Bloggen und die Schreibkunst – Die notwendige Weiterentwicklung

Tausende an Zeichen herausgehauen, ins Internet gestellt, veröffentlicht und den Surfern zur Lektüre gegeben. Tagein und Tagaus ist das das Handwerk eines Bloggers. Mit der Zeit sammeln sich die Artikel an, vielleicht ist man schon im dreistelligen Bereich?

Heisst das aber automatisch, dass man Schreiben kann? Oder ist es nicht vielmehr so, dass es mir als der jeweilige Webmaster obliegt, sich darin weiterzubilden, zu üben und dem den letzten Schliff zu geben?

Das Bloggen und das Schreiben

Ich flog querbeet durch das Internet, über so einige Blogs und Seiten, um auf dem laufenden zu bleiben. Einfach mal zu sehen, was so passiert, worüber die Bloggergemeinde im weiteren Sinne sich den Kopf zerbricht. Ich traf auf einen interessanten Artikel in meetinx. Dort ging es darum, dass die Zeitung Welt Kompakt eine Ausgabe von Bloggern schreiben lies. Einen Tag lang, oder eher nur einen Druck, oblag das Tippen und das Schreiben unseren altbekannten Webmastern im Netz. Die Aktion ging einfach ausgedrückt in die Hose und wurde nicht das, was man erwarten sollte. Wer sich das Ganze mal ansehen will, hier geht’s lang : Das Welt Kompakt Experiment mit Bloggern ist gescheitert. Ich werde auf diese Aktion nicht weiter eingehen, das hat Milos auf seinem Blog schon.

Mich interessiert nur ein kleiner Aspekt daran. Eine einfache Frage:

Heisst bloggen automatisch, dass ich schreiben kann?

Es ist eine Frage, die sich wie ein Paradox anhört, aber eigentlich Keines ist. Tausende Webmaster in unserem WWW veröffentlichen in eigenem Rhythmus Artikel, setzen Infos ins Netz, die nur über eines ausgedrückt werden, die Worte, die jeweilige Schreibe.Aber diese muss auf den Punkt gebracht noch lange nicht gut sein. Sie muss nur lesbar, verständlich geschrieben sein und den kleinen google Robots zur Verfügung gestellt werden. Und schon geht es los. Die Surfer können meine Artikel besuchen, lesen, bei Qualität weitergeben und sie verbreiten. Im Grunde genommen würde sogar ein telegraphische Art und Weise reichen. Es würde in die Suchmaschinen kommen und unter Garantie würden Surfer sich das angucken, da es auffällt. Danach eine Liste und angepriesen E-Books. Fertig ist ein Artikel.

Sei`s drum. Ein Tagebuch schreiben kann jeder. Viele machen das, keiner muss sich jetzt hier outen, keine Angst. Schreibe ich jetzt öffentlich mein Tagebuch, so sagt das noch lange nichts über mein Können aus. Viele Blogs sind so aufgebaut und vom Ursprung her, sollte es so auch sein. Durch das entdeckte Potential der Plattform wordpress hat sich das Ganze jetzt weiterentwickelt und man greift doch eher darauf zu. Bei einem Blog ist die interne Verlinkung besser, die einfache Führung von Tags und Kategorien, die ganzen Plugins, die einfache Programmierung, es ist einfach die perfekte Plattform für den Erfolg im Internet.

Aber zurück zum Schreiben. Wie ein Jeder schreibt, wie er sich ausdrückt, wie er formuliert, liegt einzig und allein an der eigenen Bildung und auch Kompetenz. Auf welches Wissen kann man zugreifen, welche Wörter, Fremdwörter eines Bereiches sind mir geläufig und vereinfachen mir den Ausdruck von etwas, was sonst umschrieben werden müsste? Dies ist aber nur eine Seite der Schreibe. Der Ausdruck.

Als nächster Aspekt kommt noch hinzu, wie ich Texte aufbaue, strukturiere. Wie ist der Fluss, ist es übersichtlich, folgt es einer Linie? Oder bemerke ich mitten im Text, dass ich ungewollt wieder am Anfang stehe? Kommt es zu einem Fazit? Hat der Artikel einen Sinn oder fängt es an, Worte ….und dann hört es auf, ohne eigentlich was ausgesagt zu haben?

In diesen Teil der Schreibe hat die geistige Fähigkeit des Webmasters direkten Einfluss. Kennt er sich in der Materie aus? Kann er deswegen klar strukturieren, weiss er selber eigentlich was er will, worauf er hinaus will? Oder hat er nur eine Idee, ein Fazit im Kopf, das Thema und muss die Lücke zwischen Anfang und Ende mit Luft füllen?

