Momente

Die Kämpfer in den Schatten

Im Dickicht der eigenen Zweifel findet ein Kampf statt. Die Dämonen der Schwäche kichern geifernd über jedes gute Gefühl. Sie wispern und flüstern Worte des Selbstzweifels und kennen genau die Punkte, die berührt und aktiviert werden müssen. Augenscheinlich wird physisch kein Arm erhoben, aber rein im Gedanken findet die wildeste Schlacht hier statt. Die Krieger der eigenen Tiefe erheben sich, müde und doch nur kampfbereit. Sie tragen die Schwerter der Erfahrung, die Schilde der guten Erinnerung. Und sie reiten auf dem Ross der reinen Hoffnung. Es sind nur Einzelne, die das Königreich des Selbstes gegen die Übermacht der Dämonen verteidigen. Und doch, da geben sie einfach nicht auf. Egal, welche Wunde man ihnen auch zufügt. Sie sind übersät mit Narben eines harten Lebens und doch geben sie niemals auf. Im Schrei der eigenen Verzweiflung stürmen sie vorwärts. Sie können und wollen nicht glauben, dass die Dunkelheit obsiegen soll. So stellen sie sich dem Kampf. Immer und immer wieder. Und anders als die Dämonen, die jedes Mal neu erstehen, stehen sie für sich selbst als auch für das Reich des eigenen Inneren. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Momente

Die weiße Unschuld

Neben dem geiferndem Maul des Tigers bewahrt sie sich ihre Reinheit. Trotz der vernichtenden Macht der wildesten Natur bleibt sie nur sanft. Sie ist die Eine, die Kleine, die Sanftmütige, die Reine. Das Schwarz breitet seine allumfassenden Schwingen aus. Möchte erfassen und bedecken. In den dunkelsten Abgrund hinunter schicken. Sie aber wehrt sich nicht. Die Unschuld, das Unberührbare, ist ihr ewiges Mahnmal und schreckt die Dunkelheit so nur ab. Es wagt es nicht, sie zu berühren, aus Angst sich an ihrem Weiß die Spitzen zu verbrennen. Keine Gewalt, keine nur Gegenwehr. Simple Existenz, die sich durch ihr Sein, ein Glashaus erbaut hat. Zerbrechlich, so leicht zu zerstören und dennoch massiv wie der stärkste Stahl. Denn wer sie erblickt, der muss sie bewundern. Wer ihr begegnet, der muss sie verehren. Und wer sie begreift, nur der wird erinnert an das, was er vergessen hat. Was die raue Welt versucht zu vergraben und vernichten. Zu zerfetzen und zu zerreißen. Das weiße Tuch, das den Frieden einläutet. Es nur, wirkt bei den Dämonen als Provokation. Und dennoch wagen sie nicht, diese eine Grenze zu überschreiten. Denn sie alleine verstecken sich im Dunkeln und fürchten jedes nur helle Licht. Und diese eine weiße Existenz ist wie der glimmende Funke eines niemals vergehenden Himmels. Eine Erinnerung an bessere Zeiten. Ein Blick in die vollkommene Zukunft. Das Urteil das die Gerechtigkeit in die Herzen manövriert. So ist dieses kleine Sein, weit mehr nur als bloßer Zufall. Obwohl der harten Welt, hat sie sich ihre Verletzlichkeit erhalten. Und hier und da, im tanzenden Schritt, bringt sie die Unbedarftheit zurück. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Momente

Blutleere Augen [Ewige Gegenwart]

Der Takt der Nacht gibt seinen Rhythmus vor. Die Ewigkeit einer Dunkelheit breitet seine Decke aus. Krächzend dort oben erhebt es sich in die Höhe. Treibt in das Nirgendwo des Irgendwo. Wir wollen folgen, doch können wir es nicht. Denn wir sind versklavt und geknechtet an nur einen Augenblick. Die Kette des Momentes geißelt die Flügel unserer Freiheit und hält uns am Boden der Tatsachen. Eine Wirklichkeit deren Realität wir zwar nicht begreifen aber nun nur schauen dürfen. Das blutrote Dunkel ist verewigt neben dem Hunger einer Unzulänglichkeit. Der niemals gestillt, dennoch auf immer besteht. Er frisst, zerfleischt ein Inneres, das nichts Anderes mehr kennt. Nur Gelüste, die reine Lust, die nicht erfüllt werden darf. Denn das ewige Bedürfnis ergibt die scheinbare Ähnlichkeit mit einer Hoffnung, die beflügelt und antreibt. Wie der Durstende in der Wüste, geht es von Fata Morgana zu scheinbarem Spiegelbild, das dennoch nur der Verstand einem zeichnet. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Momente

Dankbare Nacht

Da draußen breitet sich die Decke der Gleichheit aus. Das Schwarz der Gleichgültigkeit. Das Nichts ohne Existenz. Der Nebel, der alleine es vermag zu verhüllen und in die Unsichtbarkeit zu tauchen. Das Alles, das sich selber ergibt. Im gleichen Ton alleine sich selber malt. Bis jede Existenz dem Chameleon gleich, als Joker, aneinander vorbeigleitet. Seelen, Lebewesen, die sich selber nicht suchend, auch nur Nichts finden werden. Menschen, die eilen, beeilen, dem Ziele entgegen, den Weg verloren, ihn gefunden zu haben glauben. So streichen sie vorbei an den Wänden der Dunkelheit, wie der Maler, der ums eigene Bild nicht weiss und der reinen Intention folgt. So treiben sie durch die Pfade des Lebens. Scheinbar verloren und dennoch geleitet von dem, das alleine über uns steht. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Momente

Das Königreich der Himmel

Sanft schwenkend, wirbelnd in der wehenden Kraft der Morgenluft, senkt es sich hernieder. Ein grünes, unscheinbares Blatt. Gelöst von des Baumes Kraft, vom Ursprung seiner Geburt. Die Natur am Himmel, sie blitzt und blinkt. In gleißender Sonne, die wärmende Flut zur Erde hinab schickt. Der Himmel danebst, im saubersten Blau, gezäumt an weißen Decken der Gebilde an Wolkenkissen. (mehr …)

By Bruno Schelig, ago
Partner

Blogverzeichnis - Bloggerei.deBlogverzeichnis TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor www.rssmax.de BlogTraffic

Kategorien
In der Vergangenheit