Es war einmal …

„Es war einmal“, so beginnt ein Märchen und endet auch Traum. So fliegt die Vision in die Weiten der Allmöglichkeit und stürzt die Erinnerung in den Schlund des Vergessens.

Was war, muss nun nur niemals mehr sein, aber kann dennoch noch immer nur sein. Was einmal war, kann verschwindend gering ins Nimmermehr abtauchen oder multiplizierend zu Mehreren werden. So liegt`s am Ich, dem kleinsten Sein, was wachend ergibt den größten Schein.
Ich wähle, ich denke und forme nur dann, was einstmal nur war und in Zukunft Vergangenheit heißt.
Es war einmal, nur eine an Liebe, bis wir suchend und findend Viele antrafen. Des Lebens Windung, des IrrWeges Pfade, sie alle nur zeigten aufs Neue nur immer nur dar, dass was einstmal das Einzige, niemals alleinig nur war. So wird aus einmal nur Viele, für wahr.
Es war einmal, nur einer an Traum. So einfach, so simpel den Treppen des Mühsals zu folgen. Doch ist es diesmal die Zeit allein, die zeigend und öffnend uns Vielen offenbart, dass nicht Traum dem Traume gleicht. Und Werden nicht immer dem Sein gleich bleibt. So ist`s nur manchmal, Müh als auch dem großen Preis, den Erfolg als Traum verborgen verheißt.
Es war einmal, die reinste an Unschuld. Im Brüllen, im Strampeln im Schlagen sogar, da schnappte sie Luft und fand Form in Wirklichkeit. Doch sind des Lebens Wege, mit Pakten, mit Preisen und auch Angeboten reichlich gepflastert. Die Unschuld? Am Ende, da war sie nur einmal.
Es war einmal, das ist Erinnerung als Segen und Plag zugleich. Was war ist einst nur Möglichkeit gewesen. Was ist, ist das Ende des einstmal Gewesenen.
So stoppen und denken wir, blicken zurück als auch nach Vorn.
„Es war einmal,“ ist genau jetzt die vergangene Sekunde erinnernder Zukunft.

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Der Professor

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.