Storys

Bloodshot

Er sprang auf das nächste Dach und konnte sich in letzter Sekunde am Kamin festkrallen, bevor er gestürzt wäre. Kein angenehmes Missgeschick. Vor allem, da es dem Anschein nach, sein letztes gewesen wäre. Es ging mehrere hundert Meter in die Tiefe und endete dort auf Kopfsteinpflaster. Er suchte sich einen festen Stand auf der Höhe des Schrägdaches und kauerte sich hinter den Kamin. Ein Blick daran vorbei, noch waren sie nicht zu sehen. Er ließ das Magazin aus der Waffe gleiten und schob ein Neues nach. Kurz den Bolzen zurückgezogen und sie war wieder einsatzbereit. Er fühlte sich mit der Waffe sicher. Aber er war sich auch im Klaren darüber, dass es nur Einbildung war. Dieser ganze Auftrag war der größte Fehler seines Lebens gewesen. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Storys

Blutdurst in Ewigkeit

Sie kommen. ... Nicht, dass es ungewöhnlich wäre. Es passiert einfach zu oft und sie kommen immer wieder. Nicht die Gleichen, immer Andere. Aber eines haben sie alle gemeinsam. ... Ihr Ende. Sie betreten den Hauseingang, leise und schleichend mit gezogenen Waffen. Sie sprechen kein Wort, kein Flüstern. Selbst ihre Atmung unterdrücken sie. Doch es ist unnütz, auch wenn sie es glauben. Die zehn Stockwerke, die ich mich über ihnen befinde, trennen meine Sinne doch nicht von ihnen. Ich höre selbst hier ihr Herz, das Strömen, das mich so sehr ruft. Es drängt mich und nagt an mir, sie zu nehmen. Ein paar Sekunden nur und es wäre mein. Die Gier würde verstummen, …für eine kurze Zeit. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mythologie

Die Gefallenen – Nephilim

Die Klingen sausten hernieder, benetzten den grauen Asphalt mit dieser rotglühenden Flüssigkeit. In Rinnsalen, kleinen Flüssen der verendenden Leben suchte es sich den Weg hinab zu den Gullis. Tief in den Unrat, in den Dreck dieser Zivilisation, die obwohl im Höchsten ihres Schaffens, sich niemals des Abfalls, erwehren konnte. Wie ein Gegenspieler zu der höchsten Natur im strahlenden Sonnenschein, sammelte es sich dort. Die verdreckten, beschmutzten Produkte, die des Abfalls und viel mehr des Vergessens noch würdig waren. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mythologie

Des Todes Reiter

Es ist gut, wie es ist“. Ein Satz, den man mir oft sagte. Wie einer Beschwörung gleich, wurde er immer und immer wieder wiederholt. Anfangs zweifelte ich. Wie konnte es auch anders sein? Als kleiner Junge fand man mich. Zerrte mich aus den Dunkeln der Gassen, die mein ZuHause geworden waren. Kämpfen um zu überleben. Nur der Stärkere gewinnt. Die Schwachen? Das waren die, die erwischt wurden. Auf dem Marktplatz ausgepeitscht, mit faulen Äpfeln beworfen und dem Sabber des Unrates beschmutzt. Glücklich konnten sie sich dann schätzen, wenn man sie danach gehen ließ. Dies war die Welt meiner Geburt, die Welt meines Kampfes und das Buch, aus dem ich das Schweigen lernte. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mixed

