Die unbekannte Variable in der Gleichung eines Lebens – Gedankentext

Rückschläge zeichnen unser Leben. Sie stellen uns vor die niemals zu übergehende Prüfung, aufzugeben oder sich über die eigenen Dämonen zu erheben und vielleicht auch irgendwann siegreich aus so einer Schlacht hervorzugehen. Schicksalsschläge sind die Stolpersteine an denen sich unser Gang abstößt, bis wir die innere Ruhe und Gelassenheit erreicht haben, an Hand derer uns nichts mehr aus der Bahn wirft, uns von unserem Pfad abbringen kann.

Wir wollen diese schweren Momente, phasenweise Situationen nicht haben. Und hätten wir eine Wahl, so würden wir geflissentlich an ihnen vorbeigleiten. Genau deswegen dürfen wir nicht wählen, welche Prüfungen uns in einem Leben erwarten. Wir wandern von Sekunde zu Sekunde, von Moment zu Moment, begegnen diesem Menschen, vielleicht auch den Nächsten, der unsere Zukunft mit uns zeichnen wird. Dankbar erkennen wir, dass egal ob es einen höheren Plan gibt, wir in dieser Wahl der Zustände, die uns unvorbereitet treffen, diesmal keine Verantwortung tragen. Wir reagieren, wir agieren, wir handeln oder bleiben still stehen, bis der Sturm vorüber ist, der unsere leise innere Stimme zu übertönen sucht. Was auch immer wir tun, ist niemals falsch. Denn es ist der Zustand des Iches, des Selbstes, der uns auf egal welche Weise auch immer handeln lässt. Eine Lektion, die wir verpasst haben, eine, die wir noch lernen müssen, schmerzhaft oder auch leichtfertig.

Denn nur der Widerstand schleift ab. Deswegen muss uns das begegnen, auf das wir so nicht vorbereitet sind. Deswegen müssen wir uns manchmal gegen eine ganze Welt auflehnen und mit letzter Kraft das „Ich bin“ hinausschreien. Als Protest einer freien Seele, als Aufschrei eines selbständigen Innern, das nicht bereit ist, sich einer fremden Macht zu unterwerfen.

Wir sind genau so nur frei, wie wir es selber an uns anerkennen. Was wir tun, haben wir in Zukunft getan und als Erinnerung verewigt und dürfen von den Erinnerungen kosten. Wir sammeln die Momente und Augenblicke und leben so nur niemals aus. Ja auch lernen, aber ich meinte ganz speziell leben jetzt hier. Denn wir hören einfach nicht auf zu leben, egal was passiert oder uns auch geschehen mag. Es geht immer irgendwie weiter. Mal schwer zu Anfang, mal leichter, um so mehr Zeit vergeht. Es geht immer weiter !! Das ist eine unumstößliche Wahrheit, sofern man nicht vollkommen aufgibt.

Ich kenne Sie meinen Leser so nicht. Davon gehe ich einfach aus. Ich weiß gar nichts über Sie und über Ihr Leben. Ich kenne die Probleme nicht, vor denen Sie stehen. Ich weiß nicht, was Sie alles ertragen haben, um als Ich jetzt vor mir, meinem Text zu stehen/sitzen. Und doch weiß ich so einiges über Gesetzmäßigkeiten, den Regeln eines Lebens. Und im Grunde genommen sind diese für uns alle ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Nur deswegen kann ich so hochphrasig über das Leben uns seine Schwierigkeiten schreiben und Ihnen hoffentlich den einen oder anderen Gedanken mitgeben. Auf dass Sie merken, begreifen, dass Sie nicht alleine sind. Millionen Menschen da draußen, die tagtäglich vor ähnlichen Problemen wie Sie oder auch Ich stehen. Die es auf ihre ganz eigene Weise lösen und so nur wieder einen Beweis für ihre Individualität in die Welt hinaus tragen. Denn auch wenn unsere Leben sich gleichen, so sind wir alleine die unbekannte Variable, die niemals eine klare Lösung ergeben kann.

 

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