Lass uns Träumen

In den Gedanken sind wir frei,

ungebunden,

ohne jegliche Beschränkung.

 

Ein Tor nur,

eine unverschlossene Tür,

ein Portal,

das zum Eintritt einlädt.

 

Wir fliegen,

losgelöst,

in den Weiten des Himmels.

Fernab vom Boden,

nahe an den sanften Kissen,

in die wir uns betten.

 

Sie säuseln,

sie treiben,

weiß und hauchdünn,

einer Decke gleich am Horizont.

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Wir treiben hindurch,

immer höher und steiler,

direkt in das Zentrum.

 

Ein pulsierender Planet,

umgeben von goldener Aura,

er wärmt uns,

nimmt uns auf,

in tausend Lichter,

heller als die Sterne über ihm.

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Eine Sekunde,

ein Moment,

und wir verharren.

In unserer Quelle,

der Nahrung für die keimenden Sprösslinge,

dem Ursprung des Tages,

und der Grund für lächelnde Gesichter.

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Wir verlassen ihn wieder,

tauchen auf aus der glänzenden Masse,

folgen den Schwingen,

die nahe an den Wolken ihre Kreise ziehen.

 

Sie krächzen,

sie schreien.

Schneller, immer schneller geht es weiter.

 

Wir, hinter ihnen,

bewundern ihr Gefieder,

wie ein Fell,

so zart, so weich,

eines Künstlers Werk,

zur Perfektion vollendet.

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Unter uns ist Freiheit.

Natur,

ohne das Werk eines Menschen.

 

Tiere,

wild und ungezügelt,

im Sprung durch die Wälder.

 

Vorbei geht es am grünenden Dach,

der natürlichen Behausung.

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Schon bald ein Blau,

eine riesige Fläche,

an schwappenden Wellen.

 

Die Vögel schießen hinab,

tauchen ein, in kristallene Tropfen,

gebrochen im funkelnden Sonnenschein.

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Wir wollen es ebenso.

Auch wir sinken hinab,

und schrecken hoch.

 

Ein Arm zum Schreibtisch,

ein Schlag,

der das Piepsen unterbricht.

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Das Signal zum Alltag,

es unterbrach,

es zerrte uns weg,

von Freiheit,

der reinen Natur,

von unseren Träumen.

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Ein Tag,

ein paar Zwanziger an Stunden,

dann können wir,

dann dürfen wir,

erneut durch das Portal.

Eintreten in das Reich unserer Träume.

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Lass uns Träumen,

schon bald wieder,

wenn der Tag zur Ruhe kommt,

und die Nacht ihre Decke ausbreitet.

(Vor einigen Jahren schon entstanden)

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