Abschied

Abschied und Zukunft

Es ist schwer zu gehen, wenn mehr hinter einem liegt, als davor. Wenn der erste Schritt in die Zukunft mit Erinnerungen beginnt. Und doch, da müssen wir es. Da sollen wir es. Es muss kein Großer sein. Oftmals sind es die vielen Kleinen, die einem zu schaffen machen. Das Winken, ein Auf Wiedersehen, Goodbye und jemals oder nie wieder. Wir wissen es vorher nicht, und genau das ist das Problem. Jedes neue Kapitel beginnt nur, wenn etwas Altes endet. Wenn aber dieses Alte das Neue ist, das unsere Zukunft bilden sollte, dann stehen wir auf einmal mit leeren Händen da. Eine Gegenwart, die fad erscheint. Und auch das ist wieder ein kleines Problem. Denn es bedeutet, dass unsere Zukunft von etwas Anderem abhängig war. So, ist das nicht schlimm. Vor allem können wir meistens nicht was dafür. Aber haben wir selber unsere Zukunft an etwas gebunden, dann sind wir wieder nur ein Sklave davon. Willentlich unterwerfen wir jede noch ungeahnte Möglichkeit einem Rahmen, einer Begrenzung, die wir im Verstand erschaffen habe. Es ist das Gefängnis, das wir nicht sehen wollen, vielleicht auch nicht einmal können. Und den Schlüssel zur Befreiung, den haben wir bereits in der Gegenwart zur Vergangenheit geschickt. So bleibt er verloren und unerreichbar für uns. Ein Mittel um eine ewige Gegenwart aufrecht zu erhalten.