Des Geistes Tiefe

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Im Traum der Wirklichkeit finden wir unsere Realität. Im Raum der Annäherung suchen wir die Nähe. Im Sog der Gemeinsamkeit suchen wir die Unterschiede. Die Gegensätze spiegeln einander, als auch sie sich selber wieder ergeben. So findet ein Unsinn seinen Sinn. Eine Bestimmung ihren Zweck. Eine Aufgabe ihre Last.

Alles zueinander, umeinander als auch voneinander weg. Es hängt in Relation voneinander ab, spiegelt sich und bildet den Gegensatz ab. So sucht man nicht eines, um ein Anderes zu finden. Man ist einfach nur und die Umstände machen den Rest. Im Blick zurück darf man erkennen. So bildet ein Weiser sich an erster Stelle immer nur immer selbst.

Was wir wirklich suchen, nur das finden wir im beschränkten Blick des Alltages so nur nicht. Es ist, als wenn das Leben einen anderen Pfad für uns vorgesehen hätte. Eine andere Biegung, der wir auf unserem Weg durch die Schicksale einer Welt jetzt folgen. Vorbei an der Rast des Aufgebens, an der Bank der gemütlichen Genüsslichkeit. Wir eilen uns als gäbe es kein Morgen. Dabei übersehen wir aber das Kleine, das Besondere. Den Tropfen, der fallend in die Pfütze eine Eiskrone abbildet. Die eine Sekunde, die das Versprechen in eine Ewigkeit bereit hält. Wir hören ihr flüsterndes Wort nicht, da wir im Sturm des gehetzten Alltages gefangen sind.

Wanderer wir alle sind. Durch Verantwortung immer weiter getrieben, damit wir nicht aufgeben können. Denn immer hängt in Relation auch etwas von uns ab. Immer müssen wir denken und in Rückschau überlegen, ob unsere Entscheidungen wirklich die Richtigen waren. Hängt ein weiteres Schicksal noch daran, so üben wir uns im Bereuen. Nicht vergessend, dass wir die Vergangenheit so nur niemals ändern können.

So sind wir doch nur Spielbälle höherer Mächte. Gefangen im Zeitfluss zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Getrieben von Vorsehung, Schicksal und auch Bestimmung. Belastet mit der Verantwortung, Pflichten und auch Aufgaben. Eingesperrt in ein Fünkchen Freiheit, das wir so niemals bewusst greifen, ergreifen können. Von Monat zu Monat, von Stunde zu Stunde, von Moment zu Moment. Die Reise geht immer weiter, denn eine Wahl in der Richtung, die haben wir leider niemals.

Aber wer will sich über Umstände beschweren, die er so niemals ändern kann? Wir machen das Beste aus unserem Fenster in die Wirklichkeit, das sich da Realität und Bewusstsein schimpft. Wir nehmen mit was wir kriegen können, behalten krampfhaft, damit der Verfall uns unser Liebstes nicht einfach nehmen kann. Un doch sind wir die ohnmächtigen Spielbälle größerer Mächte. Mit eigenem Kosmos, der an die Unendlichkeit erinnert, können wir uns selber und alles um uns herum erschaffen, mitgestalten und spiegeln uns doch nur wieder selbst. Unser Unerfülltes, unerreichtes und das Ersehnte. Irgendwann und vielleicht auch nie, erreichen wir unsere Träume, die uns so erst am Leben halten.

So wandern die Gedanken hin und her. Finden Sinn und Zweck. Erklären sich selber und definieren nichts neu, was die Welt uns nicht an Wissen bereits mitgegeben hat. Denn oft ist es das Altbekannte, dass uns manches erst im neuen Licht erscheinen lässt. Wir betrachten und in Muße wandert der Geist in die Tiefe des Grundes der Seele. In Stille und auch ertragbarer Einsamkeit finden wir so eine neue Wahrheit, die erst flüsternd nur mit uns spricht. Wir dürfen erkennen und schauen, was wir unbewusst so vielleicht schon wussten. Denn erst das Bewusstsein erschafft unsere Wirklichkeit. So ist der erste Zug an Freiheit, der Griff in die eigene Tiefe um Potential und auch unentdeckte Möglichkeiten auszugraben.

Was auch ansteht, wir werden es auf unsere Weise meistern. Was auf uns zukommt, das nur werden wir ertragen. Denn eine andere Wahl haben wir nicht, wenn wir niemals aufgebend, im hohen Alter auf die Zukunft der Vergangenheit zurückblicken wollen. So bleibt uns vieles, weniges Manches und doch ein Alles, das uns Sekunde verspricht. Niemals zu halten als rein zu verewigen in des Geistes eigene Tiefe.

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