Er blickte wie immer auf die Monitore. Es war unnütz, das wusste er. Aber er konnte sonst nichts tun, als nur zu beobachten. Es gab nichts zu sehen. Wie immer, bildete sich draußen die Silhouette an Bergkratern ab. Gespenstisch, mehr in Dunkelheit, denn noch in Helligkeit getaucht. Noch taten die Scheinwerfer da draußen ihren Dienst. Höchstens die Hälfte konnte noch intakt sein. Seit ihrem letzten Angriff waren höchstens 20 Minuten vergangen. Aber es war kein Angriff gewesen. Keine faire Schlacht. Es war ein Spiel mit der unterlegenen Beute.

Er suchte die verschiedenen Frequenzen durch und bekam auch dort nur Rauschen. Er hatte nichts Anderes erwartet und doch aus Hoffnung es noch einmal probiert.

Hoffnung …

Die durfte und konnte er sich nicht gönnen. Und doch war er ihr erneut in Sekunden zum Opfer gefallen. Er war damit nicht alleine. Das entschuldigte nicht sein Verhalten, aber ließ ihn nicht ganz als Dummkopf da stehen.

Es war höchstens eine Woche her, seit die Ersten gelandet waren. Gut getarnt im Innern eines Meteoriten war es keinem aufgefallen. Auch nicht, dass zeitgleich in jedem Land der Erde ein Meteorit hinunter gestürzt war. Es lag nicht daran, dass ihre Geräte versagt hatten, viel mehr am Schutz im Innern der Meteoriten. Außen waren sie aus Stein. Im Innern aber metallisch geformt, so dass sie kein Radar erfassen konnte. Es waren gut getarnte Raumschiffe, die jeweils nur eine Kreatur zur Erde schickten.

Mehr, da brauchten sie auch nicht. Sie überfielen die Menschen. Nein, sie töteten sie nicht, sondern benutzen sie als Wirte für ihre Nachkommen. Es dauerte nur Tage, bis doch einem aufmerksamen Wanderer ein Meteorit auffiel. Danach dann Stunden, bis man auch die Anderen fand.

Mit aller Macht wurde nun gesucht, gescannt und auch geforscht. Dachte man nach den ersten Stunden noch, man könnte siegen, so löste es sich doch bald in Nichts auf. Systematisch wurde jede Ordnung zerstört. Von innen heraus infiltrierten die Wesen jedes Organ jedweder Regierung und auch technischen Einrichtung.

Es kam, wie es kommen musste. Die Menschheit verlor den Kampf gegen den unbekannten Feind. Jedwede Gegenwehr wurde zu Staub zerschmettert. 7 Tage dauerte die Vernichtung der Menschheit. Nicht mehr, nicht weniger.

Nun, er war einer der wenigen, die sich verschanzt und damit noch überlebt hatten. Er sah den Schatten auf den Monitoren nicht einmal. Als sich die Säure durch die Belüftungsrohre an der Decke fraß, wollte er zur Pistole greifen, um den Freitod zu wählen. Leichtsinnig glaubte er, es sein in seiner Macht zu wählen.

Triefend zogen sich die Schlieren zu Boden und fraßen sich auch dort in das Material hinein. Einen Augenblick lang, sah er in die gefühllosen, kalten Augen einer Bestie nicht von dieser Welt. Hätte er noch logisch denken können, so hätte er den Vergleich zu einem T-Rex gezogen. Doch schlanker, schneller und weitaus knochiger, mit der scharfen Intelligenz einer tödlichen Rasse.

Mit ihm starb die letzte Seele einer Menschheit und das Zeitalter einer neuen Spezies begann. Auch sie gebrauchte die 7 Tage zur Erschaffung ihrer neuen Welt. Aber hätte sie niemals einem Gott dafür gedankt, als nur dem vor Blut triefendem Schweiß eigener Anstrengungen.

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Categories: MythologieStorys

Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."