Tagebucheintrag November 001 – 7:12 Uhr

Ab Montag gehe ich wieder arbeiten. Ich weiß noch nicht, ob ich so weit bin. Ich fühle mich so weit und will endlich wieder etwas Produktives tun. Die Tagesklinik mache ich jetzt nicht mehr, das wäre zu viel Wartezeit gewesen, die ich nicht bereit bin auch noch als krank zu Hause zu verbringen. 

So ist mein Ausflug in die Anderswelt damit vorbei. Mein Verstand muss wieder machen, wozu er geschaffen wurde und meine Psyche wird hoffentlich auch mit spielen. Ich freue mich auf mein vollkommen altes Leben wieder. Mit einer Aufgabe, einer Beschäftigung, in der ich aufgehe. Natürlich ist es viel Stress manchmal, aber normalerweise macht der mir nichts aus. 

Ich hatte jetzt 2 Monate, in denen ich mich vollkommen mir selbst widmen durfte. Gesunden musste, meinen Verstand wieder in die Bahnen rücken musste, und wieder funktionstüchtig mich herstellen musste. Und es hat funktioniert. Ich bin fast vollkommen der Alte wieder. Und das freut mich. Und auf gewisse Weise bin ich stolz auf mich, dass ich das alles so durchgestanden habe ohne ganz verrückt zu werden.

Jetzt gibt es noch so ein paar Punkte, an denen ich arbeiten muss. Am Montag habe ich ein Gespräch mit einem Psychologen, der auch auf Trauma spezialisiert ist. Bei der Krankenkasse dauert es schon über 2 Wochen, bis mein Krankengeld endlich kommt. Auch da muss ich öfter mal anrufen, damit ich alle meine Überweisungen endlich machen kann. Denn von meinem Arbeitgeber habe ich nur 10 Tage bezahlt bekommen, der Rest muss von der Krankenkasse kommen. Und da muss ich mich in Geduld üben. Nervig, aber verschmerzbar.

Und ich habe es mir als Aufgabe gestellt, weiter auf meinem Blog zu schreiben. Vielleicht in Tagebuchform, vielleicht Wissen oder auch Freischreiberei. Hauptsache er lebt weiter und wieder mit meiner Persönlichkeit. Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass sie so bezaubernd und allumfassend anziehend ist, aber es gefällt mir, hier zu schreiben. Und das zu bilden oder Jenes oder auch Anderes. Nicht zu wissen, was sich bilden wird, das macht mir Freude. Und dann auf etwas zu blicken, das sich fast schon von selber geschrieben hat. Das ist ein schönes Gefühl. Und ich will es mir in Zukunft erhalten. 

Also keine Angst, der Blog wird weiter leben. Nur wäre es schön, wenn mehr auf die Mitgliederfunktion aufspringen würden. Aber vielleicht braucht auch das so seine Zeit. Wer weiß das schon so genau. Und es gibt Artikel, die ich nicht jedem unbedarftem Leser direkt auf die Nase binden will. So ist der Zwang sich zu registrieren bevor man sie lesen kann, eine natürliche Selektion, die ich betreibe. Wem es nicht wert ist, sich zu registrieren, auch gratis, der bekommt eben nicht alles von mir. Mein Blog, meine Regeln. 🙂 Um es einfach zu sagen.

 

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