Es ist schwer zu gehen, wenn mehr hinter einem liegt, als davor. Wenn der erste Schritt in die Zukunft mit Erinnerungen beginnt. Und doch, da müssen wir es. Da sollen wir es. Es muss kein Großer sein. Oftmals sind es die vielen Kleinen, die einem zu schaffen machen. Das Winken, ein Auf Wiedersehen, Goodbye und jemals oder nie wieder. Wir wissen es vorher nicht, und genau das ist das Problem. Jedes neue Kapitel beginnt nur, wenn etwas Altes endet. Wenn aber dieses Alte das Neue ist, das unsere Zukunft bilden sollte, dann stehen wir auf einmal mit leeren Händen da. Eine Gegenwart, die fad erscheint. Und auch das ist wieder ein kleines Problem. Denn es bedeutet, dass unsere Zukunft von etwas Anderem abhängig war. So, ist das nicht schlimm. Vor allem können wir meistens nicht was dafür. Aber haben wir selber unsere Zukunft an etwas gebunden, dann sind wir wieder nur ein Sklave davon. Willentlich unterwerfen wir jede noch ungeahnte Möglichkeit einem Rahmen, einer Begrenzung, die wir im Verstand erschaffen habe. Es ist das Gefängnis, das wir nicht sehen wollen, vielleicht auch nicht einmal können. Und den Schlüssel zur Befreiung, den haben wir bereits in der Gegenwart zur Vergangenheit geschickt. So bleibt er verloren und unerreichbar für uns. Ein Mittel um eine ewige Gegenwart aufrecht zu erhalten.

Falsch kann nicht sein, was dem Menschen zum leichten Leben dienlich ist. Richtig ist so ein Verfahren aber ebenso wenig. Sperrt man sich doch in einen Glaskäfig vergangener Zeit. Und jedwede Zukunft ist in Einfärbungen bereits vorbestimmt und die Variable des Unbekannten kann so nicht ihr volles Potential erreichen.

Es ist ok der Vergangenheit nach zu hängen. Das tun wir mit Sicherheit alle mal. Mal dort im traurigen Moment. Mal dort in depressiver Verstimmung. Mal hier die reine Melancholie. Ab und an brauchen wir das einfach mal. Alle Gegenwart unbeachtet lassen und in die Lehre einer Vergangenheit einzutauchen. Dabei ist die Lektion dann voll und ganz egal. Es geht um das noch einmal Erleben. Das noch einmal Fühlen, was die Gegenwart uns bis dato noch verschließt. Schlimm ist es nur, wenn man das nur noch macht. Und nicht mehr fähig ist die Gegenwart oder auch Möglichkeit der Zukunft zu erfahren. Dann haben wir wieder den einsamen König ohne Königreich. Der still auf seinem Thron der Erinnerung hockt und sich von den Untertanen des Vergangenen bejubeln lässt.

Wir sind die Meister unserer Erinnerungen. Hoffen wir. Glauben wir. Aber auch hier spielt die Fremdkontrolle durch unser Selbst ihr Übriges. Unbewusst selektieren wir, woran wir uns erinnern und woran nicht. Und unbewusst wird gesteuert, welcher Trigger welche Erinnerung auslöst. So werden wir zu Betrachtern der eigenen Bilder, die in unserer Tiefe verewigt sind. Mal hier, mal dort eine Szene aus der Vergangenheit, die unsere Zukunft emotional beeinflusst. Die schlechte Erfahrung, die die Positive schmälert, bevor sie überhaupt begonnen hat.

So sind wir wie der Fährmann der den kochenden Fluss überqueren will. Wir wissen vorher nicht, welche Welle uns erreichen wird und hoch hinaus, manchmal vom eigenen Pfad weg, schleudert. Und dennoch können wir das Ufer in der reinen Hoffnung bereits erahnen. Wir steuern selbst, wir werden gesteuert und dazwischen noch der schöne Zufall. Ein Weg, niemals gerade und direkt, führt zu einem scheinbaren Ziel aus tausend kleinen Stops der Lehre zwischendurch. So wandern wir umher, gegeißelt von den schlechten Erfahrungen einer Vergangenheit als auch motiviert von den schönsten Sekunden so eines Lebens.

Die Summe der Erfahrungen, das ist immer nur ein Moment Einblick. Eine Sekunde, in der wir uns selber schauen dürfen. Uns kennenlernen und begreifen. Im Meer der Strömung einer Lebenszeit umhergetrieben, sind wir öfter verloren oder vom Zufall gelenkt, als der Mensch selber seine Pläne schmieden kann. Dem Lassen war schon immer die größte Schwierigkeit als Wollend das Steuer zu ergeifen.

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Bruno Schelig

Schriftsteller, Schreiberling und kreative Seele. "Sag mir, wer ich bin und ich sage Dir, was Dein Denken Dir erlaubt. Male das Bild meiner Persönlichkeit und ich male Dir Deine Seele. Denn was Du in mir zu erkennen glaubst, ist das Spiegelbild Deiner Selbst. Meine Handlungen unterliegen nur Deinen Deutungen, Deinem Denken und dem halbblinden Augen des Betrachters, der mein Ich nur als sein Wesen akzeptieren kann."