Die Legende Dracula

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Wir kennen diesen Namen. Wer sich mit Vampiren beschäftigt, für das Thema an sich, interessiert, der kommt um diesen simplen Namen nicht drumherum. Aber anders als bei Kain, ist es mit Dracula so, dass es unendlich an Verweisen, Mythen und fast auch Legenden gibt. Für Viele ist es sogar der erste Vampir überhaupt. Widmen wir uns einem weiteren Thema, dass ich ebenso in meiner Saga verewigt habe.

 

Dracula – Einer, der Urvampire

Es fing an mit Bram Stoker. 1897 veröffentlichte er seinen Roman, der daraufhin die Euphorie und die Verbreitung des Themas in die Medienwirtschaft brachte. In dem Sinne, ist Dracula der Urvampir, denn man kann sagen, er war zumindest in den Geschichten und der Verbreitung, in unseren Jahrhunderten, der Erste, der erschaffen wurde, über den geschrieben wurde.

Sein Werk, Dracula, hat mich ebenso inspiriert, so wie ich es auch benutzte. Er schrieb in Tagebucheinträgen. An bestimmten Tagen, Uhrzeiten und Orten, konnte man in die Sichtweise der jeweiligen Person direkt einspringen und hautnah miterleben, was sich gerade tat. Aber eben, aus der inneren Gefühlswelt heraus des jeweiligen Charakters. Ich persönlich, als Schreiberling, als Schriftsteller, fand das grandios. Und wer mein Buch gelesen hat, der weiß bereits, dass ich es ebenso benutzte. Ein kleiner Auszug am Rande:

Leider ist es aus dem Urwerk nur in Englisch zu finden:

Jonathan Harker’s Journal

3 May. Bistritz. __Left Munich at 8:35 P. M, on 1st May, arriving at Vienna early next morning; should have arrived at 6:46, but train was an hour late. Buda-Pesth seems a wonderful place, from the glimpse which I got of it from the train and the little I could walk through the streets. I feared to go very far from the station, as we had arrived late and would start as near the correct time as possible.

The impression I had was that we were leaving the West and entering the East; the most western of splendid bridges over the Danube, which is here of noble width and depth, took us among the traditions of Turkish rule.

We left in pretty good time, and came after nightfall to Klausenburgh. Here I stopped for the night at the Hotel Royale. I had for dinner, or rather supper, a chicken done up some way with red pepper, which was very good but thirsty. (Mem. get recipe for Mina.) I asked the waiter, and he said it was called “paprika hendl,” and that, as it was a national dish, I should be able to get it anywhere along the Carpathians.

I found my smattering of German very useful here, indeed, I don’t know how I should be able to get on without it.

Having had some time at my disposal when in London, I had visited the British Museum, and made search among the books and maps in the library regarding Transylvania; it had struck me that some foreknowledge of the country could hardly fail to have some importance in dealing with a nobleman of that country.

I find that the district he named is in the extreme east of the country, just on the borders of three states, Transylvania, Moldavia, and Bukovina, in the midst of the Carpathian mountains; one of the wildest and least known portions of Europe.[…] (http://www.literature.org/authors/stoker-bram/dracula/chapter-01.html)

Jonathan Harker’s Journal Continued

5 May.–I must have been asleep, for certainly if I had been fully awake I must have noticed the approach of such a remarkable place. In the gloom the courtyard looked of considerable size, and as several dark ways led from it under great round arches, it perhaps seemed bigger than it really is. I have not yet been able to see it by daylight.

When the caleche stopped, the driver jumped down and held out his hand to assist me to alight. Again I could not but notice his prodigious strength. His hand actually seemed like a steel vice that could have crushed mine if he had chosen. Then he took my traps, and placed them on the ground beside me as I stood close to a great door, old and studded with large iron nails, and set in a projecting doorway of massive stone. I could see even in th e dim light that the stone was massively carved, but that the carving had been much worn by time and weather. As I stood, the driver jumped again into his seat and shook the reins. The horses started forward, and trap and all disappeared down one of the dark openings.

I stood in silence where I was, for I did not know what to do. Of bell or knocker there was no sign. Through these frowning walls and dark window openings it was not likely that my voice could penetrate. The time I waited seemed endless, and I felt doubts and fears crowding upon me. What sort of place had I come to, and among what kind of people? What sort of grim adventure was it on which I had embarked? Was this a customary incident in the life of a solicitor’s clerk sent out to explain the purchase of a London estate to a foreigner? Solicitor’s clerk! Mina would not like that. Solicitor, for just before leaving London I got word that my examination was successful, and I am now a full-blown solicitor! I began to rub my eyes and pinch myself to see if I were awake. It all seemed like a horrible nightmare to me, and I expected that I should suddenly awake, and find myself at home, with the dawn struggling in through the windows, as I had now and again felt in the morning after a day of overwork. But my flesh answered the pinching test, and my eyes were not to be deceived. I was indeed awake and among the Carpathians. All I could do now was to be patient, and to wait the coming of morning.[…] http://www.literature.org/authors/stoker-bram/dracula/chapter-02.html

Nun ein paar kleine Einblicke in meine Saga, in der ich diesen Grundgedanken, des ersten Vampir Buches weiterverwenden musste:

[…]Ich war eingeschlafen und hatte geträumt. Einen Traum, der nicht weniger schön war, als die Wirklichkeit, die ich nun erblickte.

