Wir leben in einer egoistischen Welt. Es gibt die, die etwas wissen und die, die es immer suchend noch nicht finden können. Manches ist nur einer Aufgabe gleich, dessen Lösung sich im Mythos der Weiterentwicklung findet. Im Suchen selber also finden sich die Antworten und das Anfangsproblem ist damit hinfällig, da das Ergebnis noch mehr Bereiche streift. Wer sein Wissen zurückhält, nicht bereit ist, es an Andere weiterzugeben, den hemmt nur meist eine kleine Angst. Die Angst, dass er dann nichts mehr besitze, dass es ihm ermöglicht, sich den Status zu erhalten, auf den er sich mühsam gekämpft hat. Ist es nur heiße Luft, ist es nur Wissen, das er selber nur streifte und niemals ganz verstanden hat, sondern nur an der Oberfläche hängen blieb, nun, dann hat er Recht. Gibt er ab, was er weiß, schöpft er aus der inneren Quelle, die dem Anschein nach nicht die Seine ist, so ist da eines Tages Nichts mehr. Wer aber sein eigenes Wissen nur als Tor zur Suche benutzt, die niemals abrupt ein Ende findet, der verliert niemals. Und selbst, wenn er jedes einzelne Wort, jede These, jede Überlegung eines Tages weitergesagt haben sollte, so ist das Wissen an sich, die Weiterentwicklung. Und nur, wer stehen bleibt, nicht mehr weiter sucht, für den findet sich auch nicht Neues. Und auf diesem Pfade ist es verständlich, dass man nicht alles teilen kann und darf. Aus Eigenschutz so kann man sagen.

Das geteilte Wissen

Es liegt immer an der inneren Intention, die dem zu Grunde liegt, was man weitergibt. Als Leser, als Zuhörer, nun da kann man das nicht wissen. Es ist das Image, das Bild und auch der Eindruck des jeweilig Sprechenden, der mich persönlich vermuten lässt, was man mit den Worten bezwecken will.

Es gibt diese guten Seelen, die ihr Wissen weitergeben, da sie denken, dass sie irgendwem einmal nützen können. Manche tun es direkt aus der Intention heraus, einfach ihre Gefühle weiterzugeben. Gerade über Facebook sieht man das dauernd. Die eigene Liebe, das innere Strahlen in einfacher Poesie mit einem Bild verknüpft. Für einen Anderen mag das im Augenblick einer Dunkelheit, ein kleiner Lichtschein sein. Und genau deswegen wird es auch gemacht. Mit Worten kann man berühren, befreien und viel mehr noch verdammen. Eine Freiheit, wie es sie sonst in unserer Welt fast nirgendwo gibt.

Ein negativer Aspekt ist der des Eigennutzes. Es wird geschrieben, veröffentlicht, um nur etwas für sich selber zu erreichen. Andere sind da hinfällig und die Leser im Grunde egal. Es geht um reines Marketing. Sagen wir den Verkauf eines Produktes, eines Gedankengutes oder was auch immer. Im Grunde verkaufen wir uns alle. Wenigstens Phasenweise für etwas, an das wir glauben. Wir knien uns rein, geben es weiter und sprühen im Sein, durch den selbst gewählten Pfad. Verwenden unser Potential also auf etwas, das uns im Moment alleine, als richtig erscheint. In Zukunft ist es das vielleicht nicht mehr. So ändern wir uns und ebenso unsere Worte.

Wissen an sich, wenn geteilt, kann niemals abnehmen. Wie in Strömen breitet es sich aus und erreicht unendlich viele andere Systeme voll der funkenden Geistesblitze. Gehirne in anderen Individuen, die das eigene Wissen aufgreifen und weiterentwickeln. Vielleicht viel weiter? Und so einen Horizont erreichen, der einem selbst verwehrt zu sein scheint? Gebe ich also Wissen weiter, so muss ich mir im Klaren darüber sein, dass irgendwann mein angeblicher Schüler mich überholt. Er besser wird, er Gedankengänge verknüpft, auf die ich niemals gekommen wäre. Und es mag sein, dass auch irgendwann dieser Schüler, viel mehr der Lehrer meiner Selbst wird. Will ich das nicht, will ich unbedingt meinen Status als Lehrer erhalten, so gebe ich nicht weiter. Ich lasse beschränkt, eingeengt, damit ich meine Vormachtsstellung halten kann.

