Zitate Thomas von Aquin

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Thomas von Aquin (* um 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien; † 7. März 1274 in Fossanova; auch Thomas Aquinas oder der Aquinat; italienisch Tommaso d’Aquino) war Dominikaner und einer der einflussreichsten Philosophen und Theologen der Geschichte. Er gehört zu den bedeutendsten Kirchenlehrern der römisch-katholischen Kirche und ist als solcher unter verschiedenen Beinamen wie etwa Doctor Angelicus bekannt. Seiner Wirkungsgeschichte in der Philosophie des hohen Mittelalters nach zählt er zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk, das etwa im Neuthomismus und der Neuscholastik bis in die heutige Zeit nachwirkt. In der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt. (Quelle: wikipedia)

Zitate:

Das Geringste an Erkenntnis, das einer über die erhabensten Dinge zu gewinnen vermag, ist ersehnenswerter als das gewisseste Wissen von den niederen Dingen.

Das Böse ist das Fehlen des Guten.

Alle Dinge werden zu einer Quelle der Lust, wenn man sie liebt.

Die Rechtheit der Absicht allein macht nicht schon den ganzen guten Willen.

Gutes ohne Böses kann es geben; Böses ohne Gutes aber kann es nicht geben.

Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub.

Zorn ist die Voraussetzung für den Mut.

Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen.

Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch das der Mensch sich selbst und andere regiert.

Der Glaube ist ein Vorausverkosten jener Erkenntnis, die uns in der Zukunft glückselig macht.

Auf zweifache Weise wird die Gerechtigkeit verdorben: durch die falsche Klugheit der Weisen und durch die Gewalt dessen, der Macht hat.

Je weniger er Ruhm suchte, um so sicherer erreichte er ihn.

Alles, was gegen das Gewissen geschieht, ist Sünde.

Liebe ist das Wohlgefallen am Guten.
Das Gute ist der einzige Grund der Liebe.
Lieben heißt: Jemandem Gutes tun wollen.

Unmöglich kann ein naturhaftes Begehren vergeblich sein.

Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Traurigkeit am meisten Schaden für den Leib.

Die Vollendung des Menschen besteht in der Liebe, welche den Menschen mit Gott verbindet.

Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

Vornehmer als angreifen ist standhalten.

Habe das Schicksal lieb, denn es ist der Gang Gottes durch die Seele.

Niemand besitzt die wahre Freude wenn er nicht in der Liebe ist.

Ewig ist, wessen Sein das Ganze zugleich ist.

Das, was wir aus Liebe tun, tun wir im höchsten Grade freiwillig.

Alles, was ist, und sei es auf welche Weise auch immer – sofern es seiend ist, ist es gut.

Alles Böse wurzelt in einem Guten und alles Falsche in einem Wahren.

Der Mensch ist das Ziel der gesamten Schöpfung.

Die Vernunft ist dem Menschen Natur. Was also immer wider die Vernunft ist, das ist wider des Menschen Natur.

Das höchste Wissen von Gott, das wir in diesem Leben erlangen können, besteht darin, zu wissen, daß er über allem ist, was wir von ihm denken.

Gott bewahre mich vor jemand, der nur ein Büchlein gelesen hat.

Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, daß man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.

Ohne die Liebe gibt es keine Tugend. Sie ist die formende Kraft aller Tugenden.

Die Sünde besteht darin, daß die Seele ihre Ordnung verliert, so wie die Krankheit in einer Unordnung des Leibes besteht.

Der menschlichen Seele Ziel und äußerste Vollendung ist: erkennend und liebend die ganze Ordnung der geschaffenen Dinge zu durchschreiten und vorzudringen zum ersten Urgrund, welcher Gott ist.

Wenn der Mensch unterläßt zu tun, was er vermag, und einzig Hilfe erwartet von Gott, dann scheint er Gott zu versuchen.

Mag auch das Auge des Nachtvogels die Sonne nicht sehen: Es schaut sie dennoch das Auge des Adlers.

Wie die Seele in jeglichem Teil des Leibes ganz ist, so ist Gott ganz in allem und jedem Seinswesen.

Des Menschen Sehnsucht geht dahin, ein Ganzes und Vollkommenes zu erkennen.