Die Wellen des Flusses brachen sich am Strand. Der mit Kies vermischte Sand schluckte und spuckte es wieder aus. Leichter Schaum bildete sich, das wiederkehrende Brechen der Wellen, ergab ein beruhigendes Rauschen, während ein Kahn über den Fluss schipperte. Schwarze Steine über meterlange Schiffsfläche, die leichtglitzernd das Mondlicht wiedergaben. Es war eine sternenklare Nacht. Nur ein weißer, vollkommener Kreis stand in heller Pracht am Himmel und beleuchtete alles in seinem majestätischen Licht.

[…] Mit einem Vollmond fing es an. Und mit einem Vollmond Jahre später wurde das erste Kapitel einer Geschichte beendet, die selbst mich, bei meinem übernatürlichen Verstand, an den Göttern zweifeln ließ. Wenn ich doch nur einen in den Jahrtausenden getroffen hätte. Nachdem ich alles durchleben durfte, hätte ich ihm mit Freuden meine Dankbarkeit gezeigt. Ihm den Webstuhl des Schicksals und, seinen toten Klauen, die Schere entrissen.

Aber auch ich kann mich nicht von der Notwendigkeit befreien, der alles zu Grunde liegt. Und doch…………[…] (Auszug aus dem Tagebuch des Vampirs Azralot)

Rose stand am Wasser, die nackten Füße wurden umspielt und leichte Windstöße ließen ihr Kleid flattern, hoben es an und drückten es wieder hinunter. Wie eine Liebkosung streichelte die wilde Natur sie. Wer konnte sie auch nicht einfach nur lieben? Ein umwerfender Anblick.

Sie, so zerbrechlich im Mondlicht, inmitten des Wassers und des Windes. Alles passte sich ihr an, gab ihr Freiraum und glitt an ihr vorbei, ohne sie als Widerstand zu empfinden. „Meine Königin der Nacht“. Majestätisch, eindrucksvoll und doch so zerbrechlich.[…] (Legens of Kain, siehe unter Veröffentlichungen)

Das ist die erste Spur, aber ich habe es noch näher am Vorbild gemacht, denn es gab mir z.B. die Möglichkeit, drei Handlungsstränge zu verknüpfen:

Zum Einen ist da der Briefkontakt mir Arah:

Wir schreiben den einundzwanzigsten Oktober im Jahr zweitausendelf des zwanzigsten Zeitalters, des einundzwanzigsten Jahrhunderts.

Bonsoir !

Zuerst habe ich zu danken. Zu danken, für die Zeilen, die Du mir schicktest.

Ich habe Dich warten lassen, lange Zeit. Es ging nicht anders.

Ich musste eine Entscheidung treffen.

Viele Briefe sind bei mir eingegangen. Die Gefühle, Hoffnungen und Ängste der verschiedensten Seelen, durfte ich für eine kurze Zeit berühren. Ich genoss es sehr. Es gibt nicht mehr viel, dass einen noch berühren kann, wenn die Monate, Jahre und Jahrzehnte vorbeiziehen.

Menschen, die um mich wissen, sterben nach nur einem Augenblick. Und am Ende ist es der Abschied, der übrigbleibt. Sie füllen nur Phasen, kleine Zeitalter, in einer Existenz, die fast zu lange ist. Und dabei noch ewig dauert.

Eine Ewigkeit ohne den Tag, die Sonne und viele der einfachsten Dinge, die ihr Menschen so genießt.

Aber schweife ich ab?

Gehen wir etwas zurück. Zurück, an ein Gefühl, dass Du bei mir erwecktest und dass ich viel zu lange nicht mehr spürte.

Die verschiedensten Menschen haben mir geantwortet. Viele verirrte Seelen, die nur einer Bewegung gefolgt sind. Manche hielten sich selber für Vampire. Andere nannten sich Vampyre und wieder andere Sanguisten. Ich habe darüber gelesen, doch kann ich nicht verstehen, wie ein Mensch freiwillig solch eine Rolle annimmt nur um zu sein, wie wir.

Und doch sind es nur Rollenspieler. Seelen auf der Suche nach Sinn, die sich in etwas rein steigern. Aber egal, wie sie sich nennen, es bleiben Menschen und sie werden ihrem Leben fristen müssen.

Phantastereien, Hirngespinste und wilde Vermutungen, erreichten mich.

Wilde Beschimpfungen und einen Angriff, schickte mir einer. Einer, der im letzten Atemzug erkannte, was ich bin. Ich besuchte ihn nachts, als er im Internet wieder jemanden beschimpfte und seinen Hass los ließ. Er hatte erst keine Angst. Erst sah ich Verblüffung, als sein Verstand versuchte, mich einzuordnen.

So reagieren die Meisten. Aber viele meiner Opfer nehmen das Geschenk an.

