Die Wahrheit der Gefühle – Psychiatrie Tagebuch

Emotionen sind eine Sprache, die wir nicht immer verstehen müssen aber oftmals wollen. Denn Gefühle üben eine Macht über uns aus, die uns als Wesen, die gerne selbstbestimmt handeln, nicht gefällt. Gefühle sprechen eine Wahrheit, die ungefiltert aus dem Innern nach Außen strömt. Sie übernimmt uns quasi manchmal und läßt uns etwas nach Außen transferieren, was wir lieber verstecken würden. Gefühle beherrschen die gleiche Kunst, wie Kinder. Sie sprechen immer die Wahrheit.

Und egal, ob uns das gefällt, ob wir es selber überhaupt verstehen, sie sind einfach immer da. Ich würde gerne ein Zitat aus Sense 8, einer Netflix Serie anbringen:

Gefühle müssen wir nicht verstehen, aber wir dürfen, wir können, wenn wir selber etwas über unser Inneres herausfinden wollen. Wie immer bei der Wahrheit, der tiefen Wahrheit ist es so, dass sie zuerst verschleiert erscheint, bis wir bewusst soweit sind, sie wirklich zu verstehen. Vorher können wir sie erahnen, erfühlen, aber niemals komplett verinnerlichen. Das tut dann eine Umwälzung, einer Feuerbrunst gleich, wenn sie uns läutert und auf neue Wege schickt, ob wir es wollen oder nicht. Wenn wir so weit sind, ist es ein Verrat an uns selber, einfach stehen zu bleiben, sich zusammen zu kauern und nicht die Portale neuer Möglichkeiten zu beschreiten, die sich uns eröffnen. Wenn man Potential hat, dann sollte man es auch nutzen, um zu sehen, wohin es einen führen wird.

Und Gefühle eben, sind Potential, das ein jeder Mensch besitzt. In einer Sprache sprechend, die man selber nicht unbedingt versteht. Aber das Besondere an Gefühlen ist auch, dass sie nicht verstanden werden müssen, um ihnen auf den Grund zu gehen. Man muss ihnen nur folgen und sehen, wohin sie einen führen wollen, inwiefern sie einen durch das Fühlen selber läutern wollen.

Author: Nismion LeVieth

Bruno T. Schelig alias Nismion LeVieth. Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann.

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