Alle weltlichen Wesen führen sich auf drei Dinge zurück: Ehre, Reichtum, Vergnügen.

Alle Wesen erstreben das Gute, doch nicht alle erkennen das Wahre.

Spiel ist notwendig zur Führung eines menschlichen Lebens.

Wenn wir Gott durch unser Schweigen ehren sollen, so ist es nicht, weil wir über ihn nichts zu sagen oder zu erforschen wüßten, sondern weil wir verstehen, daß er unser Begreifen übersteigt.

Das Sittliche setzt das Natürliche voraus!

Wahrheit ist die Übereinstimmung von Denken und Sein.

Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst.

Die Neigung, in anderen immer das Gute zu sehen, zeugt von einem großen Herz.

Des Weisen Amt: ordnen.

Das Ziel ist in der Verwirklichung das Letzte,
das Erste aber in der Absicht der Vernunft.

Wähle den Weg über die Bäche und stürze dich nicht gleich ins Meer!
Man muß durch das Leichtere zum Schwierigeren gelangen.

Wo immer geistige Erkenntnis ist, da ist auch freier Wille.

Die Liebe ist das Band, das die Kirche zur Einheit zusammenschließt.

Jede Furcht rührt daher, daß wir etwas lieben.

Erkennende Wesen unterscheiden sich von den nicht erkennenden darin, daß die nicht erkennenden nichts haben als nur ihre eigene Wesensform. Das erkennende Wesen aber ist darauf angelegt, die Wesensform auch des anderen Wesens zu haben. Denn das Bild des Erkannten ist im Erkennenden.

Der Mensch findet die größte Freude in dem, was er selbst neu findet oder hinzulernt.

Ein jeder ordnet, was immer er will, auf seine Glückseligkeit hin.

Keine Wesenheit ist in sich böse. Das Böse hat keine Wesenheit.

Die geistige Schönheit der Seele ist darin gelegen, daß der Wandel und das Tun des Menschen gemäß und wohl angepaßt sei der geistigen Klarheit der Vernunft.

Das Erste, was die Gnade tut, ist dies: Sie verleiht göttliches Sein.

Im Menschen ist nicht allein Gedächtnis, sondern Erinnerung.

Wie das Werk der Kunst das Werk der Natur voraussetzt, so setzt das Werk der Natur das Werk Gottes, des Erschaffenden, voraus.

Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung. Und sie gedeiht mit der Freude am Leben.

Die geistbegabten Wesen haben eine größere Verwandtschaft zum Ganzen als die anderen Wesen. Denn jegliches geistbegabte Wesen ist in gewisser Weise alles, sofern es durch seine Erkenntniskraft das gesamte Sein zu erfassen vermag. Jedes andere Wesen aber besitzt nur eine stückhafte Teilhabe am Sein.

Die Wahrheit sprechen, sind Söhne Gottes; denn Gott ist die Wahrheit.

Die Wahrheit sehen, heißt: sie besitzen.

Frieden zu haben – das kommt der Liebe zu; Frieden zu begründen aber ist das Amt ordnender Weisheit.

Mag das Geld auch den Charakter des bloß Nützlichen haben, so hat es dennoch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Glück, weil es auch den Charakter des Allumfassenden besitzt, da ja dem Gelde alles untertan ist.

Wohin wir naturhaft hinneigen, das unterliegt nicht der freien Entscheidung.

Erschaffen kommt nur einer unendlichen Macht zu.

Wenn die Gnade Gottes über ein Menschenherz hereinbricht, dann wird es stark genug für alles.

Aller Anfang ist hingeordnet auf Vollendung.

Auch dasjenige, was wir nicht verdienen, erlangen wir durch das Gebet.

Wie das Wort »Gut« das Vollkommene meint, so das Wort »Böse« nichts anderes denn den Verlust des Vollkommenseins.

Wer einen schweren Weg gegangen,
ging ihn für sich und für uns.

Das Wissen, welches aufbläht, ist nicht rein, ist nicht das wahre Wissen; mit ihm sind viele Irrtümer verbunden, was der Lohn des Stolzes zu sein pflegt.

Wohltat erweckt jene wieder zum Leben, die seelisch tot sind.

Das Leben führt zur Kenntnis der Wahrheit.

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