Ich lasse ihnen die Wahl zu leben oder einer Einladung zu folgen, die für mich nicht mehr bedeutet, als ein Schubs. Keiner hat sich bis jetzt für das Leben entschieden, wenn ich ihnen zeigte, was sie erwartete.

Ich schreibe dies nicht als Warnung. Aber Du sollst wissen, was ich wirklich bin. Kein gefallener Engel, keine der Dunkelheit fristenden Seele, sondern im Kern ein Dämon. Nichts Gutes, kein Traum und kein Vorbild, das die menschliche Existenz ersetzen könnte.

Aber warum antworte ich Dir?

Noch schreibe ich die Zeilen und nachher entscheide ich, ob ich sie Dir schicke.

Dein Brief war anders. Du zweifelst an meiner Echtheit, anders als alle Anderen. Du glaubtest noch nicht mal richtig an Vampire. Und Du bist keiner dieser Menschen, die einer Bewegung folgen. Das macht Dich interessant.

Ich spürte Deine Hoffnung und das unbändige Verlangen nach Wissen zwischen den Zeilen. Ein Verlangen, das mich daran erinnert, wie ich selber einst war. Und trotz Deines ersten Kontaktes zu mir, einer unbekannten Dunkelheit, scheinst Du doch unberührt, fast schon unschuldig. Das ist etwas, dem ich nicht widerstehen konnte.

Die Entscheidung, die ich, seitdem ich Deinen Brief las, fällen muss, ist, ob ich Dir das nehme.

Tauchst Du mit mir in meine Welt ein und ich in die Deine, so gehen wir eine Verbindung ein. Eine Verbindung, deren geringster Preis die Unschuld ist. Denn die Dunkelheit offenbart, zeigt und schickt auf Wege, die keine Seele unbefleckt wieder verlässt.

Bist Du bereit, den Weg mit mir zu gehen? Nur um einen Wissensdurst zu stillen? Bereit, den Preis zu bezahlen, den er fordern wird?

Ich verspreche Dir nichts. Ich gebe Dir nichts, außer dem Blick in meine Welt. Ist es Dir das wert?

Ich werde warten auf Deine Antwort. Jetzt weiß ich um Dich und Dein Schicksal rührt mich an. Was auch kommen möge, was auch geschieht, ich wähle Dich als Freund. Für wie lange oder für welch kurzen menschlichen Zeitraum, das wissen wir noch nicht.

Auf bald,

mein Freund,

ewiglich,

die

Vampirin Arah.

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Liebe Arah,

Ich habe lange auf Deine Antwort gewartet. Und als nichts kam, dachte ich schon, ich sollte die Hoffnung aufgeben. Es war ja nur ein Versuch, ein Test.

Und hättest Du mir nicht geantwortet, so hätte ich den Weg nicht weiter beschritten. Aber ich habe Antwort bekommen und ich kann nicht umhin, ein Interesse an den kleinen Spuren zu entdecken, die Du mir schicktest. Nur Andeutungen, die als Wegweiser dienen könnten.

Du sagtest, Dich interessiere Leben? Du willst mit leben und eintauchen in etwas, was Du verloren hast?

Ich habe mir überlegt, es aktueller zu gestalten, anders als einen normalen Brief. Ich werde einige Tage warten und Dir erst dann die Antwort schicken.

08. Dezember – 17:32 Uhr

Ich habe heute eine Entscheidung getroffen. Ich werde versuchen, obwohl falsch, ich habe es mir fest vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Seit heute Nacht, Punkt zwölf, habe ich keine Zigarette mehr angerührt. Es kam einfach so, ich hielt es auf einmal für falsch und versuchte es.

Das Lustige daran? Außer, dass ich es vermisse, einen Glimmstängel in Händen zu halten, besteht anscheinend keine Sucht. Und dafür habe ich so viel Geld ausgegeben? Geradezu lächerlich. Was soll`s.

Ich habe mir eine Tasse heißen Tee gemacht, ein paar Zuckerwürfel dazu und mein Laptop eingeschaltet. Ich habe vor, mich mal ein bisschen im Internet umzugucken.

Ist es wirklich möglich, so eine Verbindung auf diese Entfernung zu halten? Wie sieht diese denn genau aus?

In einem Buch habe ich mal so etwas gelesen. Leider weiß ich den Titel des Romans nicht mehr. Dumme Sache. Na ja. Auf jeden Fall handelte er von einem Menschen und einem Vampir. Eine Vampirjägerin, so weit ich mich erinnere. Und der Vampir zeichnete die Jägerin mit drei Malen.

Eines dieser Male zog eine Verbindung zwischen dem Vampir und dem Menschen. Der Vampir war eingesperrt, gefangen und wurde aber durch die Jägerin mit ernährt, so dass er keinen Schaden nahm und auf lange Zeit ohne Jagd überleben konnte. Ist das so was in der Art, was Du meinst?

Ich weiß natürlich, dass das nur ein Buch, nur eine erfundene Geschichte ist. Aber durch Zufall könnte es doch stimmen?

Ich habe Deine Zeilen natürlich nicht überlesen. Gerade die, die mich gewissermaßen ja warnen sollen. Und doch verstehe ich die Gefahr nicht ganz. Was soll denn passieren?

