Heey wie kann ich ein f*** drauf geben was andere über mich denken?

Wir sind soziale Wesen und als solche auch von anderen Menschen abhängig. Wir brauchen Bestätigung und Anerkennung, wenigstens phasenweise, um richtig zu funktionieren, so kann man sagen. Es ist schön, wenn einem einer sagt, dass er einen mag oder sogar gut findet, was man macht, gemacht hat. Aber wie bekommt man es hin, dass man davon nicht mehr so abhängig ist? Dass man seine eigene Mitte findet und sich frei macht vom Äußeren, das versucht immer sein Quentchen Einfluss in unser Inneres zu schieben? Im Grunde hilft da die richtige Denkweise, wenn ich schon mal voraus  greifen darf und den ersten Gedankengang in die Zeilen säe. ...

Das Haus verblasster Erinnerungen

Die Spinnweben der Vergangenheit verzieren das morsche Holz. Die Nacht der Einsamkeit erfüllt den Himmel. Ab und an da krächzen die Begleiter des Nachrufes in die weite Ferne. Wecken auf, aus der Trance verhüllter Erinnerung. Die Besucher dieses Gebäudes graben nach den Geistern der Vergangenheit. Voll bangem Schrecken begeben sie sich in dieses alte Haus, wissend, dass dort nur nichts Neues zu finden ist. Nur die Ängste von längst Verblasstem. Nur der Schatten einer einstmals lebendigen Seele.

Und dennoch können sie sich selber den Eintritt nicht verwehren. Sie müssen graben und forschen in dem, was vergangen ist. Vielleicht nur, bringt es die eine Wahrheit zustande, die die aktuelle Realität ihnen noch verbirgt. Und so suchen sie in den Schatten, in der Dunkelheit, nach dem eigenen Licht. Dem Verstand nach, müsste es so leichter zu finden sein. Aber was sich hier präsentiert, ist der Friedhof der längst vergessenen Vergangenheit. ...

Ich fliege …

Ich fliege hinauf,

als auch hinunter,

drauf und drunter

hoch und runter.

 

Durch die Wüste der Traumlandschaft,

durch die Brandung wechselnder Gefühle,

durch die Färbung des ureigenen Innern,

durch die Ängste und Freude.

 

Begleitet durch Worte,

fremden Ursprungs,

kristallklarer eigener Gedanken,

und die tiefsten Wahrheiten dazu.

 

So treibt es mich an die Wolken,

des höchsten Horizontes,

als auch an die Tiefe des unendlichen Meeres,

und an seinen Grund hinab.

...

Im Blick allein

Im Blick allein,

da endet Wirklichkeit,

beginnt ein Traum,

der Tor,

als auch Flügel,

in des Himmels Weiten,

der Herzen Seele,

streuend nur neu formt.

 

Dem Blicke ist die Sekunde,

der Zukunft die Ewigkeit,

im schaffenden Sein,

erfassten Traume zu bilden.

 

Aber was,

wenn nie erblickt?

Was,

Wenn nie gesehen?

Was,

wenn niemals geträumt?

Schlimmer,

was, wenn nie versucht?

...

Wenn ich in die Zukunft springen könnte

Ich würde Vieles,

Anders machen,

Besser,

Treffender.

 

Würde die richtigen Entscheidungen treffen,

da ich das Ergebnis bereits kennen würde.

Würde das Dauern einer Gegenwart aushalten,

da ich den Preis bereits schauen durfte.

 

Ich würde mir den Zauber der Überraschung nehmen,

da ich das Ende bereits spoilerte.

Würde Sechser im Lotto abräumen,

und bemerken, dass Geld alleine nicht glücklich macht.

 

Ich würde so viel,

wenn ich das Ergebnis kennen würde,

ich „hätte“ noch mehr,

wenn ich alles vorher gewusst. ...

Andere Menschen und das Miteinander

Ist es nicht so, dass andere Menschen uns ihre Regeln vorgeben, wir wir mit ihnen umzugehen haben? Sie definieren sich in Verhalten, in Vernetzungen des Miteinanders, und formen in dem sie sich selber präsentieren auch unsere Aktionen und Reaktionen ihnen gegenüber. So sind wir oftmals selber schuld, wenn ein Jemand uns einfach überfährt. Haben wir es ihm unbewusst signalisiert? Haben wir uns als Opfer präsentiert? Oder als dominante Rolle, in der sich alles Andere klein machen muss? Wir selber geben die Regeln vor, schreiben die stummen Gesetze, wie wir behandelt werden wollen. ...

Der Kaffee am Morgen

Der Kaffee ist der dankbare Nektar, der unsere Gedanken erweckt. Uns hinauf schickt in den Himmel der freien Kreativität. Er weckt den müden Körper, rüttelt in in sanfter Berührung, bis auch er sich aus der trägen Lethargie löst. Und wenn die Trägheit der Nacht dann von uns lässt, können wir im Flug der freien Gedanken einfach alles finden.

