Botschafter der Verdammung

Zerrissen,

zwischen was Tun oder schlafen

Gesplittet,

In Hoffnung auf Erlösung und die eigene Verdammung

Aufgeteilt,

in Träume, Hoffnung und die dunklen Züge des Vergessens

Gefangen,

zwischen Genie und Wahnsinn

Ich sitze,

in der Dunkelheit und ich fröne dem eigenen Licht

Die Dämonen der Einsamkeit flüstern mit wispernden Stimmen die Zweifel der eigenen Schwäche. Sie wissen, Du bist wahrlich niemals allein und doch bist Du nur für Dich, wenn es um das geht, was wahrlich zählt. Ein einsamer Wanderer auf der Suche nach der eigenen Erlösung. Auf dem Pfad heraus aus der Verdammung der Dunkelheit.

Es dürstet die Seele schon nach dem Licht und doch versteckt sie sich, vor dem hellsten Glanz der so offenbarten Fehler. Denn auf der Bühne des Lebens wird alles ersichtlich, wahrnehmbar und präsentiert sich dem unfreiwilligen Publikum an Wanderern, die nur phasenweise Deinen Lebensweg streifen.

So üben wir uns im Verstecken der eigenen Wahrheit, so lange bis wir die Lüge der Maske selber glauben und sie nur unsere neue Wirklichkeit ist. Wer nur sind wir noch, wenn uns niemand mehr beachtet, beobachtet, Aufmerksamkeit schenkt. Wir verkommen zum Nichts der verhangenen Gedanken, die erinnern und träumen, aber die Wirklichkeit meiden.

So werden wir zu Botschaftern des Nicht Lebens. Des Vergessens, des Spielens, des Überspielens. Solange bis uns unser eigener Name fremd geworden ist und wir im Nebel der Vergangenheit versinken, da uns die Zukunft nichts mehr zu versprechen hat.

Für wahr, es ist nicht immer nur dunkel oder immer nur hell. Wir sind die Mischwesen der Schatten, die beides nur verewigen. Ebenso wenig sind wir nur verdammt, außer wir wählen dies unbewusst in der Trauer mancher Abgeschiedenheit. Alles ist nur so, wie wir es sehen oder erkennen wollen und uns als eigene Wahrheit definieren.

So tauchen wir phasenweise hinab in die Dunkelheit und in die Schatten. Umgeben uns mit den Dämonen des flüsternden Selbstes, tauchen dann aber wieder auf. Im seichten Lichtschein breitet sich das Licht der aufglimmenden Kerze aus, verbreitet Wärme und Geborgenheit. Und dann und wann atmen wir erleichtert auf, breiten die Schwingen aus und tanzen wie der Phönix aus der Asche auf den Schwingen dieses Lebens.

Man kann Eines ohne das Andere nicht bekommen. Die Dunkelheit geht Hand in Hand mit dem Licht. Und als Wesen im Innersten ohne Form können wir der Variable gleich einfach alles nur abbilden, wonach es uns sehnt. Ist es die Traurigkeit, dann bade in ihr. Lass Dich verzehren und ertrinke in einem Meer aus Tränen, auf dass Du dann erholt und befreit einen neuen Atemzug des beginnenden Lebens nehmen kannst. Verschließe Dich nicht vor Deiner eigenen Dunkelheit, denn sie ist wie das Licht nur, ein Teil Deines Inneren.

Freiheit bedeutet zu wählen als auch das Beste daraus zu machen, was uns das Leben nun mal präsentiert. Manchmal sind wir Opfer und manchmal der Kapitän des eigenen Schiffes in Mitten den Stürmen einer untergehenden Sonne. Nach jeder Ebbe kommt die Flut und nach jeder Nacht der Tag. Manchmal muss man nur ertragen, was das Innerste uns selber auferlegt und geadelt von den eigenen Gefühlen dann erfrischt von dem Segen auch mancher Dunkelheit erneut in das Licht des Lebens hinaustreten.

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