Die Dunkelheit in Schatten Gestalt annehmen und mich verschlingen? Es soll nicht so spöttisch klingen, wie es wahrscheinlich rüberkommt.

Dass das Beschäftigen mit dem Thema natürlich den geistigen Horizont öffnet ist klar. Doch wo ist die Gefahr daran? Geht es in die Richtung verkaufte Seele? Meinst Du das? Ohne Antwort von Dir, werde ich da nicht weiter durchblicken, deswegen schiebe ich es einfach in den Hinterkopf und versuche es nicht zu vergessen.

Vampyre, Sanguisten, auch das sagt mir noch gar nichts.

Verzeih, falls meine Gedanken durcheinander und die Zeilen impulsiv erscheinen. Ich werde es genauso halten, denke ich. Wie in ein Tagebuch schreibe ich einfach in Phasen meine Gedanken runter und schicke sie Dir. Einblicke in meinen Alltagstrott, ein Leben, wenn Du es so nennen willst. Dabei liegt die besondere Bedeutung darauf, dass ich es absolut nicht lenken werde, sondern frei heraus fließen lasse, was auch immer kommt. So ist es doch tausend Mal echter, als jeder gestellte Brief, der nur Fragen beantwortet oder welche stellt?

Meine Meinung auf jeden Fall.

Was hältst Du davon? Denn für Dich führe ich dieses Eigenexperiment doch gewissermaßen durch.

Ich hatte noch nie ein Tagebuch, fand es doch eher Frauensache, die eigenen Liebesgeschichten niederzuschreiben, wie:

“ heute hat er mich angesprochen, mein liebes Tagebuch, ein Traum wird wahr…“

Es sah für mich immer zu sehr nach einem Klischee aus, eigene Gedanken und Gefühle in ein Buch zu schreiben. Vielleicht gefällt mir deswegen die Idee, den Brief so zu schreiben?

Aber genug vom Drumherum. Ich schweife anscheinend sehr ab.

Ich mache mich jetzt erst einmal auf die Suche in dem weiten Internet und hoffe, dass ich dabei nicht einschlafe. Ich musste früh raus, habe schon zehn Stunden Arbeit hinter mir und merke, dass die Müdigkeit immer stärker an mir nagt.

09. Dezember – 8:30 Uhr

Natürlich sind mir die Augen gestern Abend wie von selbst zugefallen. Ich hatte die Wahl, mir die Tastenabdrücke auf die Wange zu brennen oder mich doch hinzulegen. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Eine traumschwere Nacht, so viel steht fest.

Viele verrückte Träume, die ich versuche gerade im erwachenden Verstand zu ordnen. Aber noch will es nicht so recht. Der Kaffee gibt mir etwas meines logischen Denkens wieder, schüttelt so langsam die Trägheit und die verwilderten Flüsse meines Gehirns ab.

Ich träumte von Vampiren, Blut, Dämonen und der Dunkelheit. Wie die Reise in einen Abgrund, in dem einfach alles ineinander überschwappt und immer weiter hinunter reißt. Könnt ihr Träume schicken? Ich meine so etwas auch mal gelesen zu haben.

Mir fällt gerade auf, wie viele Stunden ich wirklich geschlafen habe. Seltsam, ich war noch nie ein Langschläfer. Aber ich bin kein einziges Mal auch nur aufgewacht. Immer tiefer gesunken, wie der Sog in einem Sumpf.

Und jetzt noch versuche ich die Reste der Nacht abzuschütteln, doch es gelingt mir nicht ganz. Bilder, unzusammenhängende Fetzen eines Traumes, der sich nicht einordnen lässt.

09. Dezember – 19:01 Uhr

Man möge es nicht glauben, aber ich durfte früher nach Hause gehen. Mein Chef war zufrieden mit mir, wie er sagte. Verstehe das einer mal.

Und aus einer Laune heraus ging ich in die Bücherei, die sich direkt am Bahnhof befindet und durchsuchte einfach mal quer Beet das Archiv.

Es gibt ja eine ganze Menge Bücher zu diesem Thema. Ein paar habe ich mir ausgeliehen und werde ich durcharbeiten. Ein seltsamer Gedanke kam mir beim Durchforsten.

Wenn es so viele Bücher zum Thema gibt, sogar wissenschaftliche Untersuchungen, eigene Berichte. Wieso ist Vampirismus dann immer noch so ein Mythos?

Manches erschien seltsam, unglaubwürdig, auf den ersten Blick. Aber ich kam nicht daran vorbei zu bemerken, dass es irgendwie realer und präsenter in meinem Verstand wird.

Wie, als wenn man eine Tür aufstößt und eine Welt dahinter findet, die neu und einfach unglaublich ist. Und man merkt, dass es die ganze Zeit da war. Man es nur nicht gesehen hat, man vorbeilief.

Ich bin gespannt, was ich in den Büchern noch finde. Wo ich da wirklich einsteige, worauf ich mich eingelassen habe. Obwohl ich denke, dass ich das schon weiß, vielleicht auch erahne. Und die wirkliche Aufgabe nur ist, das Neue zu ordnen, so dass ich es akzeptieren kann.

