Dämonenjäger

In die Stadt – Athalon (3)

Urplötzlich hörte jede Existenz auf. Athalon fühlte nichts mehr. Keine Wärme, keine Kälte. Er wurde hineingezogen in eine Dunkelheit, befand sich in einem Raum der Schwärze, dem Nichts. Kein Wesen, keine Form um ihn herum. Einfach … nichts.

Dann blitzten Lichter auf, die Umgebung verfärbte sich in jede Farbe, die möglich war. Es bildete sich ein Tunnel. Aber er spürte keine Bewegung. Nur am Lichtspiel der bewegten Begrenzungen, konnte er sehen, dass es vorwärts ging. So rasant, so schnell, dass er nicht mal für eine Sekunde erkennen konnte, was die Lichter wiedergaben, woran er da vorbeiflog.

Zum Portal – Athalon (2)

Er war bereit. Bereit, den nächsten Angreifer seine leichtsinnige Tat bezahlen zu lassen. Er wollte Antworten, er wollte es wissen. Gang um Gang, dem er folgte. Biegung und Rundung, die er überwand. Ein jedes Mal in Erwartung die Muskeln gespannt und die Sinne aufs Äußerste gereizt. Doch man tat es nicht. Keiner erfüllte ihm den Wunsch und versuchte es erneut. Keine raschelnden Geräusche, kein Kratzen, das die bedrohliche Anwesenheit eines hinterhältigen Angriffes ankündigte.

Nichts. …

Athalon kam sich lächerlich vor. Er, konzentriert und die Hand auf der Waffe, schlich im Dunkeln an den Wänden vorbei. Einem Dieb gleich, stahl er sich in das Unbekannte. Aber er durfte es nicht anders machen. Nur ein Fehler reichte, um das Leben zu beenden. Einmal unaufmerksam, nur einmal nicht reagiert und die Seele ging zum Himmel oder zur Hölle.

Athalon – Der Dämonenjäger (1)

Messerscharfe Klauen, spitz wie Dolche. Bereit, einen menschlichen Körper die tiefsten Qualen erleiden zu lassen. Schwingen, wie die Zeichen der Engel. Rotglühende Augen, wie das Feuer der Hölle selbst. Sie kamen aus dem Nichts und fielen über die Stadt her. Ließen niemanden am Leben. Wie eine Plage, der Unterwelt selber entsprungen, griffen sie nur einmal an.

Dämonen

Athalon glaubte nicht an so etwas. Für ihn war es nur eine reichlich ausgeschmückte Geschichte, die die einfältigen Bauern aus Angst erzählten. Der König hatte sie geglaubt. Ein närrischer alter Mann mit einer Schwäche für die Magie. Nur deswegen hielt er sich diese Magier am Hof, die doch nur Zaubertricks vorführten. Als der Bote am Hof erschien, schlotternd vor Angst, außer Atem und in Demut auf die Knie gesunken, da leuchteten die Augen des Königs.