Die Wanderer auf gleichem Pfad

In den sanften Worten jeder Nähe, findet sich die Weichheit der aufgehenden Blütenknospe. Sie bettet sich hernieder auf die zerbrechliche Schale der Seele und umfängt sie ganz und gar, ohne sie dabei einzuengen.

Die Seele nun weiß um den engen Freund der Gedanken, der behütet, auffängt, begleitet. Und welche Stürme das Leben auch schicken mag, er nur weicht nicht von der Seite.

So gehen diese beiden Seelen, die sich in Worten dann und wann in die Arme schließen durch den Kreislauf einer Welt. Es geht von Tief zu hoch, von Last zu Schwerelosigkeit. Und welches Ungetier Ihnen auch im schwarzen Wald begegnen sollte, sie erlegen es zusammen.

Sie sind Freunde, vielleicht Liebende. Es mag sein, dass sogar Seelenverwandte. Und was den Einen schmerzt, das lässt den Anderen nicht unbekümmert.

Einstmals da fanden sie sich auf den Pfaden eines zufälligen Schicksales. Und gehen lassen werden sie sich nur, falls eine Prüfung des Loslassens es von ihnen verlangt. Denn sie wissen, wer sich selbst nicht hat, der kann auch keinem Anderen was geben.

Sie sind Zwei. Sie sind eins. Des Keins, das aneinander schweißt und dennoch Seele verbindet. Sie sind die Wanderer auf gleichem Pfad in die Weite der unergründlichen Bestimmung.

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