10. Dezember – 10 Uhr

Ich habe mich gestern noch in ein paar dieser Werke eingelesen.

Eines war gefüllt mit wissenschaftlichen Texten, Augenzeugenberichten aus älterer Zeit. Große Namen, die Spuren hinterlassen haben, Mythen, die untersucht wurden. Sie alle tranken Blut, taten sich hervor, durch große Grausamkeit. Aber sie lebten ein normal sterbliches Leben. Sie wurden betitelt als die Vampire der Menschheitsgeschichte.

Im Endeffekt ein Schundbuch, das versuchte, auf einen Zug aufzuspringen, um Geld zu machen. Na ja, ich habe ja nichts dafür bezahlt, außer meiner Zeit.

Ein anderes Buch war da schon interessanter. Es erzählte von Vampiren in der modernen Zeit. Wie sie sich in Gemeinschaften zusammenfanden und auch wirklich Blut tranken.

Du hast es am Rande erwähnt. Interessant, so etwas in meiner „wirklichen“ Welt zu finden.

Es waren dort auch Beschreibungen und Erzählungen von solchen Vampiren selbst. Sie schrieben, dass sie wirklich Blut riechen könnten. Dass sie ab und zu von einer Blutgier überfallen würden. Sie würden keine Menschen töten, sondern freiwillige Spender haben. Und sie beschreiben, dass sie Kräfte hätten, die über den menschlichen Bereich hinausgingen. Sie wären stärker, schneller und ihre Wunden würden schneller heilen.

Auf den ersten Blick erschien es mir einfach unglaublich und zu erfunden,

Aber Vampire und Vampirismus. Seit ich mich darauf eingelassen habe, mit Dir zu schreiben, ein Stück weit sogar zu glauben, dass Du wirklich bist, was Du sagst, sind meine Zweifel kleiner als sie sein sollten.

Ich mache mir schon jetzt Sorgen, mich in Halbwahrheiten zu verirren. Ich sehe doch, wie schnell das geht. Wie viel da herumschwirrt, was nicht mehr zu trennen ist von der grundsätzlichen Wahrheit. Und deswegen halte ich mich an Dich.

Du wirst mich dadurch begleiten müssen. Sagen wir als Gegenleistung für unseren Kontakt?

Also, was ist dran, an diesen Geschichten?

Gibt es geistige Vampire? Gibt es Menschen, die nur im Innern Vampire sind? Und anders ausgedrückt, gibt es diese schwache Form von Vampiren, wie ich sie dort im Buch fand?

Zu viele Fragen, zu viel Ungewissheit. Vielleicht kannst Du mich durch das Dickicht führen?[…]

(Legens of Kain, siehe unter Veröffentlichungen)

Oder aber auch im Handlungsstrang:

 

22:00 Uhr – Auf irgendeiner Autobahn in einem unauffälligen schwarzen Mercedes

Sie glaubten ihm natürlich nicht. Sie hielten es für einen Medien Gag. Sollten Sie ruhig. Er kannte die Spötter, die Zweifler nur zu genau. Sie hatten seinen Abstieg vorausgesagt. Nicht in Schlagzeilen, nicht mal mehr in kleinen Artikeln war sein Name noch aufgetaucht. Er war nicht mehr interessant genug gewesen.

Und jetzt?

Jetzt auf einmal kannte ihn wieder jeder. Jeder wollte eine Scheibe ab von dem bevorstehenden Ruhm. Dr. Seigh, überall hörte er jetzt seinen Namen. Sein Telefon quoll über an unentwegten Anrufen. Längst hatte er es abgeschaltet.

Als er um Geld für die Ausgrabung bat, wies man ihn lachend ab. Er sei zu alt dafür, seine beste Zeit vorbei. Er solle den Jüngeren Platz machen. Nun, er finanzierte sich selber. Belieh sein Haus, alles was er besaß. Seine Frau verließ ihn, hetzte ihm die Anwälte auf den Hals. Sie meinte, wenn er schon untergehen wolle, dann aber nicht mit ihrer Hälfte.

Es hätte wahrscheinlich sein Aus bedeutet, seinen vollkommenen Ruin. Denn Cleopatras Armband fand er nicht, wie vorausgesagt. Dafür aber eine vertrocknete Leiche, die zu gut erhalten, sich als wahre Goldgrube erwies.

Selbst seine Frau rief wieder an, meinte es war doch so nicht gemeint, redete von Versöhnung. Er spielt mit, bräuchte nur noch etwas Zeit für sich, wie er sagte.

Der Schlüssel zur Unsterblichkeit, zu riesiger Macht im Dienste der Wissenschaft. Er lachte. An erster Stelle kam er. Er würde ihnen beweisen, wozu er fähig war. Und der dumme Vampir, der sich einsperren ließ, würde ihm dabei helfen.

Sicher, auf ewig in der Nacht zu leben, nicht mehr das Tageslicht sehen zu dürfen, könnte sich als große Schwäche erweisen. Aber er hatte Zeit. Alle Zeit der Welt. Jetzt finanzierte man ihm die Forschung, die Regierung schmiss ihm das Geld nach. Er würde das Geheimnis aufdecken.

