Freiheit. Ein starkes Wort. Der Gedanke und der Wunsch der dahinter steht, noch viel größer und umfassender. Der Kern dieses Bedürfnisses liegt im jeden Menschen und durch den freien Willen wird er noch verstärkt und mitunter eine Gesetzmäßigkeit, ein Grundgesetz, dass ein jeder einfordern will. Aber es gibt ein paar Rahmenpunkte, die die Freiheit aus den Angeln hebt und genauer beleuchtet, einen Verlauf anzeigt, wie sie bei meinem Artikel über die Wahrheit zu finden ist.

Die Freiheit

Verankert findet sie sich schön im Grundgesetz.

Grundgesetz; Art. 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Grundgesetz; Art.4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Grundgesetz, Art.5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Schön zu lesen, nicht wahr? Hört sich echt gut an. Aber in der Praxis zeigt sich doch, dass der zweite Abschnitt, die jeweiligen Ausnahmen viel mehr Anwendung im Alltag finden, als der erste Abschnitt. Aber so weit sind wir noch nicht. Lassen Sie uns erst ein kleines bißchen theoretisieren, bevor wir die Praxis ins Kreuzfeuer nehmen.

Was bedeutet Freiheit?

Freiheit bedeutet, dass ich einfach gesagt, frei bin. Ich bin frei in Entscheidungen, in Wahlmöglichkeiten, in Meinung und Wissen, in Lebensweg und persönlicher Gestaltung. Und sage ich, dass ich frei bin, so sollte ich es auch immer sein. Es ist kein vorübergehender Aspekt, keine phasenweise Empfindung, sondern eine feste Größe.

Die freie Natur

Die Natur ist frei, da werden Sie mir ganz sicher nicht widersprechen. Nicht dort, wo wir sie einsperren, unserem Alltagsleben zur Verfügung stellen, sondern genau da, wo sie sein sollte, vom Menschen unberührt.

Ein Panther macht genau das, was ihm seine Gene, seine Natur vorgibt, zu jeder Zeit und jedem Moment. Sofern er in seinem Umfeld bleibt. Einem Baum sagt keiner, wie er wachsen soll, er ist dem Anschein nach frei. Eine Biene sucht sich die Blume ihrer Wahl, keiner sagt ihr hier ja, dort nicht – frei.

Das könnten wir jetzt ewig so fortführen. Das heisst eigentlich, dass die Natur vom Kern her frei ist. Solange keine andere Größe Einfluß hält.

Schön und gut. Die Natur kann es aber nicht als Freiheit empfinden, oder irre ich mich da? Die Tatsache, dass sie es nicht empfinden kann, macht sie trotzdem frei? Sie trifft keine Entscheidungen, macht das was die Natur und die Gene ihr vorgeben und trotzdem scheint sie frei zu sein?

Das führt uns zu einem grundlegenden Punkt der Größe Freiheit.

Ich bin also frei, wenn ich es nicht weiss? Wenn ich die Größe Freiheit nicht kenne und einfach lebe? Ein kleines ironisches Mankerl, das muss ich zugeben.

Aber die Natur ist nicht frei. Wie ein Baum wächst, scheint ein Stück Freiheit zu sein. Aber erstens kann der Baum sich nicht entscheiden, ihm fehlt da einiges auf nicht feststofflicher Basis. Und andererseits ist er eigentlich fremdgesteuert. Es ist fest in ihm verankert, dass er in Richtung Sonne wachsen muss. Stellt sich ihm etwas in den Weg, so wächst er nach Widerstand hindurch oder drumherum.

Ist ein wildes Tier frei? Es ist beherrscht von Trieben und den Vorgaben der Gene. Nicht ein freies Handeln ist bei ihm zu finden. Doch das Tier stört es nicht, es wäre also eigentlich frei?

Die geschlossenen Augen

Das heisst weitergedacht, dass wenn ich nicht weiss, was Freiheit ist und ich nicht weiss, was mich fremdsteuert und ich mir auch nicht bewusst bin, was ich alles könnte, wenn die Frembestimmung weg wäre, dann bin ich frei?

Und noch weiter, wenn ich gar nicht will, was man mir verbietet, wo man mich hemmt, dann fühle ich mich frei?

Dann wären doch nur dumme Menschen frei?

Das Umfeld – Die Gesellschaft

Lassen Sie uns ein anderes Beispiel nehmen.

Ein Kind eines Krisengebietes, träumt davon Dichter zu werden. In der Nacht, während es versucht zu schlafen, der Magen knurrt, die Rippen an den Seiten austretend, die Unterernährung hat ihre Spuren hinterlassen, malt es sich es aus. Wie schön es wäre, die fremden Worte zu beherrschen, die seine Mutter ihm vorliest, den Zauber zu schreiben, selber erstellen zu können, der diesen wenigen Zeilen inne wohnt.

Es wird nie eine Schule besuchen, da es keine gibt. Sehr wahrscheinlich im nächsten Sommer sterben, da es einfach verhungert oder nach Krisenherd mit einer Waffe in der Hand von einer Granate getroffen wird. Es hätte ein großartiger Dichter, vielleicht mit Weltklasse werden können, es hat die Veranlagung dazu. Sagen Sie mir. Jeder Mensch ist von Geburt an frei, warum dann das Kind nicht?

Sie halten das für abwegig?

