Wenn die Dunkelheit mich besucht

Die Nacht da draußen, sie könnte nicht schwärzer sein, als das Dunkel eines Selbst. Die Dämonen, die in den Schatten der vernebelten Gaslaternen lauern, sie geifern und sabbern sogar. Sie wissen um die Schwäche neben dem Schwarz. Sie kennen die Stimmen des Zweifels nur zu genau. Und ab und an stimmen sie ein in den Chor der dunkelsten Stunde. Sie schüren das Feuer der erbarmungslosen Wut, die im Selbsthass ein Ich zerstören will. Sie öffnen den Schlund der nimmersatten Hölle einer vergehenden Existenz.

Denn neben dem Dunkel, da scheint noch das Licht. Und solange nur ein Funken noch leuchtet, hat die Hoffnung ihre eigene Nahrung. Die Dämonen nun verzehren ihre Fratzen, wollen sie doch die Angst nur schüren. Und ein Selbst im hadernden Dickicht der zögernden Seele, im Dunkel gefangen halten.

Die Seele nun, sie ist wie Licht. Und wenn sie nicht vergisst, das sie ist, so wird sie sein und dann auch bleiben. Des NonSens eigener Schluss ist, dass nie was muss, als das was ist, und Du im Innersten bist.

Die Seele alleine, vermag es nicht zu erleuchten, zu erhellen, im Glanz an den Himmel zu steigen. Sie gebraucht den Glauben als auch die Hoffnung an den Mythos einer Freiheit. Fressen nun die Dämonen des Schwarzen diesen einen Funken, so wird auch die Seele alleine niemals siegen. Sie verkümmert und krümmt sich und dann und wann hört sie auf zu existieren. Bis das Schwarz das neue Licht ergibt. Bis die Decke einer Dunkelheit die ganze Existenz umhüllt.

Im Innern verewigt, da ist Licht als auch Schatten. Nur deswegen kann man nie ohne Beides existieren. Und nur deswegen kann man sich der Dunkelheit niemals ganz erwehren. Sie kommt, schleicht auf sanften Pfoten in das Leben. Verhüllt die Freude, glimmt den Glanz des Glückes und packt in die Tiefen eines Innern. Wir färben uns ein, dunkel und hell. Und vergessen doch niemals, was wir sind oder bleiben. Eine Seele, eine Existenz auf dem Pfad zwischen Licht und Dunkelheit. Am Rande eines Abgrundes eigener Hölle. Neben den wispernden Stimmen der zahlreichen Dämonen, die nur auf den Fehltritt, das Stolpern des Selbst warten.

Wenn die Dunkelheit mich nun besucht, dann lade ich sie sein. Heiße meine Schatten willkommen. Begrüße die Abgründe meines Selbst. Denn ich weiß um meine Hölle. Ich akzeptiere, dass ich auch mal Scheitern darf. Und ich erkenne, dass mein momentanes Scheitern, nicht bedeutete, dass ich für immer verdammt bin. Sondern nur eine vergängliche Seele auf dem mit Fehlern gepflasterten Pfad in die eigene Bestimmung. Ich falle und stehe wieder auf. Ich stolpere und höre doch nicht auf zu gehen. Denn auf meinem Weg, da finde ich mich selbst. Mein Sein, den Sinn, das Schicksal, vielleicht auch Vorsehung. Und solange ich dies nicht vergesse, kann auch das Schwarz mich nie ganz verschlingen.

So enden sich hier die kurzen Zeilen. Formen manchen Sinn und auch eine kleine Bedeutung. Die Pointe am Schluss, ist nichts, das sein muss. Und dennoch alleine du weißt, ist es das Begreifen, das verheißt, dass der Sinn hinter allem als Frage verbleibt.

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