Und wenn es so weit war, dann würden alte Rechnungen bezahlt werden.

Sein böses krächzendes Lachen füllte den schwarzen Mercedes, wehte durch die Lüftungsanlage nach draußen. Der Wind trug es weiter, wirbelte und tönte, bis es nicht mehr zu hören war.(Legens of Kain, siehe unter Veröffentlichungen)

Nun aber weiter im Text zur legende Dracula:

Der Legende nach, war Dracula ein Feldherr, der in den Krieg zog. Ein tapferer Krieger des Glaubens, dem er sich unterworfen hatte und mit Leib und Seele diente. Nun ersannen seine Feinde sich eine List, um ihn zu treffen und schickten seiner Frau die Nachricht, dass er in der Schlacht gefallen sei. Seine Frau stürzte sich von den Zinnen der Burg. Dracula kam Heim, erhielt die Nachricht von seiner toten Frau und verdammte Gott. Er schwor, das Blut der Lebenden zu trinken, rammte das Schwert in das Kreuz und trank das Blut, was daraus sprudelte. Von da an, war er ein Vampir.

Ich habe es ebenso in meiner Saga benutzt. Weil ich es kann, ein weiterer an Auszug:

Das Schloss Dracula:

„Schließ die Augen.“ Lucy zog die Augenbrauen hoch. Was sollte das denn werden? „Ich will nur, dass Du es voll und ganz in Dich aufnimmst. Es genießt in seiner wirklich natürlichen Pracht. Und das geht nur vollkommen, wenn es auf einmal zu Dir strömt.“ Sie bot ihr die Hand an. „Vertrau mir.“ Lucy zögerte kurz und sah in diese grünen unschuldigen Augen. Was hatte sie schon zu verlieren? Was konnte ihr jetzt noch passieren? Sie ergriff die Hand und schloss die Augenlider. Sie wurde zielsicher weitergeführt, an Bäumen vorbei über eine Wiese. Sie konnte das feuchte Gras unter den Schuhen quietschen hören. Dann blieben sie stehen.

„Mach die Augen wieder auf und genieße es.“ Lucy stand an einer Felskante. Unter ihr ging es fast unendlich in die Tiefe bis auf ein Stück Erde, das sie mühsam als Strand erkennen konnte. Die Wellen trieben nur leicht ihr Spiel, brachen und verloren sich im ständigen Wechsel. Im Zentrum von dem Allen, in Mitten des Wassers, erhob sich ein riesiger Aufbau an Steinen. Er schien selber aus den Steinen gewachsen zu sein, die umso näher sie dem Himmel kamen immer schwärzer wurden. Zur rechten, über dem Ungetüm, der sich vervollkommnende Mond, begleitet von weißen kleinen Strichen, die das Abbild von werdenden Wolken bildeten. Und jetzt erkannte Lucy einen schmalen Weg dort unten, der über eine Holzbrücke sich den Weg hinauf schlängelte. Sie konnte Auskerbungen ausmachen, zwei Türme vor dem breiten schwarzen Eisentor. Und das Bild fügte sich im Einklang des Verstehens, erst richtig zusammen.

Es war eine Burg, ein Schloss. Direkt aus dem Fels herausgewachsen und fast nicht davon zu unterscheiden. Nur die Unterbrechungen der natürlichen Linien, die Kanten und Ecken, ließen erkennen, dass es erschaffen worden war. Es wirkte dort, in mitten des Meeres unter dem sonst schwarzen Himmel, einfach magisch. Wie ein Ungetüm aus einer anderen Welt, das den Weg hierher fand. Lucy erwartete fast, dass es zum Leben erwachen würde.

„Ungeheuerlich, atemberaubend“, sagte sie nach einer Weile. Sie konnte den Blick nicht davon abwenden. Umso mehr sie sich konzentrierte, umso mehr Kleinigkeiten entdeckte sie. „Wie kommst Du daran? Wem gehört es? Wer wohnt da? Wer hat es überhaupt so erschaffen?“ Lucy konnte ihre Neugier kaum bändigen. Wenn das Schloss schon so einzigartig war, wie war dann sein Besitzer? War er grausam, Schrecken einflößend oder genauso magisch, majestätisch und geheimnisvoll? Sie sah Arah an, die selber gedankenverloren auf den Bau blickte.

„Ich habe es nicht gerade erst entdeckt. Das stimmt nicht so ganz. Ich besitze es schon seit einigen Jahrhunderten.“ Lucy unterbrach sie nicht, sie wollte mehr wissen. „Der frühere Besitzer war genauso eine Größe, wie das, was Du dort siehst. Er ist zu einer Legende geworden, ein Begriff für etwas weit Größeres. Das Versprechen, das das Schloss gibt, hat er wahrgemacht. Vielleicht kennst Du die Geschichte?“ Arah sah sich zu Lucy um, leicht fordernd, als suche sie etwas an ihr, oder auch in ihr. Dann blickte sie wieder zum Schloss. „Wohl eher nicht. … Als einer der Wenigen, kennst du es nicht. Ich traf den Grafen …“ „Ein echter Graf?“ Fuhr Lucy überrascht dazwischen. „Ja, zur damaligen Zeit gab es das noch.“ Ein leicht gereizter Unterton, der dem ungeduldigen Kind zwischen den Zeilen eine Rüge erteilte. Lucy biss sich auf die Lippen, ermahnte sich zur Geduld.

