Von der Kunst „Eine Illusion zu erschaffen“

Der erste und bedeutendste Leitsatz dabei ist, dass es diese Illusion nicht gibt. Das hört sich ein Stück weit wie NonSens an. Denn eine Illusion beherbergt ja schließlich, eine Vorstellung, ein reines Bild, das der Realität nicht unterliegt. Die Voraussetzung für eine Illusion ist also, dass es sie nicht gibt. Eben drum. So kann man sagen, ist es nicht die Erschaffung einer Illusion, die uns als Spieler der Realitäten in egal welcher Kunst auch immer fordert, sondern die Erschaffung einer Wirklichkeit, die wir selber als reine Illusion kennen bzw. erkennen.

Die Erschaffung der Illusion

Im Grunde ist es Nichts. Ein absoluter kleiner Klacks, wenn man die Grundzüge versteht. Die Kunst im weiteren Verlauf besteht nur daraus, die Illusion als solche erkennbar zu machen und sie trotzdem ihren Zauber nicht verlieren zu lassen. Eine klar erkennbare Illusion aufrecht zu erhalten, die jeder Wirklichkeit widerspricht und im direkten Kontrast dazu, trotzdem die reine Form behält.

Wer die Illusion erschafft

Auch das ist im Reinen dieser kleinen Spielerei wieder fast an NonSens grenzend. Denn die Illusion erschaffen nicht Sie selber.
Das tun die beobachtenden und erlebenden Seelen.
Sie selber geben nur den Rahmen vor. Sie erschaffen die Einblicke, die Fenster und die Grundzüge für das Erleben. Alles Andere, das liegt nur an dem Beobachter.

Der Beobachter versteht nicht, was Sie da erschaffen haben. Er versucht es trotzdem und tut dies auf die einzig mögliche Weise. In dem er dem Werk, auf das es hinausläuft, eben diese Form gibt, die Sie selber ihm zugedacht haben. Sie selber haben nur die Denkweisen und Spuren gelegt, denen er nun selber folgen darf. Und fügt er im eigenen „Verstehen“ das Bild nun zusammen, so erschafft es sich selber die reine Illusion.
Eine, die Sie ihm zugedacht haben. Eine, die Sie vorausgesehen haben. Eine, die aber immer dem reinen Blick des Beobachters unterlag.
Er hat also zu jeder Zeit aus eigenem Willen und dem eigenen Verstand heraus gehandelt. Und das ist das absolute Muss für die stärkste Illusion, die den Spieler der Realitäten erst fordert.

Die Theorie zur Praxis

In der Praxis ist es nicht einzeln aufgliedbar. Aber dennoch dürften Sie in den Spuren der Theorie bereits verstehen, worauf es ankommt. Wie ein Puppenspieler, da müssen Sie voraussehen, was passieren könnte. Und Sie alleine nur legen ganz wissentlich die Spuren aus, denen man bereitwillig folgt.

So erschaffen Sie Magie, so bilden Sie Übernatürliches und geben dem einen Raum, was es so nicht wirklich geben kann. Nur eben tun nicht Sie dies, sondern alleine der, der sich diese Illusion wünscht. Für den Anfang war es das erstmal. Ich werde eine Reihe daraus machen, auf die ich selber mich schon sehr freue.

Author: Nismion LeVieth

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.