Momente

Die Ehre der Aufmerksamkeit (Brief an Seelenverwandte)

Ich bin für Dich da. Jetzt, zu aller Zeit und dann auch in der Schönen an Zukunft. Denn ich schätze wert, was Du bist und wie Du bist. Denn Deine Worte sind der Sing Sang Deiner Seele. Dein Innerstes, das in höchsten als auch tiefsten Tönen trällert. Der Augenblick, dieser Moment, diese Sekunde, sie gehört nur uns. Wir können sie verbringen, wie wir es nur rein wollen. Im Gespräch des Austausches unserer verborgenen Gefühle. Im Preisen von Gemeinsamkeit und Ähnlichkeiten. Wir können uns aber auch in diesem Moment einfach gehen lassen. Das tun, was uns Beiden am Besten gefällt. Vielleicht da unternehmen wir was. Gehen Spazieren und lassen die Sekunden der streichenden Zeit vorbei fliegen. Oder aber wir wir widmen uns dem Entertainment und lassen uns gefangen nehmen von einem Stück reiner Kunst. Es obliegt nur Dir, was Deine Wünsche Dir verewigen werden. Denn ich will die kostbaren Momente mit Dir alleine sammeln. Auf dass wir in Zukunft gerne an sie zurückdenken.

Ich mag Dich. Deine dunklen Seiten, als auch Deine hellen. Denn ohne eines von beiden bist Du nur halb. Und so, wie ich mich selber akzeptiere, so nur schätze ich Dich ganz wert. Deine Vergangenheit ist für mich nicht wichtig. Deine Zukunft ist nur eine Variable, die sich auflösen wird. Und ich hoffe, dass ich ein Puzzleteil darin bin. Die Gegenwart nun, die verbringe ich mit Dir. „Auf dass wir Erinnerungen schreiben, die wir später gerne erzählen.“(Zitat Julia Engelmann)

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Das Haus verblasster Erinnerungen

Die Spinnweben der Vergangenheit verzieren das morsche Holz. Die Nacht der Einsamkeit erfüllt den Himmel. Ab und an da krächzen die Begleiter des Nachrufes in die weite Ferne. Wecken auf, aus der Trance verhüllter Erinnerung. Die Besucher dieses Gebäudes graben nach den Geistern der Vergangenheit. Voll bangem Schrecken begeben sie sich in dieses alte Haus, wissend, dass dort nur nichts Neues zu finden ist. Nur die Ängste von längst Verblasstem. Nur der Schatten einer einstmals lebendigen Seele.

Und dennoch können sie sich selber den Eintritt nicht verwehren. Sie müssen graben und forschen in dem, was vergangen ist. Vielleicht nur, bringt es die eine Wahrheit zustande, die die aktuelle Realität ihnen noch verbirgt. Und so suchen sie in den Schatten, in der Dunkelheit, nach dem eigenen Licht. Dem Verstand nach, müsste es so leichter zu finden sein. Aber was sich hier präsentiert, ist der Friedhof der längst vergessenen Vergangenheit.

Ein Moment ohne Aufmerksamkeit

Es ist ein Friede neben dem Obstgarten, der spürbar, erlebbar ist. Die Sonne am Zenit, sie schickt ihre wärmenden Strahlen hinunter auf die Oberfläche einer Erde. Das Bauwerk, prächtig und einzigartig platziert, wirkt wie ein Mahnmal, ein Symbol der Stille hier. Keine Menschenseele, kein Funke und keine Seele in den Dingen, die Du hier siehst. Nur das simple Gebäude aus… 

Im Kreis des Lebens

In den Kreisen eines Lebens finden wir unsere Bestimmung. Mal dort oben an dem Zenit eines Himmels, mal dort unten in der Tiefe eigener Hölle. Alles aber, hat die Fähigkeit uns abzufeilen an dem Stein des Schicksales.

Wir selber aber sind die eine Variable, die zu Großen ermächtigt. Über die kleinliche Existenz eines einzelnen Lebens können wir uns erheben und für Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte Einfluss auf die Welt haben. Je nachdem, welchen Pfad man einschlägt.

Der plätschernde Funke

Der plätschernde Funke ergießt sich im Moment. Er spinnt die Fäden eines Netzes, das sich über die Oberfläche zieht. Kristallisiert in der Sekunde, verewigt im Moment. Normal nur, würden wir dies einfach übersehen. Aber dieser Augenblick rückt es in das Zentrum unserer Wahrnehmung. Zieht und hinan, hinein und ganz nah heran. Auf dass wir dieses Schauspiel bewundern dürfen und uns nicht die schnelle Gegenwart einfach hinfort treibt.

Blutleere Augen [Ewige Gegenwart]

Der Takt der Nacht gibt seinen Rhythmus vor. Die Ewigkeit einer Dunkelheit breitet seine Decke aus. Krächzend dort oben erhebt es sich in die Höhe. Treibt in das Nirgendwo des Irgendwo. Wir wollen folgen, doch können wir es nicht. Denn wir sind versklavt und geknechtet an nur einen Augenblick. Die Kette des Momentes geißelt die Flügel unserer Freiheit und hält uns am Boden der Tatsachen. Eine Wirklichkeit deren Realität wir zwar nicht begreifen aber nun nur schauen dürfen.

Das blutrote Dunkel ist verewigt neben dem Hunger einer Unzulänglichkeit. Der niemals gestillt, dennoch auf immer besteht. Er frisst, zerfleischt ein Inneres, das nichts Anderes mehr kennt. Nur Gelüste, die reine Lust, die nicht erfüllt werden darf. Denn das ewige Bedürfnis ergibt die scheinbare Ähnlichkeit mit einer Hoffnung, die beflügelt und antreibt. Wie der Durstende in der Wüste, geht es von Fata Morgana zu scheinbarem Spiegelbild, das dennoch nur der Verstand einem zeichnet.

Dankbare Nacht

Da draußen breitet sich die Decke der Gleichheit aus. Das Schwarz der Gleichgültigkeit. Das Nichts ohne Existenz. Der Nebel, der alleine es vermag zu verhüllen und in die Unsichtbarkeit zu tauchen. Das Alles, das sich selber ergibt. Im gleichen Ton alleine sich selber malt. Bis jede Existenz dem Chameleon gleich, als Joker, aneinander vorbeigleitet. Seelen, Lebewesen, die sich selber nicht suchend, auch nur Nichts finden werden. Menschen, die eilen, beeilen, dem Ziele entgegen, den Weg verloren, ihn gefunden zu haben glauben. So streichen sie vorbei an den Wänden der Dunkelheit, wie der Maler, der ums eigene Bild nicht weiss und der reinen Intention folgt. So treiben sie durch die Pfade des Lebens. Scheinbar verloren und dennoch geleitet von dem, das alleine über uns steht.