„Er war ein großer Feldherr, fegte mit seinen Eroberungszügen über das Land. Unaufhaltbar metzelte er seine Feinde nieder. Zu Lebzeiten war er eine Autorität im Glauben. Einem Glauben, dem sich sein Orden verschrieben hatte. Sein Orden ist längst vergangen, zur Asche in der Erinnerung der Menschen verkommen. Doch er ist etwas Anderes. Er lebt weiter, in Mythen und Legenden, von denen nur Wenige die Wahrheit kennen.“ Arah verstummte. „Zeitlos in der Ewigkeit“, kam es abwesend von ihr. Sie schreckte hoch, als würde sie aus einem Traum erwachen und erzählte weiter: „Ich traf ihn als Mensch. Seine Feinde hatte seine einzige Schwäche gefunden. Seine Frau, seine einzige Liebe, die das Ungeborene in sich trug. Sie schickten ihr die Nachricht, dass er in der Schlacht gefallen sei. Sie ertrug es nicht, konnte nicht ohne ihren Liebsten leben und ging in den Tod. Als er vom Sieg betrunken in das Gemach seiner Frau stürzte, um sie in die Arme zu schließen, erkannte er die List seiner Feinde und schrie unter inneren Qualen auf. Er verfluchte Gott, den Glauben, für den er Jahrzehnte gekämpft hatte. Er schwor Rache an den Lebenden selbst und metzelte alle Bewohner des Schlosses nieder. Es vergingen Wochen, Monate, in denen er die Hölle anrief und seine Seele anbot, aber niemand antwortete. Natürlich nicht. Er erkannte die Grenzen seiner Menschlichkeit, dass er nichts weiter als ein Faden im Netz des Schicksals war und nur akzeptieren konnte. Er würde keinen Gott herausfordern können, keinen Teufel beschwören. Und letztendlich verlor er mit dem Glauben an seinen Gott auch den Teufel. Angesichts des Nichts, der Leere, die zurückblieb, wollte er seine jämmerliche Existenz beenden. … Und da kam ich zu ihm. Ich bot ihm seine Rache an, die Möglichkeit ewig zu leben und er nahm an. Er konnte gar nicht anders. … Das Schloss trägt seinen Namen. … Dracula.“ Der Name wehte durch die Nacht, wie ein Nachhall schien er etwas zu beschwören, das sich verborgen hielt. Arah fuhr fort: „Die Legende sagt, dass der Teufel ihn erhörte. Er ihn an den Blutdurst band und zur Ewigkeit verdammte. … Den Teufel würde ich gerne mal treffen. Aber im Laufe der Zeit erkennt man, dass es mehr Legenden als Wahrheiten gibt. Kein Gott, kein Teufel, aber dafür Dämonen im Überfluss. Eine berauschende Vorstellung, nicht wahr?“ Arah warf ihr einen Blick von der Seite zu.

„Lebt er noch? Ist er … da … drin?“ Fragte Lucy.

„Nein. Er überließ mir das Schloss. Er ist gewissermaßen da und auch doch nicht. Tot und auch lebendig. Ich erkläre es Dir nachher genauer. Denn er ist Dir ähnlicher als Du denkst. Er war ebenso ein Meistervampir. Seine Fähigkeit war die der Tierwelt. Er konnte mit den Tieren sprechen, sie stumm verstehen und sich sogar in einige verwandeln.“

Lucy fühlte sich ertappt, ein bisschen schuldig. Die Worte Anthanas kamen ihr in den Sinn. Sie sollte es ihr nicht erzählen? Sie wusste es doch schon. Auf die Art, wie sich ihr Körper verändert hatte, war es auch nicht mehr zu übersehen. Lucy sparte sich eine Antwort. Sie war gespannt darauf, was Arah ihr erzählen würde. Sie schien eine lange Vergangenheit zu haben. Sie erwähnte es zwar andauernd, aber zu begreifen, dass da auch Schicksale hinter standen? Andere Schicksale, deren Gefühle sie mit sich herumtrug? Wie viele hatte Arah getötet, wie viele in Trauer sterben sehen und wie viele vor dem Tod bewahrt? Gab es noch mehr solcher großer Gestalten, wie die, die das Schloss noch immer wieder gab? „Dracula“. Sie hatte den Namen schon gehört, konnte ihn aber nirgends einordnen.

„Komm jetzt. Ich bin sicher, Du willst es endlich von innen sehen.“ Arah machte einen Schritt nach vorne und war schon über die Klippe. Lucy zögerte keine Sekunde und folgte ihr. Als Lucy am Boden landete, verdunkelte sich die Erde und die Schatten fingen den Aufprall ab. Sie nahmen ihm die Wucht, so dass nicht mal ein leichtes Vibrieren auf dem Erdreich zu spüren war. Dass Arah es bemerkt hatte, war klar, denn sie stand bereits unten und sah ihrer Landung zu. Keine Miene, Keine Überraschung und auch keine Frage. Arah wusste bereits, was mit ihr geschehen war. Und sie würde ihr die Antworten geben können, es vielleicht sogar erklären?(Legens of Kain, siehe unter Veröffentlichungen)

Wie Sie sehen, mag ich Bram Stokers Dracula. Ich finde seine Schreibe faszinierend, sowie den Gedanken der Legende und alles, was damals begann. Deswegen musste ich es fast schon fortführen. Denn Dracula lebt, wenn auch anders als gedacht, in meiner Saga. Das aber nur am Rande.

