Er sprang auf das nächste Dach und konnte sich in letzter Sekunde am Kamin
festkrallen, bevor er gestürzt wäre. Kein angenehmes Missgeschick.
Vor allem, da es dem Anschein nach, sein letztes gewesen wäre. Es ging mehrere
hundert Meter in die Tiefe und endete dort auf Kopfsteinpflaster.
Er suchte sich einen festen Stand auf der Höhe des Schrägdaches und kauerte sich
hinter den Kamin. Ein Blick daran vorbei, noch waren sie nicht zu sehen.
Er ließ das Magazin aus der Waffe gleiten und schob ein Neues nach. Kurz den
Bolzen zurückgezogen und sie war wieder einsatzbereit. Er fühlte sich mit der Waffe
sicher. Aber er war sich auch im Klaren darüber, dass es nur Einbildung war.
Dieser ganze Auftrag war der größte Fehler seines Lebens gewesen.


Er sollte nur eine Gang auslöschen. Einen Anführer und 10 bis 20 Männer. Das hatte
man ihm gesagt. Es waren mehr als 20 gewesen. Aber das hatte ihn nicht gestört.
Er hatte schon weit größere Organisationen im Alleingang zerschlagen müssen.
Nicht ohne Grund war er der Beste. Seinen Namen flüsterte man nur hinter
vorgehaltener Hand. Wer ihn buchte, für den spielte Geld keine Rolle. Für jeden
Geheimdienst hatte er schon gearbeitet, im Deckmantel jeder Regierung. Aber das
hier? Das war anders.
Er hatte sie alle eliminiert. Ohne Zögern und ohne, dass man ihn auch nur bemerken
konnte. So weit war alles glatt gelaufen. Und auch, dass der Anführer ihm ins
Gesicht lachte, als er ihm eine Kugel zwischen die Augen schickte, war nicht
sonderlich seltsam. Er hatte Psychopathen und Soziopathen ind jeder Facette schon
gegenüber gestanden. Ihn konnte nichts mehr verblüffen.
Bis auf eines.
Sie standen alle wieder auf. Sie hatten sich wieder vom Boden erhoben und jagten
nun ihn. Er hatte nicht daneben geschossen. Bei keinem von ihnen. Viele hatte er
durch einen simplen Kopfschuss hingerichtet. Und doch erhoben sie sich wieder.
Er glaubte nicht an den Teufel. Nicht an Dämonen. Aber nach dem hier, sollte er das
vielleicht überdenken? Wenn er überlebte, hieß das.
Ein Geräusch und er fuhr herum. Sah nur einen Schatten und feuerte. Schlitternd
rutschte eine Leiche über den Dachgibel und stoppte. Er richtete sich ganz auf und
schickte noch ein paar Kugeln hinterher. Vielleicht half das ja? Er wandte sich ab,
fiel in den Lauf und sah in den Augenwinkeln, wie sie in Schatten um ihn
herumhüpften.
Sie spielten mit ihm. … Mit ihm.
Er zog auch die andere Baretta aus dem Halfter und feuerte in jede Bewegung, die er
erkennen konnte. Sie fielen ohne einen Laut. Er ließ die Pistolen fallen und zog die
MP von der Schulter. Er stoppte den Lauf und fuhr herum. Wie er erwartet hatte. Zu
viele, die ihm folgten und schneller als er, die Dächer überwanden. Er suchte festen
Stand und feuerte das ganze Magazin leer. Dann ein neues hinein und wo sich noch
etwas regte, wurde das Dach vom Kugelhagel zersplittert. Dann war es ruhig. Eine
Frage der Zeit, bis sich das ändern würde. Oder sie waren jetzt endgültig tot?
Kein Platz für Hoffnung. Das kostete Leben, wie er zu genau wusste.
Er erreichte das Ende des Daches. Griff unter die Jacke und löste noch während er
sie herausholte die Sicherungsbügel. Noch bevor die Eisenstifte auf den Stein
klimperten, war er über dem Rand gesprungen.
Er fiel und tauchte dann tief ein. Für ein paar Sekunden wurde die ganze Umgebung
erhellt, als die Granaten explodierten.
Er schwamm an die Oberfläche und stieg die Leiter hinauf. Das war der geplante
Fluchtweg gewesen. Eine der Alternativen, die er sich vorher schon ausgeguckt
hatte. Sein Glück, konnte man sagen.
Er zog die nasse Jacke aus, schmiss sie in den Fluss, genauso wie den schwarzen
Rollkragen. Er stand jetzt im TShirt
da, aber es war eine Sommernacht und
angenehm warm. Es würde nicht lange dauern, bis seine Kleidung wenigstens zum
Teil getrocknet war.
Er überquerte die Seitengasse und ging geradewegs zu seinem Wagen. Er zog den
Schlüssel aus der Tasche und schob ihn ins Schloss, als er zurückgerissen wurde. Er
rutschte über den Asphalt, stoppte den Schwung und sprang wieder auf die Füße.
Vor ihm stand der Anführer, wieder mit einem Lächeln im Gesicht.
„Du bist wahrhaftig würdig für mein Geschenk. Du wirst sterben und an meiner
Seite wiedergeboren .“
Der Attentäter hatte keine Sekunde mehr, um sich auf Gegenwehr vorzubereiten.
Scharfe Eckzähne bohrten sich in seinen Hals und saugten sein Blut. Doch auch er
bekam das Blut des Vampirs eingeflößt, ob er wollte oder nicht.
Er starb langsam und qualvoll. Bald darauf erhob er sich wieder. Mächtiger als
jemals zuvor. Ein Assassine im Auftrag des Todes.

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Draculas Return

Ein schlankes Werk von 18 Seiten, das ich einmal anfing zu schreiben. Mit Potential weiter geformt werden zu können. Einfach mal eintauchen 🙂 Format: PDF Sprache: Deutsch

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."