Ein geteilter Moment unausgesprochener Liebe

Ich sage Dir, dass ich Dich liebe. Doch Du verstehst mich einfach nicht. Zu sehr sind Deine Erinnerungen eingefärbt von den negativen Erinnerungen, die Du behalten musstest. Die Erfahrungen, die Du durch dieses Leben und durch die falschen Leute machen musstest. Ich kann sagen was ich will, die schönsten Worte finden und doch wirst Du es niemals so verstehen, wie ich es meinte. All das Schöne an diesen einfachen Worten wurde Dir genommen durch falsche Menschen, die Dich ausnutzen, zu ihrem Vorteil überantworteten.

So streiche ich Dir einfach durch das Haar, sage nichts mehr, was man falsch auslegen könnte. Ich nehme Dich in den Arm und zeige Dir durch meine Nähe, was Du mir bedeutest. Unser Atem verschwimmt und als wären wir nur ein Organ, nehmen wir den Odem des Lebens gemeinsam auf. Diese Sekunde, dieser Moment, gehört nur uns beiden. Und niemand wird uns ihn jemals nehmen.

Das ist eine Sprache, die Du verstehst. Und auch wenn falsche Menschen manchmal diese Nähe ebenso vorspielen können, vertraust Du mir bereits genug, dass Du Dich in meine Wärme der Geborgenheit fallen lassen kannst.

Du weißt, dass ich niemals aufgeben werde, Dich davon zu überzeugen, was Du mir bedeutest. Und auch wenn Du mir glauben willst, so gerne doch, hält Dich doch der Zweifel in seinen grausamen Armen gefangen. Dennoch findest Du es süß, wie sehr ich mich bemühe. Und auch wenn ich noch nicht am Ziel bin, so muss mir das für den Moment, für den Status Quo ausreichen. Und das tut es auch. Denn ich weiß, dass mit der Zeit wirst Du Dich immer weiter öffnen, immer ein bisschen mehr hingeben, bis sich diese einzigartige Rose vollkommen entfaltet. Und das ist mir das Warten wert.

Ich blicke Dich schweigend an. Du blickst tief in meine Augen. Und vielleicht auch nur erahne ich dort bereits des Funken eines Begreifens. Der Hauch eines Verständnisses, dass es diesmal nichts so laufen wird, wie die Male zuvor. Und diese Ahnung befriedigt mich voll und ganz, als dass ich noch nach mehr Körperlichem dursten würde.

Wir sind zwei, die im geteilten Moment Eins sind, bleiben und werden. Und die Wahrheit, die sie schweigend sprechen, müssen nur diese beiden auch verstehen. Niemand sonst. Und das ist alles was ausreicht und die Sekunde zur Ewigkeit adelt.

Author: Nismion LeVieth

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. Des Sprechens niemals müde, des Schreibens nur in Liebe geknechtet, so gibt es Vieles, Manches noch mehr, im Namen der Dreien, die als dann nur Einer sind: Bruno T Schelig; B.T.Trybowski; Nismion LeVieth. Spuren, denen man folgen will, die findet man rein selber. Der Instinkt, an Neugier gebunden, er weist den richtigen Weg.

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