Sprossen der Entwicklung

Es ist Morgens. Nicht mehr früh morgens, aber anhand der Zeit, die ich gestern wach war, ist es noch relativ betrachtet sehr früh. Noch spüre ich den Nachhall der Träume in mir. Verrückte Welten abseits jeder Normalität, die ich betreten durfte. Mal mehr, mal weniger, erinnere ich mich noch. Ich weiß, dass ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und um so mehr ich auf meinem Pfad übe, um so besser werde ich in meinen Fertigkeiten. Bis erstens das Erschaffene ein Unikat ist, dass es so nicht mehr als Zweites geben kann. Und zweitens meine Fähigkeiten an für sich so ausgefeilt sind, dass sie schon als Kunstfertigkeit angesehen werden können. Was ich übe, ist das Schreiben. Tag ein und Tag aus. Erschaffe ich einen Artikel, übe mich in Freischreiberei und male etwas, dass es in der Art kein zweites Mal mehr gibt.

Jeder Artikel ist ein Unikat und auf eigene Weise so perfekt, wie er entstanden ist. Er malt nicht nur den fiktionalen Moment meistens, manchmal gibt es auch die Realität, sondern er schafft auch einen Schnappschuss meiner momentanen Entwicklung und gibt sie als feste Materie eines Bildes in die Weiten des Internets. Bis jede Idee, jeder Gedanke, ein eigenes kleines Manifest hat. Und im Ganzen betrachtet, male ich mich immer selber in den Artikeln, bis ich mich ganz selbst in den Worten wiederfinden darf.

Alles Artikel zusammen, sind ich, mein Selbst und Gedankengut. Und doch sind sie es wiederum nicht mehr. Denn ich entwickel mich weiter. Und um so mehr meine Ausbildung meines Selbstes sich weiter formt, um so weniger findet sich mein momentanes Selbst in den alten Artikeln wieder. So sind sie wie die Sprossen auf einer Leiter. Ich blicke von oben herunter und erkenne nur, welche ich bereits bestiegen habe und was ich erreicht habe. Aber zurück, wieder runter, geht es nicht. Aber sehen, erkennen und begreifen kann ich meinen Weg im Blick herunter, im Blick zurück.

So geht es jedem Menschen, der sich entwickelt. Sich auf dem Pfad der Selbstausbildung befindet. Bei mir kann man es wunderhübsch in den Artikeln sehen. Worüber habe ich mir Gedanken gemacht, wie fing ich mal an, was hat mich damals beschäftigt? Und was kam dann als Nächstes nach solchen großen Gedanken? Mein eigenes kleines Entwicklungstagebuch, mein Blog. Deswegen mag ich ihn auch so sehr, deswegen blogge ich auch so gerne. Ich mag es, etwas zu erschaffen, was ich mir vorher noch nicht einmal selber vorstellen kann. Die Worte bilden sich und formen Botschaft und Zweck im Malen ihrer selbst. Theoretische Gedanken diesmal, die dennoch nicht falsch oder nichtig erscheinen.

 

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