Im Grunde genommen machen wir alle nichts anderes. Wir wollen auf ein bestimmtes Ziel hinaus, ein bestimmtes Thema anschreiben, wir müssen nur den Weg dahin finden. Wir schneiden ein Thema an, führen die Gedanken des Surfers langsam durch den Artikel zu dem Knackpunkt, den wir aufzeigen wollen und geben ihm dann am Schluss unsere kleine Lösung oder ein neues Problem, über dass er sich in den Kommentaren auslassen soll. Das wäre dann der dritte Aspekt des Schreibens. Wie kann ich mit meinem Leser umgehen? Kann ich ihn zu der Sichtweise, zu dem Problem leiten, zu dem ich will? Oder geht er mir zwischendurch verloren, überspringt Zeilen, da ich diese Fähigkeit nicht besitze? Wenn mein Besucher den jeweiligen Artikel liest, bin ich nicht anwesend, zwischen dem Zeitpunkt des Veröffentlichens und dem lesen kann ein riesen Zeitraum bestehen. Und doch muss eine Nähe zum Surfer bestehen, eine Nähe die der jeweilige Artikel aufbaut. Ebenso eine Persönlichkeit, meine, die sich dort wiederfindet, dem Leser als Gegenüber fungiert, obwohl ich mich schon längst weiterentwickelt haben könnte. Aber in dem jeweiligen Artikel ist sie so präsent, wie sie es war, als ich ihn veröffentlichte und das so lange, wie der Artikel zu lesen ist.

Die Klasse von Artikeln

Wie sich die oben genannten Aspekte in einem Artikel zeigen, wie sie benutzt werden und was man aus ihnen macht, zeigt ganz einfach gesagt, welche Klasse der Artikel hat. Im Endeffekt auch, was von dem jeweiligen Blog und Webmaster zu erwarten ist. Und weiss ich als Besucher, welche Qualität ich bekomme, auf welchem Niveau gespielt wird, so werde ich wiederkommen und mich von Zeit zu Zeit umgucken, wenn es genau das ist, was ich will. Ist dem nicht so, so werde ich auch beim Auftauchen in den Suchmaschinen nicht auf den jeweiligen Artikel klicken, denn ich werde nicht bekommen, was ich erwarte. Sie als Webmaster verkaufen kein Produkt, keine Ware, sie verkaufen sich und einen Background, eine Plattform, auf dem der jeweilige Surfer gerne ist oder sich überhaupt nicht wohlfühlt. Genau das bilden Sie aber über Ihre Schreibe.

Die Schreiberei und die Weiterentwicklung

Reicht es, einfach zu schreiben, zu schreiben und zu schreiben? Ganz sicher werde ich besser. Die Formulierungen fallen mir blind ein, die Sätze bilden sich schneller, ich kann mich immer besser ausdrücken. Auch die Bandbreite meiner zur Verfügung stehenden Ausdrücke, Wörte, wird immer grösser. Aber (das gibt es immer :-) ) ich ändere mich nicht. Meine Artikel werden immer die gleiche Art von Persönlichkeit besitzen, bestimmte Formulierungen, die nur ich so benutze und die zum Teil auch schon einen Artikel als von mir geschrieben darstellen, ohne dass ich irgendwo unterschreiben muss. Wollen Sie aber besser werden, so müssen Sie sich nicht direkt ändern, nur das Verständnis der Materie an sich.

Sie müssen sich mit dem Schreiben an sich beschäftigen, damit Sie lernen, was Sie unter Umständen falsch machen und was möglich ist. Das Schreiben ist wie ein Handwerkkasten, in dem jede Menge Werkzeuge rumfliegen. Dinge, die Sie noch nie gesehen haben, sehr wahrscheinlich gar nicht wussten, dass es sie gibt.

Ich selber habe mich vor einigen Jahren bei einem Fernstudium eingeschrieben. Es mag jetzt mitlerweile schon an die sechs Jahre her sein. Damals war ich noch mehr der Jungspund der ich auch heute noch bin. Ich wollte Autor werden und meinen ersten Roman schreiben. Das Rohwerk habe ich noch immer hier rumfliegen. Sollte ich mich auch noch mit beschäftigen. Aber die Zeit, Sie wissen ja, die Tage sind einfach zu kurz. Nur 24 Stunden reichen einfach nicht fürs Bloggen, Vollzeit Job, Schlafen und Leben. Damals fehlte mir dann doch die Zeit. So setzte ich knapp 1500 Euro in den Sand. Schande über mein Haupt. :-) Die Unterlagen behielt ich aber, dafür bezahlte ich ja schließlich. Und im Laufe der Zeit habe ich sie dann doch durchgearbeitet.