Losgelöst von jeder Bestimmung vermag der Geist in Höhen zu fliegen, die in der Rationalität zuerst undenkbar erscheinen. Und was wir in diesem Himmel berühren, das transferieren wir zurück in die Wirklichkeit als auch Realität. Denn der Gedanke spricht das eine Wort, das dann Möglichkeit ergibt. ...

Im Kreis des Lebens

In den Kreisen eines Lebens finden wir unsere Bestimmung. Mal dort oben an dem Zenit eines Himmels, mal dort unten in der Tiefe eigener Hölle. Alles aber, hat die Fähigkeit uns abzufeilen an dem Stein des Schicksales.

Wir selber aber sind die eine Variable, die zu Großen ermächtigt. Über die kleinliche Existenz eines einzelnen Lebens können wir uns erheben und für Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte Einfluss auf die Welt haben. Je nachdem, welchen Pfad man einschlägt. ...

Verstand VS Herz

Der Verstand,

er wählte, der Rest musste folgen.

Logik, Werte, Vernunft und Moral,

ein Richtwert für den Weg der Zukunft.

 

Ein Tag, dann Mehrere und die Nächte schwanden.

Kein Schlaf, der noch erholte.

Kein Geschmack, der noch erfrischte.

Ein fades Farbenspiel verewigt in jedem der Sinne.

 

Die größte Stärke,

nun benutzt,

Überlegungen, Querverweise und dennoch

nur Unverständnis zum Fazit geformt.

 

Ein Gefühl,

durchdrungen in jeder Faser,

uberhört und weggedacht,

ist bei Leibe nicht wehrlos. ...

Vertrauen

Vertrauen,

Das eine Wort,

Mit großer Bedeutung.

 

Erst in Tat,

Manchmal Beweis,

Da erst lernen,

Begreifen,

Verstehen,

Wir in einfach Moment,

Was wirklich ihre Stärke offenbart.

 

Es ist dem Lassen,

Manchmal dem Tun,

Dem Glauben in Menschen,

Dem simplen Hingeben,

Dem Fallenlassen,

Dem Wissen,

Dass auffangend der Lohn sich erst nur zeigt. ...

Zeitlos

Zeitlos,
Ist Zeiten Geflecht,
Minuten Takt,
Stunden Last.

So sagt’s das Herz,
Widerspricht Verstand.
So ist als dann,
Wissen nur kein Garant.

Ist’s dem Fühlen,
Dem Fehlen an Zeit,
So ist das Wühlen,
Des Innern so weit. ...

Psychisch Kranke und ihr geheimes Laster

Wir alle haben Schwächen oder auch nur eine Seite an uns, die wir zu verstecken suchen. Manchesmal gehen wir sogar so weit, dass wir diese Anteile an uns vor uns selber verleugnen, als wären sie gar nicht da. Natürlich funktioniert das nicht, aber es ist verständlich, dass man manches an einem selbst einfach nicht sehen will. Ein anderer Aspekt ist, dass Andere dieses Seite an uns nicht sehen oder akzeptieren wollen, vielleicht sogar von Kindesbeinen an. So werden wir von unserem Umfeld dazu erzogen, halbblind für unser eigenes Wesen zu bleiben. Aber manchmal kann man etwas nicht verleugnen oder aber man versucht es, aber es bleibt felsenfest in unserem Leben verankert. ...

Zweisam, zwei einmal

Die Kunst der Zweisamkeit,

Nicht einsam,

Nicht rein zweisam,

Zusammen dagegen zwei einmal.

 

Denn was suchend sich findet,

Öfter vom Schicksal gepaart,

Das bildet das Zwei aus einem,

Das Eine aus Zweien.

 

Wie das Meer im Sonnenuntergang,

Edelstes Anlitz nur zusammen präsentiert,

So tun es zwei fortan nur ebenso. ...

Die Natur

Die Natur

Sie spricht mit uns.

Mal lauter,

Mal leiser.

 

Im bewegten Blatt,

das knisternd sich im Winde dreht.

Im lauten Rauschen,

das blasend die Welt umdreht.

 

Es zwitschert dort,

in höchsten Höhen.

Es bellt dann hier,

am Grund hernieder. ...

Jetzt, Baby von Julia Engelmann – Auftritt in Düsseldorf [30.09.2108]

Ich war ja bei ihrem Auftritt, als sie hier in Düsseldorf in der ehemaligen Philipshalle am 30.09.2018 war. Und ich muss sagen, ich habe es sehr genossen. Ich kannte sie vorher, ihre Texte bereits. Und so ging ich ohne Erwartungen zum Auftritt. Ich muss sagen, ich wurde darüber hinaus noch positiv überrascht. Ich bin ja nicht so der Konzertgänger und so war ich fast noch Jungfrau. Aber die Stimmung bei dem Auftritt, die Tiefe der Texte, ihre eigene kleine Kunst, das hat mich in jeder Weise positiv überrascht. ...

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