Durst und Schreiben

Wenn der Durst nach dem Schreiben mich weckt…

Dann nehme ich die Tinte zur Hand, gieße meine Gedanken hinein und lasse die Worte sich schreiben. Wenn die Wahrheit mich ruft, dann werde ich Sklave der kritzelnden Hand. Dann werde ich Medium, das abbildet, durch das hindurchfließt.

Wenn das Papier mich ruft, dann male ich Botschaft darauf. Zuerst im Schwarz der unreifen Wahrheit zeichne ich ein Bild, das sich selber in Zentrum manövriert. Ich nehme den Stift der Wahrheit und male die eigene als auch fremde Seele darauf. Dass sich jeder findet, ins Zentrum manövriert und so Vieles oder auch Weniges erkennt. Denn was des einen Wahrheit, das ist des Nächsten die reine Lüge. So lernst ganz schnell, dass es eine Wahrheit so nur niemals gibt. Simple Worte, die sich selber malend, Existenz als auch Botschaft ergeben.

So ist dem Durst der erste Hunger, nach dem was Wahrheit verspricht. Die Leere einer Botschaft, die sich selber ergibt. Denn was nicht alleine glaubt, das nur kann niemals sein. So manövrierst in dein eigenes Sein, deine Wahrheit, deinen Glauben, dein Wünschen als Sehnen, bewusst als auch unbewusst. Was vermagst zu finden ist das, was zu innerst gewünscht.

Wenn der Durst nach dem Schreiben mich also weckt, dann male und zeichne ich den Gedanken, der auf dann Botschaft ergibt. Für mich, für Dich, für alle. Denn wir sind Teile, des Ganzen, des Kleinen, des Großen. Winzige Mosaiksteine Desselben, das unendlich zu sein scheint. Ein All der Planeten, das die Ewigkeit berührt. Und so wie wir vergehen, steigen wir auf in eigene Unendlichkeit. Der Erinnerungen, der Gedanken, des Seins, das wir einstmals waren.

Denn dem Leben ist nun mal die Endlichkeit. Das Vergehen im simplen kleinen Tod. Aber der Gedanke alleine, er lebt nur ewig fort. So verpflichten wir uns doch lieber der Botschaft an für sich als den Irrwegen eines Lebens. Denn die Wahrheit sie ist gerecht. Sie ist erbarmungslos. Sie ist hart. Aber ebenso ist sie losgelöst von des Menschen Sein… ewiglich.

Es sind die Zeilen einer Schrift, die malen und zeichnen was Bild ergibt. Aber alleine Botschaft, die Verstand versteht. Wenn er taucht ein, sich ergibt, dessen, was Schreibenden erfüllt. So ist dem Schreiben das eine Medium, das Seelen verknüpft. Im Gedanken, im Moment, in stiller Sekunde, die reines Lesen so ergibt.

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Bruno T. Schelig alias Nismion LeVieth. Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann.

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