Ein kurzes Zitat von wikipedia:

1890 traf Stoker den ungarischen Professor Arminius Vámbéry, der ihm von der Legende des rumänischen Fürsten Vlad III. Drăculea (Drakula) erzählte. Aus diesem Charakter entwickelte Stoker die Figur des Vampirs Dracula. Sieben Jahre arbeitete Stoker an diesem Vampirroman, bis er am 18. Mai 1897 veröffentlicht wurde.

Als Gründerväter des modernen Vampirmythos können John Polidori, Joseph Sheridan Le Fanu und Bram Stoker betrachtet werden. Während erstere das generelle Interesse an der Figur des Vampirs weckten, war es Bram Stoker, der das konkrete Bild des Vampirs prägte.(http://de.wikipedia.org/wiki/Bram_Stoker)

Für mich ist er einer der Urväter der Vampirlegenden. Wenn nicht sogar der Erste. Und ihn zum Vorbild, lasse ich nicht Dracula neu erstehen, sondern habe Kain, den ersten Vampir, neu erschaffen.

Bram Stoker:

Bram Stoker wurde als drittes von sieben Kindern in Marino Crescent (damals in Clontarf, heute in Fairview) bei Dublin geboren. Er war bis zu seinem siebten Lebensjahr krank und konnte alleine weder stehen noch gehen. Diese traumatische Erfahrung spiegelt sich in seiner literarischen Arbeit wider. Ewiger Schlaf und die Wiederauferstehung der Toten, das zentrale Thema von Dracula, waren deshalb von großer Bedeutung für ihn.

Nicht nur seine Krankheit war ein Rätsel, sondern auch seine Genesung war ein „Wunder“ für seine Ärzte.

Danach wurde er sogar Athlet und Fußballstar am Trinity College, wo er von 1864 bis 1870 Geschichte, Literatur, Mathematik und Physik studierte. Anschließend wurde er Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde der Justizverwaltung in Dublin Castle (wo sein Vater auch tätig war), was ihn aber nicht zufriedenstellte. Stoker schrieb während dieser Zeit ein Handbuch für Vorsitzende bei Schnellgerichtsverfahren („magistrates’ courts“ oder „petty courts“).

Er arbeitete gleichzeitig als Journalist und Theaterkritiker und schrieb Artikel für das Dublin University Magazine. Sein Interesse am Theater führte zu einer lebenslangen Freundschaft mit dem Schauspieler Henry Irving.

Stoker heiratete 1878 Florence Balcombe, eine Nachbarin aus Clontarf, die auch von Oscar Wilde umworben wurde. Er zog mit ihr nach Chelsea (London), wo er als Manager von Irvings Lyceum Theatre arbeitete. Durch die Arbeit für Irving wurde er in die Londoner „High Society“ eingeführt, wo er unter anderem auf James McNeill Whistler und Sir Arthur Conan Doyle traf. Im Gefolge von Irving bereiste Stoker die Welt. Daneben besserte er als Buchautor sein Einkommen auf. Silvester 1879 wurde Sohn Irving Noel geboren.

Bram Stoker erlebte den großen Erfolg seines Romans Dracula nicht mehr. Er starb in finanziell bescheidenen Verhältnissen 1912 in London; einige Quellen nennen als Todesursache Erschöpfung. Stokers Leichnam wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert, die gemeinsame Urne für ihn und seinen Sohn befindet sich noch heute dort. Sein Neffe Daniel Farson behauptete in einer Biographie, Stoker sei an Syphilis gestorben, wofür es aber keinen Beleg gibt.(http://de.wikipedia.org/wiki/Bram_Stoker)

Die Filme:

1992 kam dann ein Film in unserer modernen Neuzeit dazu:

In Van Helsing, 2004, wurde Dracula ebenso wieder benutzt:

 

Wie natürlich auch im anderen Van Helsing, dem Animestreifen, in dem Alucard, andersrum gesprochen Dracula, auch wieder eine Rolle spielt:

Fazit:

Mit Bram Stoker fing es an und wenn man so will, da begann erst alles richtig. In den Köpfen der Menschen, in Ihrem Glauben und auch in unserer Geschichte. Dracula, weit mehr als nur eine Legende. Der Schlüssel, der uns eine Tür öffnete in neue Vorstellungen, neue Phantasien und Träume. Ohne Dracula, ohne Bram Stoker, würden wir vielleicht noch nicht mal heutzutage den Mythos “Vampir” kennen? Wäre es vielleicht nur eine gehauchte Floskel, die keiner wahrnehmen würde. Ein Dank an diese Größe und alles, was sie uns hinterließ.

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