September 2012

Dem Schreiben

Ohne Moral, der Begrenzung nur fremd,

nur der Zeilen an Schrift, an Blättern, gebunden,

so ist`s mit dem Schreiben,

der Wust an Worterei,

der Erfüllung einer Qual,

des Durstes niemals stillenden Hungers,

der antreibt, zwängt, formt,

kritzelnd im Tanze der webenden Finger,

des Geschichtes Traum,

des Gefühles Strophen,

hinaus,

darauf,

auf des Weißes Blank,

in einem Tone, die Welten zu malen mag.

Stehende Bewegung

Suchen wir, die Knospen des Lichtes in der untergehenden Sonne.

Suchen wir, den Schatten in ihrem Angesicht, am Zentrum eines Zenites.

Begründen wir, die Wahrheit in einem Wort und reihen Floskeln zu Zeilen an Thesen.

Begründen wir, was erschaffen ohne Verstand, sich selber erklären muss.

 

Laufen wir, zum Ende der Welt, berühren den Horizont mit ausgestreckter Hand.

Laufen wir, auf dass uns die Zeit nicht die Reise verweigere.

Leben wir, in Bahnen, die einer Freiheit Abbild formen.

Leben wir, im Angesicht des Endes, das uns allen anhaftet.

Aufgeben?

Frag mein Herz,

ob es den Takt verlieren will.

Frag die Seele,

ob sie die Flügel bereits verloren hat.

Frag mein Ich,

ob es zu Sein vergessen hat.

Frag den Atem,

ob er des Odems eines Lebens müde ist.

Sucht Liebe Erfüllung

Sucht Liebe,

Erfüllung,

sich selbst,

im Anderen,

so können sich sehr wohl Zweie bilden,

aber niemals zur Einigkeit verschmilzen.

 

Sucht sie Leidenschaft,

sucht sie den Körper in Lust zu einen,

so ist`s auch damit niemals nie falsch,

nur tötet dies Reinheit,

ihre schlichte Botschaft,

im Hunger von zwei Körpern,

nicht mehr Seelen,

die sprechend,

sich verstehen,

doch nicht finden dürfen.

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