Dem Schreiben

Ohne Moral, der Begrenzung nur fremd,

nur der Zeilen an Schrift, an Blättern, gebunden,

so ist`s mit dem Schreiben,

der Wust an Worterei,

der Erfüllung einer Qual,

des Durstes niemals stillenden Hungers,

der antreibt, zwängt, formt,

kritzelnd im Tanze der webenden Finger,

des Geschichtes Traum,

des Gefühles Strophen,

hinaus,

darauf,

auf des Weißes Blank,

in einem Tone, die Welten zu malen mag.

Kämpfend, der Schlacht niemals müde,

dem Krieger, im Blutes Geschmier, sein Eisen,

dem Geplagten, den Geistern, des Denkens,

nur … das Reine an Zeilen.

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Author: Nismion LeVieth

Bruno T. Schelig alias Nismion LeVieth. Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann.

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