Entscheidung – Die ewige Qual

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Sie müssen Sich entscheiden. Sie gehen in das Internet, vielleicht finden Sie dort einen Rat? Eine Hilfe, welchen Weg Sie einschlagen sollen?

Worum geht es? Um die Liebe? Um einen Job? Um die ach so wichtigen Finanzen?

Sie suchen nach einem Wegweiser. Jemand soll Ihnen den Weg zeigen.

Vielleicht sind sie verzweifelt? Hilflos? Verloren? Oder gar nichts von dem.

Was werden Sie finden? Internetseiten mit Weisheiten.

Manche philosophischer Natur, andere mit religiösem Hintergrund und viele, viel zu viele mit finanziellen Hintergedanken.

Diese versuchen ihre momentane Schwäche auszunutzen. Unter den Suchbegriffen, wo Sie gesucht haben, haben Sie sich fest verankert.

 

“Ein Borderline Forum? Selbsthilfe? Das was ich suche? Skill-Training?” Aber bitte anmelden und einen Beitrag bezahlen.

“Geldprobleme? Reich werden?” Hier das kostenlose E-Book. Später sieht man das es nur eine Leseprobe war, das ganze kostet vlcht 19,90 Euro. Jetzt noch, in zehn Minuten 29 Euro.

Aber wir wissen ja, fast alle machen etwas nur mit finanziellen Hintergedanken. Die Meisten, leider.

Sie suchen also. Was Sie suchen, wissen Sie eigentlich noch gar nicht. Sie sind verunsichert, eine Anregung, ein Gedankengang, der Sie vielleicht berührt, weiterbringt. Irgendetwas, was Ihnen die Entscheidung erleichtert.

Sie haben diese Suchbegriffe eingegeben. Dadurch war Ihre Suche schon vorbestimmt, durch Sie selber. Natürlich unbewusst. Sie selber haben sich schon das Endergebnis festgelegt.

Ein Bsp.:

Trennung, Scheidung, Entscheidung.

Liebe, Entscheidung.

Job, Entscheidung.

Liebe, Entscheidung.

Während Sie dieses eingegeben haben, haben Sie sich unbewusst schon entschieden, was Sie am Ende finden möchten. Sie wissen es noch nicht klar im Verstand, aber die Emotionen, die Sie leiten, haben die Kontrolle übernommen.

Sie sind enttäuscht, unsicher, verletzt? Wollen es noch nicht zugeben, vor sich selber?

Am Ende Ihrer Suche werden Sie es müssen. Denn Sie werden es sein.

Sie suchen nach Hoffnung, wollen nicht aufgeben? Die Suchergebnisse werden Ihnen dies ermöglichen.

Was glauben Sie, wer entscheidet, auf welche Suchergebnisse sie klicken? Wonach Sie Worte rausfiltern, Andere überhaupt nicht sehen?

Ihr Verstand alleine? Ihre Intelligenz? Aber höchstens zu 50 %, wenn nicht noch weniger. Wir sind emotionsgesteuerte Wesen. Und die Emotionen können wir nicht steuern. Also sind wir fremdgesteuert von unseren eigenen Gefühlen?

Fast schon paradox und ironisch.

Sicher, unterdrücken, blockieren, aber Emotionen finden immer einen Weg nach draußen. So oder so.

Ist dies eine These, die ich aufstelle? Ist es unglaublich?

Dann wäre es ja gar nicht möglich frei im Internet zu suchen?

Was wir schreiben, auf was wir uns konzentrieren, wird nicht immer von unserem Bewusstsein gesteuert. Ein viel grösserer Teil kommt aus dem Bereich, den wir nicht direkt einsehen können.

Was man dagegen machen kann?

Lassen Sie sich nicht darauf ein. Wenn Sie etwas entscheiden müssen und Sie suchen Hilfestellung dazu, aus dem Internet z.B., dann verschreiben Sie sich nicht.

Schieben Sie es auf. Keine Entscheidung muss sofort getroffen werden. Suchen Sie an einem anderen Tag noch einmal. Das Internet läuft Ihnen nicht weg.

Und vielleicht sieht dann das Ergebnis anders aus? Und Sie entscheiden sich anders?

So haben Sie wenigstens die Möglichkeit, alles in Ruhe zu überdenken. Vor dem Bildschirm, ohne den Einfluss der Worte, die Ihnen eine Richtung vorweisen möchten, meistens aus Eigennutz.

Warum ich das schreibe?

Ich möchte, dass Sie lieber nach Innen blicken. Sie wissen doch schon längst, wie Sie sich entscheiden werden. Nicht bewusst.

Aber ich kann Ihnen eines versichern. Wie gross und überwältigend wichtig diese Entscheidung auch ist, Sie haben sie schon getroffen.

Jetzt kommt es nur darauf an, es sich selber einzugestehen. Ist es vielleicht unangenehm, nicht allgemein anerkannt, wird man Sie schief angucken, wird es keiner verstehen?

Nur Sie leben alleine mit sich selber, also machen Sie es sich nicht so schwer. Hören Sie auf sich. Tun Sie sich selber den Gefallen. Und da spielt es doch nicht wirklich eine Rolle, was unsere Zeit uns vorgibt, die Gesellschaft. Sie würden sich so wohl fühlen, besser? Dann tun Sie es. Oder wollen Sie es später, vlcht in zehn Jahren bereuen, da Sie es nie ausprobiert haben? Sie eine Entscheidung aus dem Kopf herausgebrochen haben, mit der Sie nun leben müssen? Ohne Rückkehrmöglichkeit?

Es wird so oft gesagt, und ich muss es auch wiederholen.

“Sie leben doch nur einmal. Also bitte, machen Sie es richtig, kosten Sie es aus. Irgendwann können Sie es nicht mehr.”

Was ich Ihnen gerne noch ans Herz legen würde:

Sie suchen etwas, vielleicht finden Sie es hier? Beim Eintauchen in meine kleinen und größeren Texte? Sie konzentrieren sich auf etwas Anderes und plötzlich wissen Sie Ihre Antwort? Möglich.

Oder es werden Ihnen Blickwinkel eröffnet, die Sie vorher nicht für möglich hielten? Auch nicht unmöglich.

Probieren Sie einfach alles aus. Sei es auf meiner Seite oder auch wo anders. Aber brechen Sie nie eine wichtige Entscheidung über das Knie. Das kann in die Hose gehen, aber gewaltig. Meine eigenen kleinen Ratschläge, vielleicht helfen Sie Ihnen?

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