Der edle Räuber aus dem Nottingham Forest ist seit Jahrhunderten eine ebenso bekannte wie beliebte Figur. Balladen, Theaterstücke und Erzählungen widmen sich seiner Geschichte. Kinder verschlingen begeistert Bücher über seine Abenteuer. Zu seiner inzwischen weltweiten Popularität haben in unserer Zeit vor allem die Verfilmungen der Geschichte von Robin Hood beigetragen. Ob der kuschelige Fuchs in Walt Disneys Zeichentrickfilm von 1973, ein rassiger Errol Flynn im Hollywoodklassiker von 1938 oder der solide Kevin Costner in der Verfilmung von 1991 – Robin Hood ist ein ungemein positiver Held. Meist wird er nicht nur als mutiger Kämpfer für die Armen dargestellt, sondern auch als Nationalheld,der gegen die Unterdrückung der Engländer durch die normannischen Besatzer aus Frankreich kämpft.

Am Rande

Ich bin in der städtischen Bücherei von Düsseldorf auf ein Buch aufmerksam geworden, das so einige lesenswerte Artikel zu den verbreiteten Legenden und auch Lügen der Weltgeschichte parat hält. Nun ein Thema habe ich heraus gepickt und zitiere daraus. Ich werde noch so einige Artikel anhand dieses Buches aufziehen, denn die Themen sind lesenswert und erwähnenswert. Und wo ich mich gerade auch Legenden und Mythologie widme, will ich diese Themen auch auf meinem Blog haben.

Das Buch heißt, Die 50 größten Lügen und Legenden der Weltgeschichte von Bernd Ingmar Gutberlet. Erschienen im Jahre 2008.

Robin Hood

Nun, etwas dazu sagen muss man nicht wirklich noch was. Jeder kennt die Geschichten und Legenden um ihn. Ob man jetzt mit dem Zeichentrick aufgewachsen ist oder das berühmte Zitat kennt: „Sich erheben, immer und immer wieder…bis die Lämmer zu Löwen werden“.

Robin Hood – das ist der aufrechte, die Gerechtigkeit liebende, fromme Ehrenmann und geächtete Adelige, der einem verschuldeten Ritter zur Seite springt, mit der Kirche und dem Gesetz in Konflikt gerät und mit seinen treuen Gefährten Little John und Bruder Tuck im Wald lebt. Robin, der den Armen gibt, was er den Reichen genommen hat, wird schließlich zum Mörder des Sheriffs von Nottingham – ein übler Schurke, der kein anderes als dieses Schicksal verdient hat.

Wir haben ihn lieben und ihn verehren gelernt. Wie Superman und Spiderman ist er einer der Helden, der uns zeigt, wie die Welt eigentlich zu sein hat, wenn sich die Guten wirklich für eine Sache einsetzen und so ein eigenes Gleichgewicht in die Welt bringen.

Die wahre Legende

 

Das lange Leben als Legende gab natürlich Gelegenheit für Ausschmückungen. Und so muss hier die Demontage des stolzen Helden beginnen, den wir seit unserer Kindheit so lieb gewonnen haben. In den frühen Chroniken ist Robin Hood eine bloße Lokalfigur und kein Kämpfer für die Ehre Englands. Auch zum Adligen wird er erst im 16. Jahrhundert, und zum englischen Nationalhelden im Kampf gegen die Normannen gar erst um 1800. Und selbst die wohl beliebteste Eigenschaft des Robin Hood wurde erst später hinzugefügt. Die frühen Legenden wissen nichts von einem Wohltäter, der die Reichen beraubt, um das Elend der Armen zu lindern.

Hat er wirklich existiert?

Nun stellt sich die Frage, ob diese Legende wirklich existiert hat. Oder doch nicht? Ist es nur der Skeptiker, der diese Frage stellt? Der zu realisierte Mensch, der den Glauben an Legenden verloren hat? Stellt nur er diese eine Frage?

Oder ist es nur eine Folge der Wissensuche, die nicht verleugnen darf, was sie findet und sich jedem Thema bis zum Grunde widmen muss, bis alles aufgedeckt und offenbart vor ihm liegt?

Im Grunde ist es egal, aus welchem Grund man diese Frage nun wirklich stellt. Das muss ein jeder sich selber beantworten. Widmen wir uns dieser kleinen Antwort.

Und wirklich hat zu Robin Hoods angeblichen Lebzeiten kein Chronist seine Abenteuer aufgeschrieben – wo sie doch spektakulär genug gewesen wären, um schriftlich festgehalten zu werden. Nirgendwo bezeigt jemand, diesen Mann gekannt zu haben.

In alten Urkunden taucht aber wirklich eine Variante des Namens Robin Hood auf. Ein Mann stand 1261 vor Gericht und erhielt ein Jahr später den Spitznamen Robehod – das lässt vermuten, dass der Genannte bereits einen gewissen Ruf hatte und dieser Ruf mit einem bestimmten Namen verbunden wurde.

Der erste ähnlich genannte Träger ist uns aus einem Dokument von 1226 bekannt. Darin geht es um einen Geächteten namens Robert Hod – möglicherweise ist das der Mann, auf den all die Legenden zurückgehen.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts verbannte ein britischer Gelehrter Robin Hood kaltblütig ins Reich der Legenden. Er behauptete, der Name sei eine abgewandelte Form von „Robin of the Wood“, was in Zusammenhang mit Märchenerzählungen und Aberglauben stehe, die die Menschen damals mit dem Wald in Verbindung brachten. Aber auch dafür blieb der kluge Mann einen Beweis schuldig.

Es gilt also weiterhin, was der wohl beste britische Robin-Hood-Kenner James C. Holt einmal geschrieben hat: Die Frage wer Robin Hood war, ist weit weniger bedeutsam als das beharrliche Fortleben der Legende. Und ein anderer Robin-Hood-Fachmann meinte, jede Generation bekomme den Robin Hood, den sie verdient.

Fazit

Wie immer bei den Legenden und Sagen, lässt es sich nicht 100 % beantworten, ob die Legende auf einen wahren Ursprung zurück geht. Aber eigentlich ist auch das nicht von Bedeutung. Wichtiger ist doch, was diese Geschichte, ihr Erleben, in uns den zuschauenden Menschen auslöst. Was sie bewirken kann, im Innern, dem Herzen, von fremden Persönlichkeiten. Das erst sagt doch wirklich etwas über den Gehalt einer Legende aus. Die kleine Macht, die sie besitzt und ausübt.

 

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."