Aber Wissen, ist nicht gleich Denken. Wenn auch das Denken einzelner Gedanken, wiederum die Grundlage für das Wissen bildet. Verstehe ich diesen Zusammenhang, so mag es sein, dass es trotzdem wie oben passiert. Der Schüler zum Lehrer wird. Aber entwickle auch ich mich in meinem Denken weiter, parallel zu dem „Schüler“, so wird etwas Anderes daraus. Beide werden Lehrer, beide werden Schüler. Und in der Kommunikation findet sich die Diskussion, Austausch und die Bildung eines Wissens, zu dem Einer alleine, niemals gefunden hätte. Denn jeder denkt auf seine ganz spezielle Weise. Jeder bringt sein eigenes Gedankengut mit. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Eine simple Aussage, egal welcher Art, schürt in unterschiedlichen Menschen, niemals das gleiche Ergebnis. Der erste Eindruck, das erste Ergebnis, ist immer ein Anderes und kann vollkommen unterschiedlich ausfallen. Also ist das Zurückhalten des eigenen Wissens, schon fast grob Fahrlässig. Denn ich unterbinde damit die Weiterentwicklung eines Anderen. Und dass nur, weil mir mein Ego zu wichtig ist.

Das Denken der Gedanken…

Wer sich im Bloggen übt und sich im Grunde der Denkerei nur widmet, der verfährt genau so, wie die Blogs ihr Licht der Welt erblickten. Zu Anfang, da waren Blogs reine private Tagebücher. Man kann die Daten einbinden und ähnlich wie in der Timeline von Facebook lässt es sich aufgliedern in Tage Stunden, Wochen und Jahre. Auch jetzt noch, ist dies möglich. Aber sehr schnell wurden die findigen Webmaster sich darüber klar, dass Blogs naturgemäß besser gelistet werden, als reine Webseiten. Die interne Verlinkung besser. Durch RSS, kann man seine Artikel im Moment der Veröffentlichung in die Weiten des Netzes streuen. Nicht jeder weiß um alles, was das simple WordPress ermöglicht. Die, die es wissen, die nutzen es und fast auch aus.
Jedem, wie er das will.
Aber im Grunde, am Anfang, da waren Blogs einfach nur Tagebücher, die öffentlich zu lesen waren.
Aber warum sollte man seine eigenen Gedanken teilen? Seine Erlebnisse? Sein privates Leben und auch die Gefühlswelt?

Der Hintergrund ist wie oben beschrieben. Was ich erlebe, das kann auch ebenso einem Anderen etwas ermöglichen. Und dafür muss er selber es nicht im realen Leben sehen, streifen, durchwandern. Je nach meiner Schreibe, kann ich es ihm so nahe bringen, dass er es im Verstand selber erleben und fühlen kann. Und dieses Erleben, kann Gedanken schüren, erzeugen und auch erst ermöglichen. Wir sind Wesen der Kommunikation. Wesen, des Dialogs und Austausches. Das Internet nun, vernetzt uns über den Rand der Welt, so kann man dagen.

