Der Weg in die eigene Verdammung

Das Dunkle, die vernichtende Existenz eines Abgrundes spricht mit wispernden Stimmen. Auf dass wir ihm zuhören, uns von den Dämonen einer Schwäche herunterziehen lassen, in die Tiefe des Vergessens. In den dunklen Hort, den Ort, der nimmersatten Existenz, die um ein Selbst nicht weiß, nicht wissen will. Das Erinnern an das Licht, geht nicht, denn es würde und das Portal zeigen, den von Schicksalsflechtern umwobenen Pfad der eigenen Erlösung. So ist die Verdammung einerseits das nicht Sehen, das des sich NichtErinnern, was man einmal gewesen ist. So tut ein Teufel sein Werk und erschafft sich den Prinz der eigenen Dunkelheit, der zwar auf dem Thron der einsamen Existenz abseits in den Schatten sitzt, so nur nimmer mehr über etwas regieren wird, als über die eigene Verdammung.

Dämonen kreischen über den eigenen Fehl, die eigene Schwäche, um das Sein daran zu ketten, dass es vergänglich und voll der Last an sich trägt, bis es nichts mehr sieht, als die eigene Unzulänglichkeit. So vergisst es, was es einmal war, als es sich noch im Lichte befand. All die Stärke, vergessen. All die Schönheit, übersehen. All das Scheinen des unendlichen Funken im Innern, gedimmt. Bis nichts mehr übrig ist, als der kalte Frost der Dunkelheit.

Die Decke der Schatten, breitet sich dankbar über jede Seele aus, die sich verstecken will. Die Hölle nimmt verbrennend  sengend, jeden auf, der die Verdammung sucht. Sei es aus Angst vor eigenen Fehlern oder einer Tat, die er sich nicht verzeiht. Und die Teufel suchen seinesgleichen, das ebenso nur jedes Licht meidet.

Denn das größte Geheimnis ist immer, dass einen nichts verdammen kann außer einem selbst. Nur was man vergißt, hat keine Macht mehr über einen. Nur was man übersieht, ob jetzt extra oder aus fadenscheiniger Unschuld heraus, das ist auch nicht existent in der Wirklichkeit, die ein jeder sich selber erschafft. 

So mag man sich fragen, warum sich jemand die Verdammung erschaffen solle, wenn er die Wahl und Freiheit besitzt, alles zu verwirklichen, was er sich vorstellen kann.

Die Antwort ist nicht schwer. Jeder erschafft sich das, was er verträgt, was er glaubt, verdient zu haben. Und so verdreht wie manchmal die Auffassung einer Belohnung für übersehene gute, kleine Taten ist, so schnell schickt man sich selbst in die Isolation einer Verdammung. Weil man glaubt, dass einen niemand so sieht, wie man wirklich ist. Und genau deswegen versteckt man sich dann in der Dunkelheit, in den Schatten. Dabei müsste man nur frei ein und ausatmen und dann in das eigene Licht der Befreiung treten.

Merke! 

Jeder ist sich selber der Erlöser oder Verdammer. Und so, wie man durch selbstgewählte Gitterstäbe hindurchblicken kann, so sehr besitzt man auch nur alleine den Schlüssel zum Schloss, das einen befreien kann. Eine Möglichkeit, die man nicht ergreift, hört nicht auf zu existieren, sie verschwindet nur im Dimmer der nebelhaftigen Wahrnehmung, bis man sie wirklich nicht mehr sieht. So sind die meisten Gefängnisse einer Existenz nur selbstgewählt, aus Angst, aus Scham, auch Schuldgefühl. Und nur das Vergeben an ein Selbst, kann einen auch erst wieder befreien.

0 Antworten auf “Der Weg in die eigene Verdammung”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.