In der Sanftheit manchen Tieres findet sich die Reinheit der Natur wieder. In ihrer Unbekümmertheit die Freiheit ohne ein höheres Bewusstsein leben zu müssen. So ist das Nichtwissen, das Nichtsehen, das Nichtdenken oftmals der eine Weg um im Frieden zu leben. Wie im Pakt mit einem Teufel, verkauft man Potential, um ein Anderes leben zu können. So verständlich zu schauen, welche Pille ein Jeder wählt, um in der Matrix verbleiben zu dürfen, nicht die Freiheit des Sehens zu wählen. Denn mit ihm geht die Verantwortung der freien Entscheidung einher. Der Flug ohne Decke, die einen warm und kuschelig empfängt. Die kalte, oftmals raue Realität darf mit einem spielen und einen ebenso auch in die Gesellschaft der dunkelsten, grausamsten Dämonen schicken.

So lässt man es, die rosa Brille abzuziehen und sieht nur das, was einem vorgegaukelt wird. Ohne darüber oder auch dahinter zu blicken. Ohne sich des Verstandes zu bedienen, der lauthals an die Wand der eigenen Vernunft klopft. Dass man erwachen möge aus dem Traumland eines Scheinfriedens, der nur aus dem stillen Abkommen besteht, alles zu lassen, wie es eben ist. Nicht zu hinterfragen. Nicht anzuzweifeln. Das Schaf in der Herde zu bleiben und nicht den Ausgang aus dem Gatter zu suchen. So verbleibt der eine Zweifler das eine schwarze Schaf, das zum Ausgestoßenen wird. Nicht wissend, nicht erkennend, dass nur es den Blick in die richtige Richtung wendet.

Denn dem Verstand obliegt nicht nur eine Möglichkeit. Zu entfalten, zu fliegen und in Variable zu schauen. Es ist auch Verantwortung. Ihn zu nutzen, wenn es nicht gerade nützlich erscheint. Sich selber aus dem Schlaf des tristen Einerleis aufzuwecken und zu überschauen, was einen da gerade gefangen hält. Was nur mit einem spielt und was nur wirkliche Freiheit ohne die Sicherheit der Stützräder bedeutet. Eine Kunst, die wir im Laufe eines Lebens fein schleifen oder aber niemals antestend verkommen lassen. Ein Jeder wählt nur für sich alleine. Was zu schauen, was zu übersehen, was zu begreifen und was zu ergreifen. Die Kunst der eigenen Entscheidung, die eine Freiheit nun mal mit sich bringt. Hier nur sehen wir sie Glas klar.

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."