Worauf ich aber hinaus will, ist folgendes:

Nicht ein Artikel in diesem Blog, ist etwas, dass ich weiß.
Das erscheint auf den ersten Blick als NonSens. Ich will es Ihnen erklären:

Erinnern Sie sich an die Schule? Die grüne Tafel, vollgeschmiert mit den Strichen der Kreide. Formeln, Variablen und Gleichzeichen, denen das Ergebnis fehlte. Es wurde dann Einer nach vorne gerufen, der dies vor allen Anderen machen musste. An seinen Fehlern, da lernten wir und begriffen, was anders zu machen, vielleicht auch nur zu denken war.
Nun, ich widme mich keiner Formel. Variablen, das ja. Aber ohne einen einzigen Platzhalter. Ich nehme mir ein Problem, das mich interessiert und lasse die Gedanken es so weit verdrehen, bis es scheitern muss. Oder aber ich beschäftige mich simpel mit der Erklärung an sich und finde die Schwachstellen. Ich kritzle an die Tafel, was ich denke, was ich vermute und mich auch in der Kreativität zufließt. Meine Tafel, das ist das weiße Papier des Schreibprogramms. Im nächsten Zug dann erscheint es in meinem Blog. Und die These, das Ende der Gleichung, das kenne ich bei den ersten Worten der Schreiberei, noch selber nicht. Ich bin gespannt, ein jedes Mal, zu welchem Ergebnis man mich führt. Auf welche These ich stoße. Und welches „Grundgesetz“ ich diesmal einfach umschmeißen darf.
Aber alles, jede Zeile, sind nur Gedanken. Mehr nicht. Nicht ein einziges Quentchen Wissen. Das Wissen, resultiert aus dem Verstehen der Gedankengänge. Dem Weiterdenken, dass dann auch so manch weiteren Artikel bildet.

Desillusionierend teile ich also kein bisschen Wissen. Nur das Auflösen einer Formel, wie ich es vermag. Vielleicht nicht einzigartig, nicht besonders, aber eben ich. Mehr nicht. Und dann gebe ich weiter. An den, der sucht, den, der wissen will. Und vielleicht erkennt dieser Jemand in meinen Zeilen einen Gedanken, den er gebrauchen kann. Einen Gedanken, der einer Explosion gleich, den Hunger noch schürt und neues Wissen bildet.
Und deswegen kann ich Wissen teilen. Egal, wie viele Artikel. Egal, wie viele Worte. Es sind nur Wege, nur Zeilen, die mich begleiten. In einer halben Stunde von 24. Einer leuchtenden Idee, die mich beschäftigt und die ich nicht verlieren will. Einfach austesten, was passiert und was mir das Denken ermöglicht. Und deswegen würde ich selbst bei tausenden von Artikeln, nicht ein einziges bisschen an Wissen verlieren.

Das wunderbare daran? Das ist nichts Besonderes. Bei Ihnen funktioniert das auch. Auch Sie können unendlich teilen, ohne dass Sie etwas verlieren. Wenn Sie etwas suchen, etwas nicht verstehen. Was liegt näher, als sich schreibend damit zu befassen. Das Schreiben an sich, findet den Weg zum Selbst. Ob man es will oder nicht. Wer schreibt, der spricht und meist nicht nur mit dem Verstand. Und da manches Problem, sich dem Verstand verweigert, so gebraucht es der Gefühle um zu verstehen. Löse ich also schreibend, so benutze ich einfach die besten Werkzeuge gebündelt, um mich den Dingen zu widmen. Und Ihre eigene Suche, die macht es Anderen leichter, sich nicht auf Irrwegen zu verlieren. Denn Sie warnen sie bereits davor. Und so geht ein Jeder Ihrer Leser nicht unbedarft und naiv an etwas ran, sondern vorbereitet. Praktisch, nicht wahr? Sie tun etwas Gutes in etwas, dass bereits hinter Ihnen liegt. Einfacher geht es kaum, so kann man sagen.

Fazit

Es gibt kein Wissen, dass sich halbiert, weil man es teilt. Nicht ein Wort verschwindet, nur weil ich es ausspreche. Nicht eine Zeile ist verschwendet, weil sie hernieder gekritzelt wurde. Halbes Wissen gibt es nicht. Nur das Alles, was sich in mir selber bildet. Also kann man geben ohne zu verlieren. Dieses eine Mal, da stimmt es wirklich. Das eigene Innere als unerschöpfliche Quelle des Schaffens. Der eigene Fluss, der niemals versiegt.

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Categories: Wissen

Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."