Mit dem Rauchen aufhören [Mein Weg über die E-Zigarette] Part 001 – Die Entscheidung

Ich rauche seit knapp 10 Jahren, wenn nicht sogar noch viel länger. In dieser Zeit habe ich etliche Male mit dem Rauchen aufgehört. So, wie jeder Raucher, startete ich den Versuch unendlich mal auf Neue. Und so halbherzig, wie ich ihn begann, genau so schnell war er auch wieder vorbei. Mit Ernüchterung musste ich mein eigenes Scheitern beobachten und mich dann wieder diesem Dreck, dieser nervigen Sucht hingeben.

Einmal schaffte ich es dann doch. Ich war ein Jahr rauchfrei. Über die E.Zigarette fuhr ich langsam die Nikotinzahl immer weiter herunter, bis ich auf 0mg Nikotin war und dann mich auch vom Dampfen entwöhnte, bis ich komplett mich als Nichtraucher betrachten konnte. Es war eine schöne Zeit. Das muss ich zugeben. Nicht mehr an Zigaretten denken zu müssen. Keine Sucht mehr zu haben außer in Schüben. Die ich aber gekonnt verdrängen konnte. Das Essen schmeckte besser, ich schlief besser und auch fühlte ich mich einfach wie das pure Leben. Einfach frei.

Leider nahm ich dabei zu. Und so äußerlich betont wie ich in meiner Eitelkeit war, störte mich das extrem. Also machte ich das, was absolut dumm im Blick zurück betrachtet war. Nein, ich fing nicht mit Sport an, wie es der logische Schluss gewesen wäre. Ich fing wieder an zu rauchen. Zuerst fühlte ich mich gut und wirklich, ich nahm wieder ab. Aber ich räumte der Sucht wieder Platz ein und so oder so, wurde ich wieder ein Gefangener des selbst gewählten Gefängnisses. Und seit dem kämpfe ich wieder um meine Unabhängigkeit. Und sehe nur erneut mein großes Scheitern.

Es ist die Angst, die uns zurückhält. Die Angst vor der Sucht, die dann kommt. Wir denken, wir schaffen es dann nicht mehr im normalen Leben zu funktionieren. Wir sind nicht mehr zurechnungsfähig. Wir werden aggressiv. Und das Gefühl der Sucht auszuhalten, ist etwas, das sich kein Raucher zutraut. Dabei ist das Geheimnis daran, dass es vorbei geht. Und mit der Zeit wird es leichter, da man selber immer stärker wird und der Körper sich auch an das Nichtrauchen gewöhnt. Gekonnt kann man mit der Zeit die Suchtschübe wegdrücken.

Sicher funktioniert für jeden Raucher nicht jeder Weh um mit dem Rauchen aufzuhören. Mein Weg, wie ich es einmal geschafft habe, ist nicht der Leichteste. Denn trotzdem beherrscht einen der Gedanke der Sucht. Auch wenn er scheinbar nur psychisch ist. Aber genau das ist auch der Knackpunkt bei der ganzen Raucherei. Über Jahre hinweg hat man die Zigarette in sein Leben eingeladen. Über Jahrzehnte hat man bestimmte Eigenschaften mit ihr verkettet. Und über Jahre hinweg hat man sich selber ohne es bewusst zu machen versklavt.

Es gehört zu den schwersten Dingen in unserem menschlichen Leben, sich von Gewohnheiten zu lösen. Wir haben uns da selber programmiert und solche Programmierung los zu werden ist verdammt schwer. Ich kann Ihnen jetzt nicht den Geheimtipp überhaupt geben. Denn für jeden funktioniert etwas vollkommen anderes. Wir sind Individualisten und jeder hat seine eigene Gesetzmäßigkeit. Der Eine kann von jetzt auf gleich aufhören ohne jemals wieder Sucht zu verspüren. Der Andere wird schon beim Gedanken daran in die Verzweiflung getrieben.

Da draußen gibt es jede Menge Möglichkeiten. Seien es die Sprays oder Kaugummis oder auch Pflaster aus der Apotheke. Ich habe es vor Jahren mal geschafft mit Nikotinkaugummis zwei Monate rauchfrei zu sein. Aber den Absprung dann von der Nikotinzufuhr weg, da scheiterte ich. Deswegen finde ich den Weg ersteinmal über die E-Zigarette praktischer. Denn man kann mit der Zeit die Nikotinzufuhr immer weiter runter dosieren. Es liegt an einem selbst, wie klein oder groß die Schritte dabei sind und wie schnell man den kompletten Entzug schafft.

Wenn Sie den Schritt in die Raucherentwöhnung gehen wollen, dann müssen Sie ersteinmal was investieren. Sei es da Geld in die E-Zigarette und den eigenen Markt. Oder die Raucherentwöhnungsmittel aus der Apotheke oder auch nur Bücher. Und ebenso brauchen Sie das nötige Wissen, das Sie sich mit der Zeit aneignen. Über die Sucht, über einen selbst und dann auch über den Umgang mit dem Ersatzmittel für den Übergang. Es ist Arbeit, schwere Arbeit und die Meisten schrecken genau davor dann auch zurück.

Nun, ich bin fest entschlossen, mich von der Nikotinsucht zu lösen. Wieder einmal das zu schaffen, was ich bereits in der Vergangenheit geschafft habe. Deswegen werde ich es auch jetzt wie in Tagebuchform auf meinem Blog sammeln. Einerseits für mich selber und andererseits für den Leser, der noch davor zurückschreckt. Auf dass Andere von meiner Erfahrung profitieren können. Sehen, dass sie vielleicht nicht so alleine bei ihrem Entzug sind. Und dass Andere es auch durchgemacht und dann letztendlich auch geschafft haben. Das hält mich zurück wieder mit dem Rauchen anzufangen und Andere mögen sich vielleicht dadurch motivieren lassen, es mir gleich zu tun. Das fände ich persönlich sehr schön.

Nun, wie haben jetzt den 20.08.2109 15:21 Uhr. Und ich werde mir jetzt in aller Ruhe und Besinnlichkeit meine letzte Zigarette rauchen und dann meinen Pfad der Entwöhnung beschreiten. Mit allem was da auf mich zukommen mag. Entgegen aller Hindernisse, die mir meine Sucht aufzwingen will. Und entgegen der Bequemlichkeit, deretwegen ich fast nur rauche. Denn durch die Installation der Rauchmelder, wurde mir die Möglichkeit genommen in der Wohnung zu dampfen, da ich nun mal keinen Balkon habe. So muss ich immer vor die Tür gehen zum Dampfen. Nervig, aber verschmerzbar. Und für mein baldiges Rauchfrei, nehme ich diese Unbequemlichkeit gerne in Kauf.

Ab und zu werde ich was zum Thema schreiben. Erfahrungen, Wissen, in Tagebuchform Erleben etc.. Ich mache auch eine eigene Kategorie auf meinem Blog dazu. Wer will kann sich dann gerne hindurch lesen, wenn die Beiträge sich mit der Zeit sammeln. Seien wir gemeinsam gespannt, was da noch auf uns so zukommen möge.

Author: Nismion LeVieth

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.

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