Ich bin gerade meine alten Seiten durchgegangen. Habe den kleinen Zeitstrahl für die Seite erstellt. Und es ist interessant zurück zu blicken. Gerade auf die erste Seite von mir, nismion.com. Ich war gerade frisch in der Trennung. Wurde herausgerissen aus meiner Ehe und die Scheidung stand an. Dies warf mich so sehr aus meinem Konzept des erträumten Lebensweges, dass ich anfing nach zu denken. Wahrhaft nachzudenken. Und in diesem Zuge fing ich auch an zu schreiben. Und ebenso wollte ich diese Texte irgendwo im Internet haben. So erstellte ich über einen Webseiten Baukasten eine eigene kleine Homepage, die ich Creativ Space taufte. Später dann kam ich über den Freund meiner Schwester zum Bloggen, da der dies exzessiv machte. Und er zeigte mir eine ganze Menge in der Anfangszeit. Wir entwickelten uns dann in verschiedene Richtungen weiter. Während es ihm um das reine Geld verdienen und auch Erfolg im Internet ging, widmete ich mich den Flügen eines freien Geistes. So, wie das Leben nun mal einmal manchmal spielt. Wir verloren uns aus den Augen und bis dato habe ich eigentlich nichts mehr von ihm gehört. Aber er hat den Grundstein für meine weitere Entwicklung gelegt. Nämlich das Bloggen und ich bin ihm da überaus dankbar für.

Aber es ist interessant zu sehen, was für Texte ich damals noch etwas naiv schrieb und doch hatten sie ihre eigene Art von Weisheit. Natürlich fehlte mir das Wissen, was ich jetzt besitze und doch, kann man schon die Anfänge einer Suche sehen, die immer noch auf ihre eigene Weise andauert. Dabei weiß ich gar nicht, was ich genau suche. Vielleicht Wissen? Vielleicht Freiheit? Wer weiß denn schon so genau, was einen wirklich antreibt? Ist es ein höheres Ziel? Ich glaube daran. Dass ich durch meine Schreiberei etwas erschaffen kann, das genau so einzigartig ist, wie eben nur ich selber. Meine Art zu denken, meine eigene Art zu schreiben und an Dinge/Probleme heran zu gehen. Das, was mich auszeichnet, in Worte/Schrift festgefroren für meine eigene kleine Ewigkeit. Auf die ich dann, wie jetzt, einfach zurückblicken kann. Wie Fotos meines Gehirns, meiner Gedanken von damals. Und dabei ist es das Besondere, dass es eben nicht reines theoretisches Wissen ist, sondern unsagbar einzigartig auch eingefärbt von meiner eigenen Persönlichkeit. Denn im Grunde sind Blogs nichts weiter als Tagebücher. Sicher selektiert man phasenweise, was man da hinein schreibt. Wie viel von sich und der eigenen Person ist man bereit jetzt wirklich preis zu geben. Denn es mag sein, auch wenn das Internet so anonym ist, dass man auch dafür gerade stehen muss, was man in freier Kreativität da wüst hinunter getippt hat. Denn das Internet vergisst nicht. Es gibt da so etwas wie eine Waybackmaschine des Internets, in der so Manches für eine eigene kleine Ewigkeit mit Jahreszahlen sogar festgehalten wird.

Jetzt möchte ich gerne noch ein paar Texte von mir hier verewigen, die aus dem Jahre 2009 stammen. Mir gefallen sie immer noch und ich stehe auch immer noch dahinter. Und sie zeigen den Anfang meiner eigenen Suche an.

Das Leben

Tage, Stunden, Minuten, Sekunden, die sich aneinander reihen. Momente, die unglaublich schön sein können, aber auch unsere dunkelste Trauer beherbergen können. Sie vergehen alle.
Aber was bleibt, das sind die Erinnerungen daran. Ebenso bleibt die Erfahrung, Einsicht, die uns so was bringen kann. Irgendwann können wir in allen Augenblicken auch etwas Gutes sehen. Irgendwann können wir den Sinn eines Ganzen sehen. Dafür haben wir die Fähigkeit der Rückblende.
Es geht auf und ab, unendliche Höhen und Tiefen. Das Leben wurde uns gegeben, für Manchen ein Fluch, für Andere ein Segen. Aber leben müssen wir alle. Glück, Träume, Hoffnungen, oder auch das Ablehnen von dem allen, das ist unsere Motivation. Daraus bilden sich Ziele, ein Sinn für Jahrzehnte.
Man sagt, die Entwicklung der Persönlichkeit ist zum größten Teil vorgegeben, durch Vergangenheit, Eltern- Kind Beziehung, soziales Umfeld, die Möglichkeit an Wissen zu kommen.
Wo ist denn da die Entscheidungsfreiheit, mag man fragen. Ich kann das nicht beantworten. Ich weiss nur eines.
In den allerdunkelsten Momenten, in Krisenzeitpunkten, extremen Verlusten, wenn wir in einem dunklen Loch sitzen, dann können wir es sehen, unser Ich.
Und auch genau in diesen Momenten, wo nur das Ich und der Verstand existieren, können wir unsere größten Schwächen und Stärken erkennen. In diesen Momenten können wir uns endgültig entscheiden. Wir müssen es.
Und dann haben wir auch die Möglichkeit, aus gewohnten Bahnen auszubrechen, neue Wege zu beschreiten. Vielleicht können wir unserem Leben dann eine vollkommen neue Richtung geben?
Die Welt ändert sich nicht, aber unsere innere Welt. Da können wir dran arbeiten. Wir alleine entscheiden. Niemand sonst. Aber, aus so einem Loch können wir uns nur selber herausholen. Und wie wir es verlassen, das entscheiden nur wir. Es mag sein, dass ein Mensch eine Stärke in sich findet, die er noch nie an sich kannte, erlebt hat.

Jahre, Monate, Wochen, das ist das Leben. Aber in Sekunden, Minuten, können wir allumfassende Wendungen vollziehen, eingestehen, einsehen, wenn man es will.

Dafür sind wir Menschen
Und dafür sind wir frei

Worte

Worte erzählen ein Leben,

Schrift,

Bringt sie auf das Papier.

Momente,

Augenblicke,

Die Fantasie,

Angeregt durch Erinnerungen,

Füllen sie,

Mit Emotionen,

Machen Sie wertvoll.

Nur der Mensch lebt,

Fühlt,

Denkt,

Und ist frei.

Ohne Menschen,

Die Emotionen eines jeden Einzelnen,

Ist jedes noch so wichtige Wort,

Jede grosse Wahrheit,

Bedeutungslos.

Denn nur der Mensch schenkt den Augenblicken Leben, macht sie wertvoll und unvergesslich.

Fazit

Und damit überlasse ich Sie wieder Ihrem Alltag. Vielleicht verbleiben Sie noch etwas auf meiner Seite. Wühlen sich durch so manchen Artikel. Oder Sie konnten etwas mitnehmen. Einen Gedanken, ein Gefühl, dann hat es sich doch gelohnt. Auf bald. 🙂

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."