In den Überschwemmungsgebieten im Nordwesten Pakistans sind nach einem Medienbericht erstmals fünf Kinder an Unterernährung gestorben. (Mehr davon)

80 000 Menschen starben, Hunderttausende flüchteten. (Mehr davon)

Nach jüngsten Regierungsangaben kamen bei dem Beben der Stärke 8,8 mindestens 708 Menschen ums Leben (Mehr davon)

Bilanz von bisher 130.000 Toten durch die “politische Gewalt” jährlich mindestens …Die Gewalt sei für viele Kinder zum “way of life” geworden. …(Mehr davon)

Natürlich lässt sich das ewig so fortführen, das wissen Sie genauso, wie auch ich. Sagen Sie mir, wo sind diese Menschen frei? Frei in der Wahl des Lebensweges, frei im Geist und in einer Seele, die dies ermöglicht?

Die Umstände eines Lebens

Gibt es nicht auch noch die kleineren nicht so katastrophalen Eingrenzungen im Weg eines Lebens? Vorgelebtes von Eltern, Eingebläutes und Weitergelebtes? Schicksalsschläge, die uns gar nicht frei entscheiden lassen, sonder vor vollendete Tatsachen stellen?

Der Matrialismus, der fremdsteuert, das Geld als Weg zum Glück, …..zur Freiheit? Ich bin kein Kommunist, ganz sicher nicht, aber ist das so geliebte Geld nicht schon längst mehr als nur ein Zahlungsmittel? Nicht eben so eine Größe, die Einfluß auf die Freiheit eines Menschen hat? Was ich besitze, kann ich mir leisten, was nicht, nun da fehlt mir die Freiheit der Entscheidung mir meine Wünsche zu erfüllen.

Religionen, die den Weg einsperren und etwas als Verdamnis abstempeln und mir so die Möglichkeit der Wahl nehmen?

Freiheit der Wahl

Nun, sind wir also so weit. Ein kleines bißchen eingetaucht. Ich wollte nicht zu viele Geschütze auffahren, hoffe habe da nicht zu sehr übertrieben.

Jetzt beantworten Sie es mir. Wann und wo sind Sie frei?

Sie treffen jetzt eine kleine Entscheidung und sagen mir, diese war aus freiem Willen und ein Stück Freiheit. Dann sage ich Ihnen, das gibt es nicht. Ich will dem Menschen ganz sicher nicht den freien Willen absprechen. Aber wenn Sie schon ein bißchen auf meiner Seite waren, wissen, oder sollten Sie langsam erkennen, dass es ihn nicht gibt. Jede Entscheidung ist die Summe unserer Erfahrungen, der Lebenswege, die wir gegangen sind und der Gefühle, die diese haben in uns vorherrschen lassen. Und noch ein bißchen weiter, wird jede Entscheidung von dern Größen in unserem Leben beeinflusst und wie weit sie die Kunst haben, Einfluß zu haben. Die Medien, was ist Hype?

Die Freunde, was sollte man tun, was nicht. Die Gesellschaft, was ist verrufen, was wird honoriert und anerkannt? Mit allem was ich mache, tue und denke, werde ich mich irgendwann vor irgendwem verantworten müssen. Etwas schneller, bei der Frau, den Eltern, später die Freunde, noch später, Arbeit und Arbeitskollegen? Immer so weiter. Ein Mensch hat das immer im Hinterkopf, kann er gar nicht anders, wenn er eine Entscheidung trifft.

Ich weiss, dass hört sich sehr nach dem Thema aus dem Bereich Matrix an. Aber im Grunde stimmt es auch dort. “Das Problem ist die Entscheidung.” Aber da auch eine Entscheidung nicht frei ist, ich es nur denke, fühle, ist es paradox, unsinnig und ironisch und trotzdem so präsent und fest in uns verankert.

Es gibt keine absolute Freiheit

Freiheit sollte keiner Gesetzmäßigkeit unterworfen sein. Keiner Dauer und keiner Eingrenzung. Das das nicht geht, sehen Sie ja selber. Was heisst, ziehen wir den gleichen Schluss, wie bei dem Artikel über die Wahrheit, dass es auch keine Freiheit gibt. Definitv als Größe, als Traum und Ideologie, aber real in unserem Leben, auf dieser Welt, wie wir sie uns geschaffen haben, nun da ist sie einfach nicht existent. Wir haben uns diese Welt so geschaffen, also sollten wir uns wahrscheinlich nicht beschweren.

Und nehmen wir uns das Grundgesetz vom Anfang wieder, so räumt es uns Freiheiten ein, beschränkt diese aber prompt wieder. Ich bin ganz sicher nicht anti-sozial eingestellt, aber geht es um den Grundgedanken, so ist Freiheit nicht eingrenzbar. Sie steht uns von Geburt an zu und ist keiner Grösse unterworfen. Das machen nur wir Menschen. Die Freiheit an sich, muss sich an gar nichts halten, sie ist frei.

Mit der rosa Brille, ohne Wissen, was ich wirklich alles kann und der Erkenntnis, was mich fremdsteuert, innerlich und äußerlich, kann ich groß von der Freiheit reden. Sie posaunen und feiern. Aber erkenne ich mehr, so werde ich mir all zu schnell bewusst, wie wenig das alles wahr und nur eine Farce ist. Mehr ein Traum,ein Glaube, wie an Gott, Ideale, die Liebe………Unwissenheit ist ein Segen.

Was alle wissen, wird von allen vergessen;

und gäbe es keine Nacht, wer wüßte noch,

was Licht wäre!

Friedrich Nietzsche

 

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Nismion LeVieth

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."

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