Die Kunst als Mittel der Selbstbefreiung

Wir alle brauchen etwas, in dem wir aufgehen, in dem wir unsere Seele mal sprechen lassen können. Viel zu oft tragen wir die Last der Maske, da müssen wir uns etwas suchen, wo das Innere mal frei spricht. Was es ist, ist im Grunde egal, hauptsache, wir finden unseren Frieden damit. Und was wir dann erschaffen im freien Geist ohne den Anforderungen und Wünschen von Anderen entsprechen zu müssen, das ist das Mittel eigener Kunst. Ein Unikat unserer Kreativität, das erstens uns mit erschafft und zweitens ein Ausdruck unserer Selbst ist.

Man muss, man darf sich zu nicht zwingen. Was sich bilden will, nur das wird es auch. Und es mag sein, das irgendwo schon vorgeschrieben ist, dass dieses Unikat sich bilden wird. Dann sind wir nur die Mittler einer Zukunft, die wir so nur nicht kennen. Und in dem wir bilden, malen wir nur den Pfad, den unsere Schicksalsflechter uns vorgegeben haben. 

Nicht zu überlegen, anzuzweifeln, als rein zu beschreiten an unbekanntem Pfad der eigenen Erlösung, um die es in einem Leben so geht. Denn der Himmel, so fern, so weit, er kann der unsere Platz schon zu Lebzeiten werden. Vielleicht nur in Momenten, in denen wir aufgehen. Vielleicht nur in Sekunden in denen wir nach unserer Tiefe graben. Es mag sein, dass man sich selber definiert über das, was man erschafft. So ist die Kunst Mittel zum Zweck der eigenen Bildsamkeit. 

Denn so ein erschaffender Moment kann alles sein. Verdammung als auch Erlösung. Dass man sich seiner eigenen Dämonen gewahr wird oder dass man seinen Himmel schaut. Und was es auch immer wird, es trägt den Mythos der eigenen Wahrheit in sich. Etwas, das wir durch das Bilden dann an uns schauen, betrachten dürfen. Und dann nur lernen wir durch uns selbst alleine. Ohne fremdes Medium als einfach nur das Selbst, das sich in der Kunst ergießt. 

Und die Wahrheit, die wir dann schauen dürfen, hat Allgemeingültigkeit. Sie entstand zwar im Zwiegespräch mit uns selber, aber andere Seelen können sich bei Verstehen dieser, einfühlen, da wir im Grunde alle die gleiche Entwicklung mit der Zeit vollführen. Und so anders, so fremd wir uns auch manchmal sind, genau so viele Gemeinsamkeiten besitzen wir auch in den Lehren eines Lebens. Einer ist nur weiter, der andere folgt nach und man trifft sich am Zenit der Weiterentwicklung. Auf dass wir uns alle als freie Seelen betrachten dürfen. Dem Anschein nach frei, aus Entscheidung, angekettet aber durch das Unterbewusste, das wir so nicht steuern können. Erkennt man seine Gitterstäbe des geistigen Gefängnisses, so kann man zumindestens versuchen, dieses zu verlassen. Zu üben, sich in Freiheit zu verhalten. So tun als ob und im Verhalten dann lernen und begreifen, was es heißt für wahr frei zu sein. 

Die Kunst nun, ist ein Weg, um diese geistige Freiheit leben, ausleben zu können. Etwas zu erschaffen, das dem Anschein nach so frei ist, wie wir es selber nie sein können. Aber es uns ersehnen, es uns vorstellen können. Und dann im Üben immer weiter werden, bis wir den Himmel der Selbstbefreiung streifen.

 

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