Juni 2019

Die Ehre der Aufmerksamkeit (Brief an Seelenverwandte)

Ich bin für Dich da. Jetzt, zu aller Zeit und dann auch in der Schönen an Zukunft. Denn ich schätze wert, was Du bist und wie Du bist. Denn Deine Worte sind der Sing Sang Deiner Seele. Dein Innerstes, das in höchsten als auch tiefsten Tönen trällert. Der Augenblick, dieser Moment, diese Sekunde, sie gehört nur uns. Wir können sie verbringen, wie wir es nur rein wollen. Im Gespräch des Austausches unserer verborgenen Gefühle. Im Preisen von Gemeinsamkeit und Ähnlichkeiten. Wir können uns aber auch in diesem Moment einfach gehen lassen. Das tun, was uns Beiden am Besten gefällt. Vielleicht da unternehmen wir was. Gehen Spazieren und lassen die Sekunden der streichenden Zeit vorbei fliegen. Oder aber wir wir widmen uns dem Entertainment und lassen uns gefangen nehmen von einem Stück reiner Kunst. Es obliegt nur Dir, was Deine Wünsche Dir verewigen werden. Denn ich will die kostbaren Momente mit Dir alleine sammeln. Auf dass wir in Zukunft gerne an sie zurückdenken.

Ich mag Dich. Deine dunklen Seiten, als auch Deine hellen. Denn ohne eines von beiden bist Du nur halb. Und so, wie ich mich selber akzeptiere, so nur schätze ich Dich ganz wert. Deine Vergangenheit ist für mich nicht wichtig. Deine Zukunft ist nur eine Variable, die sich auflösen wird. Und ich hoffe, dass ich ein Puzzleteil darin bin. Die Gegenwart nun, die verbringe ich mit Dir. „Auf dass wir Erinnerungen schreiben, die wir später gerne erzählen.“(Zitat Julia Engelmann)

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Baum am Verfall

Einsam übt der Baums sich seines Erblühens. Manifestiert am Abgrund der Tiefe. Direkt vor dem Abgrund der Schwäche und des Zweifels. Die untergehende Sonne des Verfalls schickt seine müden Strahlen über die vertrockneten Äste. Früchte hoffen wir hier umsonst zu finden. Blätter, vergilbt und gezeichnet vom Kreislauf des Vergehens fallen langsam auf den tiefen Grund der Erde.

Dort nur finden die Maden ihre Bestimmung. Sie zeichnen, sie fressen und übergeben so dem Tod. Es ist Ironie, denn hier nur findet sich kein Fleisch, aber der Rest eines Lebens, den sie ihrem Zweck gerecht, nur dem Zerfall zur Hand gereichen.

So fragen wir uns, warum dieser Baum noch lebt. Warum nur, räkelt er sich im eigenen Leben. Wenn doch gleich ihn nur der Tod umgibt? Müsste er sich nicht anpassen, aufgeben, verendend winselnd, das Leben aushauchen?