Abhängigkeiten

Abhängigkeiten erschaffen wir uns selber, werden rein geboren oder sie werden uns anerzogen. In gewisser Weise befinden wir uns immer in einer Abhängigkeit. In einem Verhältnis zu etwas, ohne das wir nicht leben können.

Merken tun wir es erst, wenn es mal weg ist. Die häufigste Form davon findet man in einer Partnerschaft. Wenn man zu viel hinein gibt, sich zu sehr hinein steigert, zu viel erwartet, wird man irgendwann abhängig. Dies ist aber eine Entwicklung, die nur zum Scheitern dessen führen kann. Außer man ist zu abhängig. Dann wird man sich auch nie davon lösen, nie müssen und eigentlich auch nie wollen, wenn man ehrlich ist.

Es gibt die großen und kleinen Formen.

Die größere Form wäre das Geld, die Gesellschaft, die Welt.

Wir sind davon abhängig.

Davon lösen könnten wir uns nicht einfach so, dafür müsste sich die ganze Welt ändern.

Auch gibt es gute Formen davon. Der Unterschied liegt daran, in wie weit man sich freiwillig, aus einer Entscheidung heraus, in so etwas begibt. In wie weit man es versteht und bereit ist es zu akzeptieren. Es aber in gewisser Weise immer noch bestimmt. Man ist abhängig, aber man hat es unter Kontrolle, man ist bewusst darin.

Wenn man mal kurze Zeiträume versucht, ohne es zu leben, wird man sehen welche Form es ist.

Geht es auch ohne? Ist es ein gesundes Vermissen? Oder vermisst man es so stark, dass man gar nicht ohne kann, in Gedanken daran gefangen ist?

So dass, man sich in Erinnerung rufen muss, wie es war, um den jetzigen Zeitpunkt auszuhalten.

So etwas ist verdammt schwer loszuwerden. Man muss sich auf sich selber konzentrieren und diese Krisen aushalten, die einem dadurch entstehen. Es kann sein, dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Wir Menschen sind aber leider Gewohnheitstiere, also welch harten Schritt das bedeutet ist klar.

Die schlimmste Form ist aber, wenn man merkt, dass es gar nicht ohne geht. Dann nimmt es die Formen einer Sucht an, die eines Entzuges. Nicht körperlich, aber psychisch. Gerade dann sollten und müssen Sie es ohne aushalten.

In wie weit Sie abhängig sind von Medien, Handy, Fernsehen, Internet, Computer, Geld, einem Glauben an etwas, das müssen Sie entscheiden.

Können Sie ohne das alles? Probieren Sie es aus und finden Sie ein Stück ihrer eigenen Wahrheit.

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Der Professor

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.