht.

Der böse Mensch
Sage ich über jemanden, dass er ein böser Mensch ist. So setze ich doch voraus, dass alles was er tut, nur mit Hintergedanken geschieht. Mit dem immer währenden Blick auf den eigenen Nutzen. Im Grunde genommen geht diese Aufteilung noch dahingehend weiter, dass sie sagt, dass jemand vom Kern her böse, verdorben und der Verdamnis anheim gefallen ist. Und wie urteilt man? Von einem momentanen Verhalten ausgehend? Von einer Entscheidung ausgehend? Urteilen sollte man aber nur objektiv, normalerweise geschieht das aber zutiefst emotional. Und damit ist eigentlich so ein Urteil wertlos. Aber trotzdem sehr mächtig.

Der gute Mensch
Er tut einfach nur gutes. Alles was er anpackt, für sein Umfeld tut und weitergibt ist auch nur dafür da. Er will helfen und unterstützen. Seine Worte, seine Gedanken mögen Rein sein. Aber ist das wirklich so? Nach meinem Empfinden würde ich keinen, der sich so verhält als guten Menschen abstempeln. Ist es nicht eher so, dass wer auch Böses tun kann, es aber nicht tut, sondern dieses Potential für etwas Gutes nutzt, wirklich ein guter Mensch ist? Wer sich nie entscheiden musste, immer gutgläubig durchs Leben läuft, ohne sich den Dämonen stellen zu müssen und daraufhin nur Gutes sieht und tut, ist für mich nicht gut, sondern eigentlich bemitleidenswert. Ohne Böses gibt es nichts Gutes und auch andersherum.

Die zwei Seiten des Menschen
Jeder Mensch ist gut und auch böse. Es ist eine Farce, wenn man fähig ist, so über einen Menschen zu richten und ihm einen eigenen Stempel aufzudrücken. Es sind die Entscheidungen und der Lebensweg, die eine einzige Sache zu gutem oder bösen machen. Von Außen kann ich so etwas aber nie und nimmer sehen und bewerten.

Ein Diebstahl um das Leben einer Tochter zu retten ist moralisch ganz sicher fragwürdig, als Beispiel ein Banküberfall. Sagen wir es die Tochter hat eine Krankheit, dessen Heilung er nicht anders bezahlen kann und unter Zeitdruck entscheidet er so.

Und auch die Gerichtsbarkeit wird ihr eigenes Urteil darüber fällen, das ist klar. Aber ist dieser Mensch nicht ein bewusstes Risiko eingegangen, um ein Anderes zu retten? Stirbt die Tochter und er kommt Jahre später aus dem Gefängnis, ist er verrufen. Ein Ex-Sträfling, den man meidet und der auf seine eigene Weise gefährlich scheint. Ganz sicher wird er als böser Mensch betitelt. Zu diesem Zeitpunkt. Nach einmal lebenslänglich.

Die harte Wahrheit?

Niemand würde auch nur nachfragen, warum er es getan hat. Und würde man es, so würde man nicken, Mitleid heucheln, es aber nicht ernst nehmen. Das Urteil böser Mensch würde bestehen bleiben, das Brandmal der Schande, des Versagens weiter existent.

Und für genau diesen Umstand ist mir die Welt wirklich all zu oft zu wieder. Muss ich ganz einfach mal so sagen. Menschen sind so oberflächlich und desinteressiert, solange es ihnen keinen Vorteil bringt. Immer darauf bedacht, ihr eigenes Wohl über das der Anderen zu stellen, dem Kleinbürgertum immer mehr Platz einzuräumen. Unterhaltung ja, Denken, bitte nicht. Wozu auch?

Die Chance
Ich denke und halte es auch so, bin ich wahrscheinlich leider naiv oder glaube zu sehr an das Gute im Innern. Jeder Mensch hat immer wieder eine Chance verdient. Und egal wie oft, ich bin immer bereit es noch einmal zu versuchen. Natürlich irgendwann mit Vorbehalten, aber die versuche ich dann persönlich unter Kontrolle zu halten. Ich weiss doch selber, wie oft man Fehler macht, die einfach nur aus falschen Entscheidungen und Meinungen getroffen wurden. Einen Moment später kann doch alles anders aussehen.

Nun gibt es noch eine Sparte, die wir hier berühren müssen. Die der Verbrecher, wenn wir sie mal so nennen. Die wirklichen Mörder, vielleicht auch Sexualstraftäter. Ich sage, auch die sind nicht böse. Ich würde mich nicht mit ihnen umgeben, als Freunde halten. Aber auch niemals über sie urteilen. Es gibt für alles einen Grund. Und wer versucht den zu verstehen, auch hinter das Offensichtliche zu gucken, hinter die Schale eines Menschen, der muss einfach sehen, dass jeder Mensch nun auch mal eine Seele hat. Einen guten Kern. Für alles gibt es eine Erklärung, ein Muster, einen Weg, der einen Mensch hat so werden lassen.

Aber deswegen böse?

So einfach ist das nicht. Und wechselt so einer die Richtung, kämpft gegen das an, was er machen will oder sonst tut, sucht sich Hilfe, dann sage ich nur eines dazu. Dieser Mensch ist ein besserer Mensch als der Normalbürger, der Sonntags seine Spende in den Kollekte Korb wirft, einen Beitrag seines Gehaltes spendet und sich sonst einen Dreck um die Menschen da draussen schert. Bei der Hungersnot auf der Welt sich seinen Burger in den Mund stopft, während die Bilder der Hungernden über den Bildschirm flackern. Man kann nicht allen helfen, sogar fast keinem, wenn die Reichweite begrenzt ist, aber man könnte wenigstens versuchen es zu verstehen? Nicht zu urteilen? Chancen zu geben? Denn das würde ein Mensch tun, der gut ist, wenn wir schon dabei sind. Und heisst das Urteil, dass jemand Böse ist, nicht auch im Gegenzug, dass ich es nicht bin? Aber ich verhalte mich nicht so, wie ich es selber annehme? Was bin ich dann? Arrogant, selbstüberzeugt und egoistisch? Und das ist gut?

Fazit
Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich Menschen sehe, wie sie vorschnell urteilen. Würde all zu oft gerne dann dahin gehen und denen die Meinung geigen, darauf stoßen, was das über sie selber aussagt. Aber erstens habe ich einen Ruf zu wahren, gerade auf der Arbeit und zweitens kenne ich die Wahrheit. Nämlich, dass es nicht interessiert und wenn doch wird man es nicht verstehen, es nicht wollen, da es bedeutet, die Augen aufzumachen.

Welt, Mensch, was machst Du nur mit Deiner eigenen Spezies?

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Categories: Psychologie

Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."