Die Frau in Rot

Rot ist ihre Farbe, dem Namen nach. Und wir sinnen noch darüber nach, ob sie damit eher das Blut zeichnen will oder die Liebe. Wir wissen aber, dass wir darauf keine Antwort bekommen werden. Denn wie immer ist es der reine Blick des Betrachtens, der uns gefangen hält. Und so sehr wir auch hinter eine […]

Die sanfte Schönheit

Für den oberflächlichen Blick, sind ihre Augenlieder geschlossen. Wir aber erkennen, dass sie nur schamhaft, der Sanftheit verschrieben, den nach unten gerichteten Blick verhüllen, vielleicht auch verdecken. In den ersten Gedankenzügen sind wir so nur direkt in die Begebenheiten eingeweiht, die uns nun hier erwarten. Es ist kein Getöse, kein lautes Gebrüll, kein nach Aufmerksamkeit […]

Die Braut ohne Bräutigam

Unscheinbar steht sie in Mitten des Waldes. Das sich brechende Licht der untergehenden Sonne tanzt auf ihrem weißen Kleid. Sie ist die Braut ohne Bräutigam. Sie ist bereit das Versprechen für die gemeinsame Ewigkeit abzugeben, alles dafür zu opfern und sich de Zukunft einer Ehe zu widmen. Es ist ihr egal, wer der Ehemann wird. […]

Baum am Verfall

Einsam übt der Baums sich seines Erblühens. Manifestiert am Abgrund der Tiefe. Direkt vor dem Abgrund der Schwäche und des Zweifels. Die untergehende Sonne des Verfalls schickt seine müden Strahlen über die vertrockneten Äste. Früchte hoffen wir hier umsonst zu finden. Blätter, vergilbt und gezeichnet vom Kreislauf des Vergehens fallen langsam auf den tiefen Grund […]

Das Haus verblasster Erinnerungen

Die Spinnweben der Vergangenheit verzieren das morsche Holz. Die Nacht der Einsamkeit erfüllt den Himmel. Ab und an da krächzen die Begleiter des Nachrufes in die weite Ferne. Wecken auf, aus der Trance verhüllter Erinnerung. Die Besucher dieses Gebäudes graben nach den Geistern der Vergangenheit. Voll bangem Schrecken begeben sie sich in dieses alte Haus, […]

Unschuld im tiefen Wald

Wie die zarte Rose ihre Blütenblätter pellend offenbart, so nur bietest du zaghaft Dein Inneres an. Auf dass sich jemand Deiner Knospe vorsichtig nähere und ihr die Aufmerksamkeit schenkt, die sie alleine verdient. Denn so schüchtern du bist, genau so verletzlich bist Du auch. Deswegen nur, versteckt die Unschuld sich im düsteren Wald neben den […]

Die Wahrheit der aufbrausenden Gefühle

Wenn der Lärm der Welt uns davon abhält, die leise flüsternde Stimme des Innern wahrzunehmen. Zaghaft wispernd kündet es von unserer eigenen Wahrheit, kommt aber gegen das Gewitter einer Umwelt nicht an. So sucht es sich nach einiger Zeit den Weg durch die aufbrausenden Gefühle, damit wir uns selber nicht einfach ignorieren oder vergessen, wer […]

Ein Moment ohne Aufmerksamkeit

Es ist ein Friede neben dem Obstgarten, der spürbar, erlebbar ist. Die Sonne am Zenit, sie schickt ihre wärmenden Strahlen hinunter auf die Oberfläche einer Erde. Das Bauwerk, prächtig und einzigartig platziert, wirkt wie ein Mahnmal, ein Symbol der Stille hier. Keine Menschenseele, kein Funke und keine Seele in den Dingen, die Du hier siehst. […]

Der schwarze Schwan

Es ist ein Tier, dem Namen nach. Klassifiziert als eindimensional und ohne die Größe von höherem Bewusstsein. Die Frage nach der Seele, stellt sich ab und zu. Und doch kann sie so keiner ganz beantworten. Dem Schwan nun, ihm ist das völlig egal. Er ist einfach nur. Ein Wesen, ein Lebewesen, das seinen Pfaden folgt. […]