Brücke zur eigenen Wirklichkeit

Auf dem verfilzenden Mauerwerk an grob geformten Steinen, bereitet das Efeu seinen Teppich aus. Das Mosaik des von Menschen Hand geformten Bauwerkes, zeichnet sein Rot, sein Braun, und das Grau der vergangenen Jahrhunderte. Spuren sind auf dem Stein nur in ahnender Sicht zu erblicken. Denn auch wenn Wanderer ihre Wege hinüber zeichneten, so hat der Stein sie zwar begrüßt, aber ihnen die Freiheit der Unsichtbarkeit geschenkt. Heißt, wer ging, der kam im Ab und An auch wieder. Auf gleichem Pfad, in Variation auf rechter oder auch linker Seite. Außer dem Wanderer aber, da konnte es keiner wissen, sehen oder auch nur erahnen. So malte die Sekunde der Wahl, der Entscheidung, das eine Fenster, das sich Realität und Wirklichkeit nannte. Die Brücke nun, sie schluckte, sie erblickte und auf immer geleitete sie hinüber. Was auch sonst sollte sie tun? (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Featured

Blutroter Moment

Die Nacht ist mein Gefährte. Ich bewege mich in ihr und mit ihr und sie durchströmt meine ganze Existenz. Das schwärzeste Schwarz ist mein Sein, mein Ursprung, der Kern meines Innersten. Nein, ich bin nicht verloren, wie Du dies nun annehmen magst. Ich bedaure es nicht mal, kenne es nicht anders. Es ist so, es war so, schon immer. Ein immer, das bereits seit Jahrhunderten andauert. Wie sich die Jahrhunderte drehen und Jahre abspielen, so bleibt die Welt für sich davon unberührt. Sicher, die Oberfläche ändert sich im Strom der Gezeiten, passt sich an und verändert sich, aber bleibt im Groben doch gleich. So, wie auch ich es tue. Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Ich beobachte, schmiege mich an, an den Fluss der Menschen, der über diese Welt nur streift. Aber auch ich nur, bleibe doch immer gleich. Das Einzige, das mich kettet und bindet als auch verpflichtet, ist nur das Blut. Der Durst danach, die Suche, die Jagd und dann das erfüllende Trinken. Ich bin ein Jäger, ein Raubtier, der ewig Durstende und werde niemals gänzlich satt. Auch das bedaure ich nicht, denn es gehört zu mir, ist auch ein Teil meines Seins. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mixed

Zur schwarzen Nacht

Der Wind fegt durch die Gassen, wirbelt umher, treibt hinauf und lässt dann hernieder. Leise säuselnd folgt er seinen Pfaden durch die menschenleeren Gassen. Ausgestorben, ein Niemandsland, so erscheint nun diese Stadt. Die letzten erleuchteten Fenster dimmen ihr Licht herunter und dann löschen sie es ganz. Das Schweigen, die Stille und ebenso das Dunkel der Schwärze, bestimmen nun diese Stadt. Vereinzelt leuchten die Straßenlaternen für den einsamen Wanderer, der übrig geblieben, verspätet und eilig seinen Pfad nach Hause sucht und letztendlich auch findet. Ein Schlüsselklappern, das harte Knacken des Schlosses und nachdem die Tür ins Schloss fällt, die erneute alles beherrschende Stille. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mythologie

Vom weißen Reiter

Schnaubend senkte sie ihr Haupt hernieder, stupste ihn sanft in die Seite und er konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Er schickte die Gedanken zurück in den Kerker des Innern und wandte sich seinem liebsten Gefährten zu. Beruhigend streichelte er die Stute und ging dann um sie herum, um sich auf den Sattel zu schwingen. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Mythologie

Alien Vasion

Er blickte wie immer auf die Monitore. Es war unnütz, das wusste er. Aber er konnte sonst nichts tun, als nur zu beobachten. Es gab nichts zu sehen. Wie immer, bildete sich draußen die Silhouette an Bergkratern ab. Gespenstisch, mehr in Dunkelheit, denn noch in Helligkeit getaucht. Noch taten die Scheinwerfer da draußen ihren Dienst. Höchstens die Hälfte konnte noch intakt sein. Seit ihrem letzten Angriff waren höchstens 20 Minuten vergangen. Aber es war kein Angriff gewesen. Keine faire Schlacht. Es war ein Spiel mit der unterlegenen Beute. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
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