Warum ich es damals nicht gemacht habe? Ich dachte, ich kann schreiben, zum Teil muss ich es auch. Ich habe da schon eine kleine Begabung, von Kindesbeinen an und konnte noch nie ohne. Dafür macht es mir einfach zu viel Spass. Dieses Fernstudium ist natürlich trocken gewesen und es sind Kleinigkeiten, die man eigentlich schon weiss. Aber es sind die Punkte, gerade die Kleinigkeiten, die man übersieht, von denen man sonst keine Ahnung hat, die den Unterschied machen. Ich will Sie ganz sicher nicht dazu bringen jetzt auch ein Fernstudium anzufangen. Das obliegt ganz Ihrer Lust und Laune und natürlich auch Finanzen.

Schreiben an sich ist ebenso ein Handwerk und eine Kunst. Können tun wir es alle. Aber der Feinschliff, der ist es, um den es geht. Sie müssen nicht wissen wie man einen Roman schreibt? Wie Hörbücher, Kurzgeschichten, journalistische Texte? Will man es richtig machen, dann sollte man es schon. Nur dann haben Sie die Möglichkeit, auch mal ein bißchen mit Ihren Besuchern zu spielen. Ihnen vielleicht genau das Gegenteil zu geben, was sie erwarten, und im Grunde genommen doch wieder das, was sie wollen, nur halt nicht so offensichtlich.

Sie fühlen sich einfach sicherer. Die Worte, die Schreibe ist Ihre Welt und durch sie können Sie Welten erschaffen, zerstören, Träume geben und nehmen, Emotionen auslösen, verprellen oder auch an sich ziehen und fesseln.

Im weiteren Verlauf bekommen Sie auch die Fähigkeit immer mehr auch objektiv und subjektiv gleichzeitig zu schreiben. Nicht ganz verständlich ausgedrückt?

Sie können z.B. genau über das Gegenteil Ihrer Meinung schreiben und das so, als wenn Sie es wirklich so sehen würden. Sie wirken authentisch bei egal, was Sie machen. Es gibt Ihnen journalistische Freiheit.

Beherrscht man das Schreiben, so kann man eigentlich alles in jeder Form verfassen und schreiben. Egal was und zu welchem Zweck. Das Beschäftigen mit der Materie gibt Ihnen also im Endeffekt nur eines: Freiheit Und zwar genau für das, was Sie sowieso machen und benutzen.

Der Journalismus und die Blogger

Wenden wir uns nur kurz noch einem Punkt zu. In dem angeschnittenen Fall der Welt Kompakt wurde das bewiesen und trotz vielleicht offensichtlicher Missstände, die nur zum Scheitern führen konnten, sehe ich das auch so.

Blogger sind nicht direkt Journalisten. Und ganz sicher werden sie sie nicht ersetzen. Es ist eine journalistische Form der Schreibe, die wir oftmals benutzen, es gibt gewisse Parallelen in der Arbeit und wir sind auch nur zur Unterhaltung tätig.

Aber Journalisten sind ausgebildet. Und das sehr teuer. Die wenigsten Blogger können das von sich behaupten, denke ich mal? Dazu kommt noch Berufserfahrung und Tipps, Kleinigkeiten, die wir als Online Redakteure niemals zu Gesicht bekommen.

Es gibt gewisse Seiten/Blogs, die schon in eine ähnliche Richtung gehen. Aber ich als Blogger, würde niemals den Mund so voll nehmen und irgendeinem Journalisten den Rang ablaufen wollen. Wozu auch? Ich betreibe das hier nur als Hobby, nehme das gar nicht so in dieser übersteigerten Weise ernst.

Wir Blogger definieren uns nach Kommentaren, Seitenaufrufen, Besucherzahlen und je nach eigener Richtung auch dem Verdienst. Mitunter mag da schon ein Ego bei herumkommen, dass seine Grenzen nicht mehr kennt. Aber gerade die kleineren Blogs stehen doch nicht so im Weltpublikum, wie es Journalisten tagtäglich sind. Muss es so einen Vergleich überhaupt geben? Nur meine kleine Meinung zu dem Streitpunkt am Rande.

Fazit

Das Schreiben ist Ihre Kunst und Ihre Aufgabe, Arbeit. Ich nehme einfach an, dass es Ihnen liegt, wozu haben Sie sonst einen Blog? Warum schreiben Sie sonst Artikel? Und eigentlich ist es in Ihrer Pflicht, sich weiterzubilden. Sie müssen dafür nicht bezahlen und schon gar nicht etwas abonnieren. Aber es sollte in Ihrem Bestreben liegen, sich weiterzuentwickeln und sich ab und an mal mit Ihrem Werkzeug zu beschäftigen. Ihre Besucher werden es Ihnen mit der Zeit danken und Ihre Artikel und das was sie darstellen, ganz sicher auch.

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