Im monotonen Einklang

Niemand sagt Dir was Du zu tun hat. Niemand diskutiert mit Dir, denn Du bist der Herrscher Deiner einsamen Insel. Ein König eines Königreiches, das keine Untertanen besitzt. Der reiche Besitzer ohne Ländereien oder gar auch nur Eigentum. Und niemand redet mit dir. Und niemand zweifelt Dich an. Angenehm, solch ein Friede der Einsamkeit. Ein […]

Die Wüste der Einsamkeit

Der Sand der verlorenen Seelen wird durch den Wind der Allmöglichkeit in alle Richtungen geblasen. Die Ruinen versunkener Erinnerungen manifestieren sich als Mahnmal neben der willkürlichen Macht des Staubes. Die Wüste schickt ihre Hitze des unablässlichen Feuers einer vergangenen Leidenschaft in die Weite hinaus. Vereinzelt wandern Lebewesen als Erinnerung umher. Bringen monoton die Gleichgültigkeit zum […]

Der plätschernde Funke

Der plätschernde Funke ergießt sich im Moment. Er spinnt die Fäden eines Netzes, das sich über die Oberfläche zieht. Kristallisiert in der Sekunde, verewigt im Moment. Normal nur, würden wir dies einfach übersehen. Aber dieser Augenblick rückt es in das Zentrum unserer Wahrnehmung. Zieht und hinan, hinein und ganz nah heran. Auf dass wir dieses […]

Bahnhof des Lebens

Die Stille übt sich keines Vergehens. Die Zeit, sie läuft so dickflüssig wie die rote Marmelade die Schneide des Messers hinunter. In Tropfen platscht sie auf die Wirklichkeit und gibt immer nur einen Ausschnitt der Gegenwart frei. Hinter trüben Augen beobachten wir die kleinen Gedanken. Wie sie kommen und gehen. Mal hierhin, mal dorthin. Und […]

Brüllen des Löwen

Die horrenden Löwen eines Innern, sie üben sich des Brüllens. Sie kennen keine Schwäche, nur den Angriff als auch die schöne Verteidigung. Und dem sanften Lamm, der verletzlichen Seele, dem tun sie nichts. Denn sie sind keine Wölfe, die auf Beute aus sind. Sie sind die Könige eines Königreiches, das keinen Raum, keine Existenz besitzt. […]

Pfad des Selbst

Auf der einsamen Wanderung in das eigene Leben ist das Selbst der einzige Begleiter. Auf dem verlorenen Pfad in das eigene Innere, übt der triste Asphalt sich seines Dauerns. Irrwege und Schlenker säumen den niemals geraden Pfad. So weißt vorher niemals, was Du alleine zu finden wagst. Ist es Wahrheit? Die kleine Erkenntnis? Sind es […]

Die Kämpfer in den Schatten

Im Dickicht der eigenen Zweifel findet ein Kampf statt. Die Dämonen der Schwäche kichern geifernd über jedes gute Gefühl. Sie wispern und flüstern Worte des Selbstzweifels und kennen genau die Punkte, die berührt und aktiviert werden müssen. Augenscheinlich wird physisch kein Arm erhoben, aber rein im Gedanken findet die wildeste Schlacht hier statt. Die Krieger […]

Die weiße Unschuld

Neben dem geiferndem Maul des Tigers bewahrt sie sich ihre Reinheit. Trotz der vernichtenden Macht der wildesten Natur bleibt sie nur sanft. Sie ist die Eine, die Kleine, die Sanftmütige, die Reine. Das Schwarz breitet seine allumfassenden Schwingen aus. Möchte erfassen und bedecken. In den dunkelsten Abgrund hinunter schicken. Sie aber wehrt sich nicht. Die […]

Blutleere Augen [Ewige Gegenwart]

Der Takt der Nacht gibt seinen Rhythmus vor. Die Ewigkeit einer Dunkelheit breitet seine Decke aus. Krächzend dort oben erhebt es sich in die Höhe. Treibt in das Nirgendwo des Irgendwo. Wir wollen folgen, doch können wir es nicht. Denn wir sind versklavt und geknechtet an nur einen Augenblick. Die Kette des Momentes geißelt die […]